Historisches Foto

Welche Straße im Südbezirk suchen wir?

Das neue Rätselfoto führt in den Südbezirk. Welche Straße suchen wir dort? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Erinnerungen bis zum 26. Januar an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77–81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail an: redaktion@rga.de
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Das neue Rätselfoto führt in den Südbezirk. Welche Straße suchen wir dort?
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Das alte Rätselfoto zeigte die alteingesessene Gastronomie Drosten in Bergisch Born. Alles zur Geschichte und das neue Rätsel, steht im Text.

Das neue Rätselfoto führt in den Südbezirk. Welche Straße suchen wir dort? Schicken Sie Ihre Lösung, gerne auch verbunden mit persönlichen Erinnerungen bis zum 26. Januar an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77–81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Napoleonische Truppen nächtigten im Hotel

Von Andreas Weber

Remscheid. Das Hotel Drosten in Bergisch Born 137 an der Durchgangsstraße von Remscheid nach Wermelskirchen blickt auf eine lange Geschichte zurück. „Sowohl napoleonische Truppen wie auch französische Soldaten nach dem ersten Weltkrieg sollen hier beherbergt worden sein“, schreibt Dieter Prill. „Erste Erwähnungen gehen auf 1773 – 1778 zurück bzw. dass es zu dieser Zeit erbaut worden sein soll, und zu dieser Zeit als Poststation gedient hat“, teilt Jörg Wagner in seiner ebenso richtigen Rätselantwort mit. Mitte der 1930er Jahre gehörte es der Familie Harald Beyer, berichtet Gudrun Matuschzik. „Wir sind oft zum Essen dagewesen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte. Hier bei uns auf dem Land kosten vergleichbare Gerichte mehr“, meint Matuschzik, die seit langem in Winsen an der Aller mit ihrem Mann lebt.

Den Schriftzug, der über dem Eingang hing, hatten wir wegretouschiert, um das Rätsel nicht zu einfach zu machen.

Von der Speisekarte weiß auch Albert Hermann Gutes zu berichten: „Meine Partnerin Gudrun Manderla war dort mit ihren Eltern, Ehepaar Kempe, als Kind und Jugendliche oft zum Essen. Hervorragend war Russisch Ei und Heringssalat.“ Hans Walter Becker schließt sich an: „Ich erinnere gerne an die schmackhaften Menüs mit meinen Eltern im Hotel.“ Der aktuelle Inhaber Eyasu Mesfun erhält ebenso Lob. „Bekannt ist das Hotel wegen seiner gutbürgerlichen und traditionellen Küche, wo wir auch einige Familienfeiern wie Geburtstage ausgerichtet haben. Immer eine tolle Atmosphäre mit richtig gutem Essen und aufmerksamer Bedienung“, preist Thorsten Wolff das Hotel Drosten.

Helmut Schucht spricht von einem „schicken Hotel mit Außengastro bei schönem Wetter, köstlichem Essen und freundlicher Bedienung.“ Elke Bender hat im Hotel Drosten Silberhochzeit gefeiert, die Konfirmation ihres Sohnes und Geburtstage. Auch Cornelia Koch feierte hier ihren 60. Geburtstag. „Es war super. Alle Gäste hatten viel Spaß, wir haben gelacht und sehr lecker gegessen.“

Die Historie erhellt Thorsten Wolff: „Das Hotel-Restaurant lässt sich zurückführen auf eine Poststation an dieser Straße, wobei das Baujahr des ersten Gebäudeteils sich heute nicht mehr nachzuvollziehen lässt. Errichtet wurde es vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Hermann Drosten. Zu seinen Anfängen zählte das Hotel-Restaurant gut situierte Bürger zu seinen Gästen, die ganz stilvoll mit der Pferdekutsche anreisten. Seit den 1990er Jahren, nach der Wende, nutzen viele Monteure die Übernachtungsmöglichkeit. Damals waren viele Ostdeutsche aufgrund des höheren Verdienstes in den Westen gekommen, um ihre handwerkliche Begabung zu Geld machen. Auch heute nutzen viele Monteure das zentral gelegene Hotel Drosten.“ Zum Ortsteil Bergisch Born fügt Heinz-Jürgen Schmitz hinzu: „Schon 1950 gab es vonseiten der Stadt Remscheid eine Initiative zum Anschluss von Bergisch Born an Remscheid. Am 1. Januar 1975 war es so weit und Bergisch Born wurde als neuer Stadtteil eingemeindet. Dadurch verlor Hückeswagen eine Fläche von 1000 Hektar an Remscheid, dazu 53 Gewerbebetriebe und 1540 Einwohner. Einen hohen Bekanntheitsgrad hat die am 9. September 1986 in der ehemaligen Bornefelder Schule gegründete Waldorfschule. Nach etlichen An- und Umbauten konnte die Schule 1996 komplett bezogen werden.“ RGA-Leser Tim Bergmann kennt die markante Fassade seit vielen Jahren, die Autofahrern am Abzweig zur B 237 Richtung Hückeswagen ins Auge sticht. Und Heinz-Peter Riedemann erzählt, dass im Drosten der Legende nach die Mörder des Postboten von der Talsperre gefasst wurden.

Auch heute noch ist das Hotel Drosten unter seinem Betreiber Eyasu Mesfun eine gute Gastro-Adresse.

Weitere richtige Antworten schickten Michael Bartholomaeus, Rainer Soppok, Sandra Maria Hefen, Ulrich Hager, Rainer Höhfeld, Volker Hebda, Peter Koch, Jens Neldner, Klaus-Dieter Hammes, Prof. Dr. Martin Ohst.

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