Historisches Foto

In welche Gasse blickte unser Fotograf damals?

Erkennen Sie diese verwinkelte Ecke?
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Erkennen Sie diese verwinkelte Ecke?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Das RGA-Rätselfoto der vergangenen Woche zeigte die Unterhölterfelder Straße – Viele Erinnerungen an Schule, Beruf und Kneipe – Besuch von Schauspieler Albers sorgte für Aufsehen.

Remscheid. Unser neues Rätselfoto zeigt eine verwinkelte Ecke in Remscheid, die vor 41 Jahren unwesentlich anders aussah wie heute. In welche Gasse blickte unser Fotograf damals? Schicken Sie die Lösung bis zum 29. April per E-Mail oder Post, gerne verbunden mit ihren persönlichen Anekdoten, die Sie mit diesem Ort verbinden an: RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; E-Mail: redaktion@rga-online.de Foto:

Das Rätselbild der vergangenen Woche

Eine Linde verdeckte auf dem historischen Foto das Haus, das Anita Peiss sofort erkannte. „Ich habe in dem Schieferhaus in der Unterhölterfelderstraße in meiner Kindheit von 1948 bis 1964 gewohnt. Das Haus gehörte G.W. Steffens Maschinenmesserfabrik“, schreibt Peiss, die heute in Wermelskirchen lebt. Jahrzehnte zurück ging es bei dem Anblick auch für Monika Samland: „Na klar, Unterhölterfelder Straße. In der Nummer 64 habe ich meine Kindheit und Jugend mit meinen Geschwistern verbracht.“ Damals sei etwas oberhalb ein kleiner Lebensmittelhandel gewesen. „Gegenüber war und ist jetzt auch noch unsere Schule.“

Inge Heeren schwärmt: „Ich habe dort meine Kindheit und Jugend verbracht. Es war eine tolle Zeit.“ Den Blick die Straße runter ordnet auch Ulrich Hager ein: „Es war der ehemalige Schulweg meiner Frau zur Hauptschule Hölterfeld von 1970 bis 1977. Sie wohnte seinerzeit mit ihren Elten in der Edelhoffstraße.“

Die Unterhölterfelder Straße in Hasten: Vorne rechts am Straßenrand ein weiß-schwarzer Ford Taunus 17 M, wie Leser Roland Benscheid erkannte.

Sigrid Berger-Dembowsky zählt auf: „Oben rechts das Wohnhaus der Familie Steffens, zwei Häuser weiter der Lebensmittelladen Georg Schmidt, dann das Haus der Lackiererei Stobbe (früher Dorfkneipe Holz - Ibachs Dicke) danach die Lindenberg-Häuser. Und weiter geradeaus geht’s zum Holzer Sportplatz, das war damals SC West. Gegenüber von der Kneipe Ibach geht es zu meinem ehemaligen Elternhaus vorbei an Steinbach und Heimann in Richtung Morsbachtal.“ Auch Cornelia Koch ist mit der Gegend vertraut: „Unsere Tochter Stephanie hat einige Jahre in der Unterhölterfelderstraße gewohnt und sich dort wohlgefühlt. Jetzt lebt sie in München.“

Michael Böhl stellt fest: „Auf dem Foto ist unten der Wendehammer am Holz zu sehen. Im rechten Teil ist die Firma Stobbe beheimatet, die mit einer Außenwerbung auf sich aufmerksam macht. Ich bin als Reinshagener Junge von 1968 bis 1972 in die damalige Hauptschule Hölterfeld gegangen, um im Anschluss die Handelsschule in der Stuttgarter Straße zu besuchen. Drei Schulbusse haben die Hauptschule Hölterfeld angefahren. Es waren der Reinhagener, Güldenwerther und Morsbacher. Es war immer spannend, welcher Bus die Schule zuerst erreichte. Meist war es der Morsbacher.“

Die Unterhölterfelder Straße in Hasten heute, aufgenommen etwas unterhalb der ehemaligen Hauptschule Hölterfeld.

Auch Renate Schulze denkt an die Schulzeit. „Die alte Hölterfelder Schule, die in den 60er Jahren abgerissen wurde, besuchte ich von 1955 bis 1963, deshalb habe ich die Straße sofort erkannt.“ Oliver Müller verbindet mit dem Rätselfoto einen Job: „Ich habe vor einigen Jahren meine Tochter in genau diesem Bezirk beim Austragen des Bergischen Anzeigers einige Monate unterstützt.“

Wolfgang Görtz kannte die Straße genau, musste nach dieser langen Zeit jedoch überlegen: „Hölterfeld oder Holz gehörten nicht so direkt zum ‘Einzugsgebiet’, wenn man in der Franzstraße großgeworden ist. Hasten und Holz waren in diesem Alter noch zwei Welten. Allerdings bin ich die Straße öfters im Alter von circa 14 Jahren gegangen, da die Gaststätte, die im unteren Teil des Bildes rechts zu sehen ist, eine Kegelbahn hatte. Hier habe ich als Kegeljunge die Pinne aufgestellt. Ich erinner mich, dass es eine Musikbox in der Gaststätte gab. Später sind wir ab und zu auf eine Cola in der Kneipe gewesen. Für eine Mark haben wir an der Wurlitzer drei Titel ausgewählt. Das muss Ende der 60er Jahre gewesen sein, und zu meinen Titeln gehörte ein Lied von Diana Ross.“

Heinz-Jürgen Schmitz bereitete das Foto riesige Freude. Denn: „In der Unterhölterfelder Straße habe ich meine schönsten und spannendsten Jugendjahre verbracht.“ Nachweislich sei die Hofschaft um 1690 erstmals erwähnt worden. „Im Foto rechts oben sieht man ein typisches bergisches Schieferhaus, das bis in die 90er Jahre im Eigentum der weltweit bekannten Fabrikantenfamilie Steffens war. Im abgebildeten massiven Steinhaus, dessen Eigentümer ein Herr Diederich war, übernachtete der Schauspieler Hans Albers. Wir Jugendlichen waren darauf bedacht, ein Autogramm vom blonden Hans zu bekommen. Sein heller Borgward war tagelang Gesprächsthema“, schreibt Schmitz.

Horst und Brigitte Willms berichten: „Mein Mann ist 24 Jahre von der Freiheitstraße, Stockderstraße, Hölterfeld nach Holz zur Firma Wagener zu Fuß gegangen. Da kommen schon Erinnerungen hoch.“ Weitere richtige Antworten schickten Dieter Prill, Roland Benscheid, Sabine Harbarth, G. Pilz, Bernd Roschedor, Heinz-Peter Riedemann, Jochen Holst, Friedhelm Schulze und Helmut Schucht.

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