Historisches Foto

Welches Heim ist hier zu sehen?

Das Foto zeigt eine Aufnahme aus dem Jahr 1936. Abgebildet ist ein Heim. Um welches handelt es sich? Heute ist dort eine Flüchtlingsunterkunft. Schicken Sie die Lösung, verbunden mit Ihren Erinnerungen, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid, E-Mail: redaktion@rga.de Repro: Roland Keusch
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Was ist hier zu sehen?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Das RGA-Rätselfoto zeigte die Hochhäuser in der Birkenstraße – am höchsten Punkt von Remscheid.

Das aktuelle Foto zeigt eine Aufnahme aus dem Jahr 1936. Abgebildet ist ein Heim. Um welches handelt es sich? Heute ist dort eine Flüchtlingsunterkunft. Schicken Sie die Lösung, verbunden mit Ihren Erinnerungen, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42853 Remscheid, E-Mail: redaktion@rga.de

Im 5. Stock hing die Bettwäsche raus

Von Andreas Weber

Remscheid. Nein, der Hasenberg war es nicht, ebenso wenig Klausen. Unser historisches Foto zeigte die Hochhäuser an der Birkenstraße in Hohenhagen. Gerd Matzner fiel die Antwort nicht schwer. „Ich habe ab 1958 mit meinen Eltern und Geschwister in der Birkenstraße 28 gewohnt. Das Bild muss vom damaligen Segelflugplatz aufgenommen worden sein, wo Mitte der 60er Jahre eine englische Militärmaschine notlandete. Auch landete einmal ein Segelflugzeug beim Landeanflug auf dem Dach der Firma Edscha.“

Das historische Foto

Am höchsten Punkt Remscheids geht´s hoch hinaus: die Hochhäuser in der Birkenstraße, aufgenommen im März 1968.

Matzner blickt gerne auf seine Kindheit zurück: „Auf dem Bild das rechte Hochhaus mit Nr. 25, genau gegenüber, was leider nicht zu sehen ist, war das Mehrfamilienhaus Nr. 28. Von da aus ging ein kleiner Weg hoch zur Eschenstraße, wo sich die Bushaltestelle der Linie 7 befand.“

Insgesamt, so schreibt Matzer, gibt es vier Hochhäuser, im Hochhaus im Bild links mit der Hausnummer 23 war jahrelang das Lebensmittelgeschäft von Frau Seinsch untergebracht, und im Hochhaus mit der Nr. 21 befand sich das Schreibwarengeschäft der Familie Hoof. Da war immer Qualm drin, denn der alte Herr Hoof rauchte ununterbrochen Pfeife und Zigarren. Im letzten Hochhaus war eine Zeit lang ein Friseur untergebracht. Hinter den Hochhäusern unterhalb der Wiesen befand sich der legendäre „Schwarze Weg“, heute Ölmühle, was im Winter als Rodelbahn genutzt wurde. Man konnte bis zum damaligen Freibad „Teufelsteich“ herunterrodeln.

Mit 378 Meter über Normalder höchstgelegene Stadtteil

Der heutige Blick auf die achtstöckigen Hochhäuser in der Birkenstraße 23 und 25 am Hohenhagen.

Ines Noack verbrachte auf dem Hohenhagen eine wunderschöne Kindheit auf dem Land verbracht, mit beeindruckenden Erinnerungen am Flugplatz. Als sie das Bild sah, dachte sie: „Das ist lustig. Ich bin mit vier Jahren 1959 mit meinen Eltern in die Birkenstraße 25 eingezogen. Begeisterung pur mit der Zentralheizung, Aufzug und Müllschlucker. Der Blick vom Balkon ging in die Ferne über die Felder und Wiesen. Wie heute noch. Besonders lustig ist: Wir haben im 5. Stockwerk gewohnt. Und die Bettwäsche wurde zum Lüften rausgehängt. Dafür waren wir bekannt. Das sind hundertprozentig unsere Betten von damals!“

Durch seine Tätigkeit als Zählerableser bei den EWR erkannte Ulrich Hager die Betonklötze direkt wieder. Roland Benscheid berichtet: „Die Hochhäuser auf dem Hohenhagen passten sich durch ihre aufgelockerte Bauweise den natürlichen Gegebenheiten an. Der Hohenhagen ist mit 378 Meter über Normal der höchstgelegene Ortsteil Remscheids. Er gehörte ursprünglich zur Stadt Lennep. Durch den Gebietsaustausch 1893 zwischen Remscheid, Lennep und Lüttringhausen erhielt Remscheid von Lennep den ganzen Hohenhagen mit 1267 Einwohnern zugesprochen. Zwischen 1958 und 1972 gab es einen kleinen Flugplatz für Segelflugzeuge am Hohenhagen. Später wurde das Gebiet als Wohnfeld für eine große Wohnsiedlung genutzt.“ Auch Heike Posiwio lag richtig: „Ich bin der Meinung, dass auf dem Foto die Gewag-Hochhäuser in der Birkenstraße zu sehen sind. Aus den oberen Etagen hat man einen schönen Weitblick. Nur Parkplätze sind dort Mangelware.“

Helmut Schucht schreibt: „Der Weg zum Hohenhagen verfügt über einen hohen Baumbestand von der Ulmenstraße und den Buchen, Eichen, Ahorn, Erlen, Lärchen, Fichten, Kastanien.“ Schucht verweist auf den VfB Marathon Remscheid, der auf dem Ahornplatz eine Sportstätte hatte: „Hier wurden die jungen Sportler für die nächsten Aufgaben ausgebildet. Es gab bei den Boxern auch Erich Kiel, der von 76 Kämpfen 40 durch K.O. gewann und daher den Namen Donnerkiel erhielt.“

Eine weitere richtige Einsendung schickte Brigitte Herbertz.

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