Rätselfoto

Historisches Foto: Was suchen wir diesmal?

Was ist auf dem historischen Foto zu sehen?
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Was ist auf dem historischen Foto zu sehen?
  • Andreas Weber
    VonAndreas Weber
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Das vergangene Rätselfoto zeigte Hastener Hofschaft. Ein „Sahnestück“ ist das stattliche Kaufmannshaus von Engelbert Luckhaus. Was suchen wir diesmal?

In dieser Ortschaft gab es einmal nach 1900 eine der größten Freizeitattraktionen im Bergischen Land. Heute lässt sich dort ein altes Handwerk besichtigen. Das Foto stammt aus dem Jahr 1980. Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 7. Oktober, gerne verbunden mit ihren persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid; oder E-Mail:redaktion@rga.de.

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Im „schiefen Büchel“ werden Traditionen bis heute gepflegt

Remscheid. Ähnlichkeiten sind nicht zu leugnen. Hintereinander galt es, Hofschaften zu erkennen, die in ihrem dörflichen Fachwerkcharme leicht zu verwechseln waren. Nach Platz nun Büchel. Bei letzterem lag Dieter Prill, der sich vergangene Woche mit Büchel vertan hatte, diesmal goldrichtig. „Dank des Vereins Hasten für Hasten wurden an fünf der Häuser Hinweisschilder angebracht, die auf die Bauhistorie und die Geschichte dieser Häuser hinweisen“, stellt Prill fest. Heinz Dieter Jorde musste nicht zweimal hingucken: „Büchel kenne ich wie meine Westentasche, dort war ich 30 Jahre Briefträger.“ Heinz Kühnel hat hier am Büchel 12 insgesamt 13 Jahre gelebt, bevor er zur Lenneper Straße zog.

Eng ist es an dieser Stelle am Büchel und so mancher Lkw ist an dieser Stelle schon an Hausfronten hängengeblieben.

In unmittelbarer Nachbarschaft, am Platz, ist Eleonore Graefinghoff groß geworden. Bis zu ihrer Hochzeit lebte die RGA-Leserin dort. „Über Büchel bin ich oft zur Schule oder Hastener Kirche gegangen.“ Die Stufen im Vordergrund links hätten zur Wohnung ihrer Tante geführt. Und: „Die Straße rechts runter ging es zum Metzger Bremer.“ Helmut Schucht schreibt: „Im Hintergrund der Aufnahme ist das stattliche Kaufmannshaus von Engelbert Luckhaus, das 1765 erbaut wurde, leider nicht zu sehen.“ Schucht erinnert daran, dass in den vielen Kleinschmiede-Werkstätten um 1750 Hämmer, Zangen, Meißel, Bohrer, Sägen, Schlittschuhe, Bügeleisen oder Kaffeemühlen entstanden.

„Methusalem unter Remscheids Häusern“ steht am Büchel

Büchel war eine alte Industriesiedlung, die um 1369 erstmals erwähnt wurde. Heinz-Jürgen Schmitz verweist auf den Standort der Güter von Nolze und Dembade zu Bukell sowie Hille von den Bukell. „Bis zum heutigen Tag heißt es in der Hofschaft: ‘Wir Buekeler haulen benien’“. Auch Schmitz streicht das Haus von Engelbert Luckhaus, Begründer des Handelshauses Luckhaus und Günther, als „Sahnestück“ heraus. „Das Prunkstück ist der Posaunenengel als Wetterfahne. Das Gebäude wurde Ende der 90er-Jahre liebevoll von Adolf Böker kernsaniert.“

Das Umfeld an dieser Kehre mitten in der stark abschüssigen Hofschaft Büchel hat sich über die Jahrzehnte geändert.

Als „Methusalem unter den Remscheider Häusern“ bezeichnete der RGA 1969 das älteste Gebäude im Hof Büchel. Schmitz: „Dieses Haus muss im Mittelalter ein Hingucker gewesen sein. Bis bald 14 Meter Höhe ragte der freistehende Bruchsteinturm an einem Steilhang in die Landschaft. Man schätzt das Bauwerk aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammend. Bauliche Eingriffe haben den Turm über die Jahre auf neun Meter schrumpfen lassen“, erklärt Schmitz in seiner Zuschrift. Büchel pflegt seine Traditionen, die Hofkirmes und das Hahneköppen, in der Regel alle zwei Jahre, am 1. September 2019 letztmalig. „Die Bücheler Einigkeit hat über 100 Jahre viel für die Anwohner getan, Kirmes, Wanderungen mit den Kindern, Weihnachtsfeiern, bei denen bis heute die Kids beschenkt werden. Auch werden die Ollen zum Geburtstag besucht“, lobt Wiebke Otremba. „Wir sind über 40 Jahre um die auf dem Foto zu sehende Ecke gekurvt, um zu unserem Haus zu gelangen. Dabei gab es auch mal eine Schramme.“ Ehemann Hartmut war 1987 Hahnenkönig. Drei Kirmesstandorte haben die Otrembas kennengelernt: die scharfe Kurve am Haus des Vorsitzenden Michael Götz, „die alte Schule“ am Anton-Küppers-Weg und den Hof des evangelischen Gemeindehauses.

Für Jörn Wagner ist Büchel dank seiner Ehefrau, die schon in den 60er Jahren hier ihre Jugend verbrachte, zur Heimat geworden. „Büchel wird auch der schiefe Büchel genannt, weil nichts gerade ist, wie es in einer solchen Hofschaft halt ist. Die Straßen sind eng und müssen heute mit Rücksicht auf alle Anwohner benutzt werden, aber bei eingeschworenen Einheimischen fällt das nicht schwer. Ich bin zwar hier nicht aufgewachsen, aber nichtsdestotrotz habe ich dieses Stückchen Remscheid lieben und leben gelernt.“

Eine weitere richtige Antwort schickte Brigitte Herbertz.

Am Büchel findet jedes Jahr das Hahneköppen statt.

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