Entsorgung

Deshalb sind an der Hindenburgstraße die Papiercontainer verschwunden

7 579 Tonnen Altpapier fielen im vergangenen Jahr an: Unter anderem wurden sie an den Altpapier-Container auf dem Schützenplatz gesammelt. Foto: Roland Keusch
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An der Hindenburgstraße wurden Behälter wie diese entfernt.
  • Frank Michalczak
    VonFrank Michalczak
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An der Hindenburgstraße wurden Behälter entfernt - so wie zuvor schon an anderen Stellen. Es gibt für Betroffene zwar eine Alternative, die allerdings auch ihre Tücken mit sich bringt.

Remscheid. Die Wege zum nächsten Altpapier-Container sind für die Anwohner der Hindenburgstraße und ihres Umfelds deutlich länger geworden. Dies bedauert RGA-Leserin für Ursula Schneider, die an der Lessingstraße lebt. „Der Behälter am Gertrud-Bäumer-Gymnasium ist leider verschwunden. Dabei stand er dort ewig und drei Tage“, erklärt die Remscheiderin, die darauf hinweist, „dass hier sehr viele ältere Menschen wohnen.“ Ursula Schneider ging der Angelegenheit auf den Grund. Ergebnis: „Die Schule wollte den Container nicht mehr auf ihrem Gelände haben, wie mir bei den Technischen Betrieben erklärt wurde. Es ist ja verständlich, dass hier Hausrecht ausgeübt werden darf. Aber: Warum wird dann kein Ersatzstandort in der Nähe geschaffen?“, fragt sie sich.

Eine Antwort gibt es vom Geschäftsführer der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) Michael Zirngiebl: „Wir würden mit den Containern Parkflächen blockieren. Außerdem müssen sie vom eigentlichen Verkehrsraum etwas entfernt platziert werden. Ansonsten würden wir bei der Leerung den gesamten Verkehr aufhalten.“ Dies könne in der Verkehrsader schnell für Probleme sorgen. Dabei hat der TBR-Chef durchaus Verständnis für die Nöte der Anwohner. „Wer einen geeigneten Standort vorschlagen will – gerne. Wir freuen uns über Anregungen.“

Dass überhaupt der Altpapier-Behälter verschwunden sei, hänge auch mit den allgemeinen Parknöten an der Hindenburgstraße zusammen. Die Schule möchte dort Lehrern die Möglichkeit einräumen, ihren Pkw abzustellen, erklärt Zirngiebl.

Zirngiebl: Deshalb werden die Container an manchen Stellen abgebaut

Für ihn ist der Straßenzug ein typisches Beispiel dafür, dass sich die unterschiedlichen Interessen im Verkehrsraum zuweilen nicht mehr unter einen Hut bringen lassen. „An der Intzestraße haben wir Altpapier-Behälter entfernt, weil sie eine Sichtbehinderung darstellen könnten – für den Fall, dass in ihrer Nähe Kinder plötzlich auf die Fahrbahn laufen. Und dann hieß es plötzlich: Warum habt ihr uns die Container weggenommen?“ Auch der flächendeckende Ausbau der Radfahrstreifen mache die Suche nach geeigneten Standorten nicht einfacher.

Grundsätzlich gebe es zu der Entsorgung in den Altpapier-Containern eine Alternative – die blaue Tonne, auf die prinzipiell jeder Haushalt zurückgreifen könne. „Dazu sollte natürlich Platz im oder am Wohnhaus vorhanden sein. Und auch der Vermieter muss einverstanden sein“, erläutert der TBR-Geschäftsführer. Die Behälter gibt es unter anderem in der 120- und 240-Liter-Variante. „Allerdings müssen sie für die Leerung an die Straße gestellt werden“, fügt Zirngiebl hinzu. Auch das könne insbesondere für ältere Menschen beschwerlich sein.

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