Historisches Foto

Welche Hochhäuser sind hier zu sehen?

Erkennen Sie, wo diese Gebäude stehen?
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Erkennen Sie, wo diese Gebäude stehen?

Unser Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die ehemalige Post und das heutige Ämterhaus an der Elberfelder Straße.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Wir erhöhen den Schwierigkeitsgrad unseres Rätselfotos ein wenig – und verlassen die Innenstadt: Erkennen Sie, wo diese Gebäude stehen? Dann schicken Sie die Lösung, gerne verbunden mit persönlichen Erinnerungen und Anekdoten, bis Donnerstag, 6. Oktober, per Post an den RGA, Alleestr. 77-81, 42 853 Remscheid, oder per Mail an: redaktion@rga.de

Das Rätselbild der vergangenen Woche: Postsäcke eignen sich auch zum Sackhüpfen

„Das war das erste Mal, dass ich ein Rätselfoto auf Anhieb erkannt habe“, meldet sich Ingrid von Boguszewski in der RGA-Redaktion: „Das ist die ehemalige Post am Ebertplatz.“ Kein Wunder, dass es für sie so einfach war, sie hat in der Nähe viel Zeit verbracht, wie sie berichtet. Links neben der Post, auf unserem Foto nicht mehr zu sehen, habe sie früher in einer Wäscherei gearbeitet. Nebenan in der Post wurde bei Bedarf Geld gewechselt. Und in der Kantine gab es belegte Brötchen und im Sommer auch mal ein Eis: „Nuss, Vanille und Banane gab es da.“

Diese Aufnahme von RGA-Fotograf Rudi Honsberg aus dem März 1956 weckte zahlreiche Erinnerungen an das Postamt an der Elberfelder Straße.

Doch auch wer nicht in unmittelbarer Nachbarschaft gearbeitet hat, hatte eine realistische Chance, wie Gudrun Matuschzik beweist, die sich aus Winsen an der Aller meldet: „Das war fast schon zu einfach“, sagt sie, identifiziert völlig richtig die alte Post - und berichtet dann, wie sie dort Briefmarken gekauft und Pakete aufgegeben hat. Und zwar nach Gebäudeteilen getrennt, wie Dieter Prill weiß: „In dem linken Gebäude, dem heutigen Ämterhaus, wurde damals alles rund um die Briefpost erledigt, in dem rechten Gebäude, der heutigen Volkshochschule, wurde man seine Pakete los.“

Briefmarken hat dort auch Roland Benscheid gekauft, wie er uns schreibt, aber nicht unbedingt, um damit Briefe zu verschicken: „Ich kenne die Hauptpost seit meiner Kindheit in den 1950er-Jahren. Als begeisterter Briefmarkensammler habe ich in der großen Schalterhalle die aktuellen Neuerscheinungen gekauft.“ Heute werde das Gebäude als Ämterhaus genutzt, weiß er noch zu berichten.

Ganz viele weitere historische Fotos für Rätselfreunde

Dafür sei der Komplex von 2003 bis 2005 für 20 Millionen Euro von der Gewag umgebaut worden, berichtet Heinz-Jürgen Schmitz – und geht dann noch auf die Geschichte des Gebäudes ein: „Das Postamt entstand in Verbindung mit dem kaiserlichen Telegrafenamt und wurde am 27. Mai 1882 eingeweiht. 1889 gab es die erste Fernsprechzelle für jedermann in diesem Gebäude. 1962 wurde ein Briefmarkenautomat eingebaut.“

Peter Krämer schreibt uns, dass seine Mutter in den 70erJahren abends im Dachgeschoss Post vorsortierte: „Sie kannte sämtliche deutsche Postleitzahlen mit zugehörigen Orten auswendig.“ Daraus seien kleine Wettbewerbe mit den Kollegen entstanden, „die sie wohl immer gewonnen hatte“.

Und so sieht der Gebäudekomplex heute an der Elberfelder Straße aus. Hier entsteht übrigens demnächst ein Fußgängerüberweg, der die Unterführung zum Friedrich-Ebert-Platz ersetzt.

Auch Paolo Miola war in dem Haus mal tätig, wenn auch nicht so lange: „Als 14-jähriger Schüler habe ich dort mein einwöchiges Praktikum absolviert“, schreibt er uns. Noch weiter zurückreicht hingegen eine andere Erinnerung: „Meine Mutter erzählt mir öfters davon, dass ich als Kleinkind in der Schalterhalle der Hauptpost völlig überraschend meine ersten Schritte alleine gelaufen bin.“ Bis heute müsse er immer wieder schmunzelnd daran denken, wenn er am Busbahnhof auf den Bus wartet.

Ganz unterschiedlich sind die Erinnerungen von Katja Schmitz, die ab 1976 in einer Dienstwohnung des Fernmeldeamtes gelebt hat: „Mein Vater hat dort auch noch bis zum Umbau zur Umnutzung zum Ämterhaus gewohnt.“ Bei ihr wechseln sich fröhliche Erinnerungen ans Sackhüpfen in Postsäcken beim Kindergeburtstag mit gruseligen an nächtliche Einbrüche ab. Vor allem aber an die ungläubigen Reaktionen, wenn sie ihre Adresse sagt: „Da kann man doch nicht wohnen, das ist die Post.“

Die richtige Antwort wussten unter anderem auch Wolfgang Weihs, Heinz-Peter Riedemann, Jörg Wagner, Edelgard Diederichs, Ulrich Hager, Anke Rösner, Petra Küchelmann, Volker Hebda, Prof. Dr. Martin Ohst, Erika Piatowski und Helmut Schucht.

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