Historisches Foto

Welches imposante Gebäude suchen wir heute?

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Heute suchen wir ein imposantes Gebäude.
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte das Einkaufsrondell am Zentralpunkt im Südbezirk - Leser erinnern sich lebhaft an viele kleine Fachgeschäfte.

Remscheid. Heute suchen wir ein imposantes Gebäude, aufgenommen vor vielen Jahrzehnten. Genutzt wurde es als Schule. Welche Bildungseinrichtung war dort drin? Schicken Sie Ihre Lösung bis 18. November, gerne verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder per Mail an: redaktion@rga.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Monika Kersting ist im Südbezirk groß geworden. Des Rätsels Lösung, die Einkaufsmeile am Zentralpunkt ist ihr deshalb vertraut. „Ende der 60er- und Anfang der 70er-Jahre habe ich bei Zahnarzt Dr. Reber in der 1. Etage als Zahntechnikerin im kleinen Labor gearbeitet. Der Eingang war rechts neben der Apotheke.“ Mehrere Geschäfte fallen ihr noch ein: Modeschatulle, Tabakwarengeschäft und Café Schmitz. „Dort haben wir 1970 nach der kirchlichen Trauung in der Versöhnungskirche im kleinen Kreis Kaffee getrunken.“

Das Rondell im Jahr 1974.

Frank Schneider verbrachte seine Kindheit in Bliedinghausen. „Wenn man was besorgen musste und es vor Ort nicht bekam, ging man zuerst ‘an die Höh’. Da konnte man zur Post, Sparkasse oder zum Kiosk gehen. Wenn man hier nicht fündig wurde, ging man zum Zentralpunkt. Neben Clärchen Dellweg (Bestattungshaus) gab es einen Aldi, wo direkt von der Palette verkauft wurde. Wenn das nichts brachte, fuhr man ins Zentrum.“

Thomas Böttcher hat im Südbezirk viele Jahre für die Steyler Mission Zeitungen verteilt und in den 80er-Jahren für die Rosen-Apotheke Medikamente zugestellt. „Und in Berghausen wohnte meine Schulfreundin, die bis heute eine sehr gute Bekannte ist. In den 80ern fuhr am späten Abend und am Wochenende kein Autobus zum Falkenberg. Den Nachtexpress gab es nicht. Wenn ich abends nach Hause wollte, musste ich entweder durch den Kuckuck zum Augustplatz oder den Berg raufgehen bis Handweiser, von dort mit dem Bus zur Stadtmitte.“

Monika Wischt hat eine schöne Einkaufserinnerung: „Man sieht links das Modegeschäft, wo mein Mann mir 1991 einen tollen Mantel und eine sehr schöne Jeans kaufte.“ Thorsten Wolff denkt an Schülerzeiten zurück: „In dem Edeka ist heute eine Filiale von dem Kleidungsdiscounter KIK untergebracht. Im Edeka kauften wir früher oft ein. Hier half ich in jungen Jahren bei der Jahresinventur. Beeindruckt hatte mich dabei, als Schüler direkt in die Gruppe der festen Mitarbeiter integriert worden zu sein. Bevor die Arbeit startete, gab es erst einmal eine Stärkung, vorbereitet von dem Fleischer im Markt. Daneben gab es auch freie Getränke während der Arbeit.“

Der Johann-Vaillant-Platz heute.

Das Einkaufsrondell am Zentralpunkt hat sich bis heute wenig geändert, schreibt Heinz-Peter Riedemann. Obwohl Paolo Miola kritisch anmerkt: „In den 70er- und 80er-Jahren gab es dort viele kleine Fachgeschäfte wie Modeboutiquen, Juweliere, Spielzeugläden, Schreibwarengeschäfte, die gut frequentiert waren. Heute sieht das Bild bedauernswerterweise deutlich trostloser aus.“ Auf dem heutigen Johann-Vaillant-Platz an der Gabelung Lenneper-, Burger- und Bismarckstraße stand bis 1943 die Gaststätte „Centralpunkt“ mit Gartenwirtschaft. „Ein hölzerner Wegweiser mit handförmigen Schildern gab der Stätte den Zweitnamen Handweiser“, fügt Roland Benscheid hinzu.

Der Namensgeber und Kupferschmied Johann Vaillant lebte von 1851 bis 1920. Er gründete 1874 seinen Meisterbetrieb im Installationshandwerk. „Den Durchbruch erzielte er mit der Anmeldung eines Patentes für einen Gas-Badeofen mit geschlossenem System. Der Betrieb wurde ständig vergrößert und zog schließlich in die Berghauser Straße“, schreibt Benscheid.

Heinz-Jürgen Schmitz verweist auf die gut sichtbaren Hochhäuser. „Sie wurden in den 60er-Jahren gebaut. Der Bauboom hatte gerade den Höhepunkt erreicht, galten doch Hochhäuser als großes Ding der Architektur. In den Hochhäusern zu wohnen galt als zeitlos. Bevor der erste Spatenstich erfolgte, mussten einige Altbauten weichen. 1962 verschwand zuerst die wunderbare Backsteinvilla Arnz. Diese prunkvolle Villa wurde 1943 beim Luftangriff auf Remscheid stark beschädigt.“

Viele Leser erinnern sich an die Straßenbahn, die dort bis 1969 entlangfuhr. Dieter Prill verbindet die Schienen mit einem unangenehmen Ereignis: „Als in den 60er-Jahren noch die Straßenbahn fuhr, habe ich mich mit dem Fahrrad der Länge nach hingelegt, ich war in den Schienen hängengeblieben.“

Weitere richtige Einsendungen schickten Karl Söhngen, Helmut Schucht, Wolfram Heinrichs, Bardo Reinke.

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