Historisches Foto

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RGA-Rätselfoto zeigt die Kreuzung Freiheit-/Blumen- und Honsberger Straße. Was suchen wir diese Woche?

Auf unserem Foto geht es wieder in die Nachkriegszeit. Auf dem Bild rollt die „Lektrische“, ein Transportmittel, das viele Remscheider, die sie noch kannten, nostalgisch werden lässt. Wo wurde das Bild aufgenommen? Schicken Sie Ihre Lösung bis Donnerstag, 10. März, gerne verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger (RGA), Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid, oder Mail: redaktion@rga.de

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Kinder spielten in den Trümmern der Werkzeugschmiede

Von Andreas Weber

Remscheid. Diese Einmündung lässt Erinnerungen an die Firma Busch lebendig werden. Beim Anblick der Kreuzung Freiheit-/Blumen- und Honsberger Straße begann Wilfried Bewig 1961 seine Lehre als Groß- und Außenhandelskaufmann. „Das Gebäude mit dem kleinen Anbau war in 50er-Jahren eine kleine Werkzeugschmiede der Firma Gebrüder Busch. Später ist die Firma an Wilhelm Schmidt Comp. Co. Logo Kirschenwerkzeuge an der Königstraße verkauft worden.“

Die Familie von Axel Sluminsky wohnte bis zu seinem 10. Lebensjahr nebenan in dem Haus mit dem fensterlosen Giebel in der Freiheitstraße 98. „Für uns Kinder war es spannend, durch die meist offene Hallentür der Fabrik Busch die Männer bei der Arbeit zu beobachten. Unter dem Dach war ein Gewirr von laufenden Rollen mit Treibriemen, die die einzelnen Maschinen und Schmiedehämmer zum Laufen brachten. Damit wurde glühendes Eisen bearbeitet.“

Der DKW 3=6 stach vielen RGA-Lesern ins Auge, die die Aufnahme deshalb richtigerweise in die 50er-Jahre datierten.

Einmal sei die Gabel an seinem Tretroller gebrochen gewesen, denkt Sluminsky zurück: „Einer der Werker griff kurzerhand zum Schweißgerät und der Schaden war behoben.“ Spannend sei es später gewesen, vom Küchenfenster den Abriss dieser Werkhallen zu beobachten. „Übrig blieb ein tollen Trümmerspielgelände“, schreibt Sluminsky.

Ersetzt wurde das Gebäude durch einen Neubau der Firma Roin (Industriebedarf), die aber auch Geschichte ist, wie Dieter Prill schreibt. Roin sei ihm wohl bekannt, meldet sich Hans Walter Becker: „Dort war ich sehr oft und habe technische Hilfsmittel für die Firma Firma W & H gekauft.“

„Gut zu erkennen am oberen Ende auch das Gebäude der Deutschen Bank und daneben Autoverleih Grezius“, nennt Heinz-Jürgen Schmitz weitere Details. Schmitz wie Helmut Schucht datieren das Rätselfoto knapp 70 Jahre zurück. Zum einen, weil die stark befahrene Kreuzung beim Luftangriff 1943 schwer zerstört wurde. „Bis weit in die 50er-Jahre blieben dort die Ruinen stehen. Die Freiheitstraße wurde ausgebaut als Notstandsarbeit und benannt im Zusammenhang mit der 1848er-Revolution“, erklärt Schmitz.

Zum anderen ist auf dem Bild ein Wagen zu sehen, der die Herzen von Oldtimer-Freunden höher schlagen lässt und einen Hinweis auf die Entstehung des Fotos gibt. Der von der Auto Union in Ingolstadt gebaute DKW 3=6 (F 93) wurde von 1955 bis 1959 produziert. In diesem Zeitraum wurden vom F 93 und dem etwas längeren Nachfolger F 94 137 800 Fahrzeuge verkauft.

Wo früher Industrie und Handel waren, steht heute an der Einmündung Freiheit-/Blumenstraße ein mehrstöckiges Wohnhaus.

Michael Müller bezeichnete das Rätsel als harte Nuss, lag aber mit seiner „Bauchentscheidung“ goldrichtig. Einen persönlichen Hintergrund gibt es trotzdem: „Ich bin Jahrgang 1961 und in der Gegend aufgewachsen. An das alte Fabrikgebäude habe ich keine Erinnerung. Es ist die Straßenführung, die mich zu meinem Lösungsvorschlag bringt, und der Turm der Stadtkirche im Hintergrund.“ Nicht weit entfernt am Honsberg lebte Hermann Schmitz ein halbes Jahrhundert: „Ich musste fast täglich über diese Kreuzung. Anstatt der alten Fabrik stand da aber schon das Gebäude mit dem Werkzeughandel Roin.“

Weitere richtige Lösungen schickten Hans A. Hammermann mit dem Hinweis, dass die Honsberger Straße runter Einbahnstraße war und Helmut Kiffel, der im Blumental groß wurde, und das Tor am rechten Bildrand der Kohlenhandlung Eisenberg zuordnet.

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