Historisches Foto

Welche Hofschaft suchen wir heute?

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Gesucht wird eine Hofschaft in einer Randlage Remscheids, die zwischen Bundesstraße und Naherholung liegt.
  • Andreas Weber
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Das RGA-Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte den zentralen Verkehrsknotenpunkt in Remscheid, als die Busse noch nicht die Straßenbahn abgelöst hatten

Remscheid. Die letzten drei Rätsel zeigten markante Punkte in der Innenstadt. Die Auflösung war nicht so ganz schwierig. Heute aber wird es deutlich kniffeliger. Es geht in eine Randlage Remscheids, die zwischen Bundesstraße und Naherholung liegt, eingebettet in Grün und Wälder, das Wasser nicht weit entfernt. An dieser Stelle herrscht kein Durchgangsverkehr. Welche Hofschaft suchen wir? Schicken Sie Ihre Lösung bis 13. Januar, verbunden mit Ihren persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77 -81, 42 853 Remscheid, oder per E-Mail an: redaktion@rga.de.

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Heute halten auf dem Friedrich-Ebert-Platz Busse, früher Straßenbahnen. Daniel Sieper erinnert sich: „Der heutige Busbahnhof Friedrich-Ebert-Platz war bis zum Bombenangriff auf Remscheid vollständig bebaut. Die Vorderseite der Häuser bildeten zur Elberfelder Straße eine geschlossene Straßenfront. Die Rückseite schloss sich an die frühere Villenstraße (heute: Konrad-Adenauer Straße) an. Auf dem heutigen Friedrich-Ebert- Platz stand das Schirmgeschäft Arnz, das Haushaltswarengeschäft von Walter Siebert und das legendäre, noble Hotel ‘Zum Weinberg’ von Familie Alberti.“ Sieper denkt an die Rotbuche, die zur Außengastro des „Weinberg“ gehörte. Der RGA-Leser verweist auf der rechten Seite des Rätselfotos auf die Post, früheres Kaiserliches Postamt und mit den zwei übereinander liegenden Schaufensterfronten das Fahrradgeschäft Drosten.

1957 rollte noch die Straßenbahn über den EbertPlatz. Im April 1969 hatte sie dann ausgedient.

Gerhard Schlupek kam 1975 als „Hergeluopener“ nach Remscheid. Als neuer Chef des Verkehrsbetriebes und Prokurist der Stadtwerke wurde er mit dem Umbau Omnibusbahnhof Friedrich-Ebert-Platz beauftragt. „Der Grundriss der Anlage, der mit dem Stadtplanungsamt aus einer Vielzahl von Entwürfen und zwei Gutachten hervorging, lag bereits fest“, schreibt er. Die Gestaltung des Betriebsgebäudes und die „Möblierung und Begrünung“ musste noch festgelegt werden. Da es sich um eine bedeutende städtebauliche Anlage handelte, engagierte sich der damalige Baudezernent Dr. Dietrich Pernice stark. Um die Anstrichfarbe der Wartehallen festzulegen, wurde eigens ein Ortstermin des Aufsichtsrates der Stadtwerke anberaumt.

2022 stehen auch wieder große bauliche Veränderungen auf dem Friedrich-Ebertplatz an.

Die Anlage ging 1985 endgültig in Betrieb. Als Schlupek Ende 1997 in den Ruhestand ging, resümierte er für sich, „dass der Busbahnhof seine Aufgabe für die Fahrgäste und den Betriebsablauf voll erfüllt hat und dies weiterhin tat“.

Einen Wermutstropfen findet Gerhard Schlupek: „Leider hat sich die Begrünung in Form von zahlreichen Platanen, einem Rankgerüst für Rosen und einem Blumenbeet nicht erfüllt, was meiner Meinung nach wahrscheinlich an mangelnder Pflege lag.“

Dieter Prill weist daraufhin, dass das Rätselfoto aus dem Jahr 1957 entstand, „als die Autos noch im Zick-Zack-Kurs über den Friedrich-Ebert-Platz kurvten“. Gut zu erkennen sind die Gleise der Straßenbahn am rechten Bildrand, als sie auf ihrem Weg nach Hasten vor der Hauptpost und in ihrem weiteren Verlauf an dem Gebäude mit der damaligen Reinigung sowie dem Radladen Drosten“ und am EMA vorbeifuhr. Das Schotterbett für die neue Trasse in Richtung Markt war schon in Arbeit. Am 10. April 1969 fuhr die „Lektrische“ letztmalig.

Helmut Schucht und Roland Benscheid verweisen auf 1958, als der Umbau des innerstädtischen Verkehrsmittelpunktes die letzte umfangreiche Baumaßnahme für die Straßenbahn war. Verbunden mit einer Umstellung des Liniennetzes ging am 5. Januar 1958 die Umsteigeanlage in Betrieb. Bis zur Fertigstellung der gesamten Anlage am 1. September diente ein alter Autobus als Fahrdienstleitung und Aufsichtsraum. Von diesem Datum an erfüllte ein sechs Meter hohes Turmgebäude diese Funktion. Die Neugestaltung bestand aus elf Bahnsteigen. Weitere richtige Antworten schickten Semra Büyükgöl, Susanne Klee, Klaus Köhn, Hans Walter Becker, Heinz-Jürgen Schmitz, Petra Ludwig, Christian Gielow.

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