Rätselfoto

Wo stand diese Brücke?

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Welchen Ort zeigt dieses historische Foto?

Unser Rätselfoto zeigte die Ortschaft Clemenshammer im Norden der Stadt. Hier lagen harte Arbeit und Freizeitspaß nah beieinander.

Von Sven Schlickowey

Im Sommer 1972 entstand dieses Foto einer Brücke, unser heutiges Rätselbild. Erkennen Sie, um welche Stelle es sich handelt? Kleiner Tipp: Dort steht heute immer noch eine Brücke, allerdings ein erkennbar moderneres Modell. Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 14. Oktober, gerne verbunden mit ihren persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder E-Mail: redaktion@rga.de

Morsbachtal: Wasserrutsche lockte Touristen

Remscheid. Harte Arbeit auf der einen, Freizeitspaß auf der anderen Seite: Unser Rätselfoto aus der vergangenen Woche zeigt, wie dicht im Bergischen Vergnügen und Pflicht seit jeher beieinander lagen. Zahlreiche Leser erkannten: Es handelte sich um die Ortschaft Clemenshammer, im Norden Remscheids quasi auf der Grenze zwischen Kratzberg und Lüttringhausen-West gelegen. Und die kennt man vor allem für zwei Dinge, den namensgebenden Hammer und die vor über 100 Jahren eröffnete Wasserrutsche, die zeitweise als eine der größten Attraktionen der Region galt.

Im Dezember 1980 entstand unser Rätselfoto der vergangenen Woche, damals noch mit viel Schnee.

Die Rutsche in Form eines Schiffes habe der Hammerschmied und Pächter des Bollenhammers Ferdinand Flüs 1902 für 18.000 Goldmark erworben, schreibt uns zum Beispiel Dieter Prill: „42 Touristen sausten in diesem Schiff den Abhang herunter. Das Schiff wurde immer schneller, bis es mit einer Riesenfontäne ins Wasser rauschte“, beschreibt er die Funktionsweise. „Bis zum Einbau eines Spritzschutzes und einer Überdachung mit Segeltuch war die Fahrt mit der Rutsche mit der vollkommenen Durchnässung der Fahrgäste verbunden, was die Attraktivität zunächst etwas schmälerte.“

Das sei die „erste feststehende Wasserrutschbahn Deutschlands“ gewesen, weiß Heinz Jürgen Schmitz zu berichten: „Eine solche Attraktion ließ man sich natürlich sonntags nicht entgehen.“ Zumal ja auch das von Flüs betriebene Restaurant „Zur kühlen Quelle“ lockte. Doch nach zehn Jahren sei schon wieder Schluss gewesen mit der Rutsch-Attraktion.

Viel länger überlebt hat da schon der Steffenshammer, an den Schmitz ebenfalls erinnert: „Der Steffenshammer wurde im Laufe der Jahrzehnte modernisiert. Motoren lösten Petroleumlampen ab und ein Schleifstein wurde für die Produktion angeschafft.“ Das heutige Museumsstück sei der letzte noch funktionsfähige Bergische Hammer und weise noch heute die Bauweise aus dem 18. Jahrhundert auf, schreibt uns Roland Bernscheid: „Er wurde noch bis 1928 im industriellen Betrieb für die Herstellung von Werkzeug- und Kleineisenwaren genutzt.“ Durch das Engagement eines Fördervereins seien Maschinen und die historische Schmiedetechnik erhalten geblieben.

Auch ohne die weiße Pracht ist der Straßenabschnitt heute noch gut zu erkennen.

Auf die Geschichte des Steffenshammer geht Klaus R. Schmidt ein: „Die Brüder Steffens waren die letzten gewerbsmäßigen Betreiber.“ Wobei es eigentlich korrekt „Steffen“ ohne „s“ heißen müsste, wie Schmidt meint: „Doch ein früherer Standesbeamte hat das Häkchen, das Urgroßvater Albert gewohnheitsmäßig seinem Namen anfügte, als s ausgelegt und dabei soll es dann geblieben sein.“ Der Clemenshammer hingegen wurde nach einem Hammerbesitzer namens Clemens benannt, berichtet Helmut Schucht.

Einen anderen nahe liegenden Namen hatte eine Gastwirtschaft ganz in der Nähe, von der Herbert Hildebrandt berichtet: Die „Olympiaklause“ wurde nämlich von Herbert Runge betrieben – und der hatte bei den Olympischen Spielern 1936 in Berlin eine Goldmedaille gewonnen. Der in Elberfeld geborene Boxer besiegte im Schwergewichtsfinale den Argentinier Guillermo Lovell nach Punkten. Die richtige Antwort wussten unter anderem auch Brigitte Hugenbruch und Jörg Wagner.

Im Morsbachtal hinterließ die Flut einiges an Schäden.

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