Aktion „Abflug in Ausbildung“

Hilfe für Jugendliche ohne Lehrstelle

Katarzyna Piskorek (l.) und Anja Topmöller (2. v.r.) von der Jugendberufsagentur berieten Schulabgängerinnen.
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Katarzyna Piskorek (l.) und Anja Topmöller (2. v.r.) von der Jugendberufsagentur berieten Schulabgängerinnen.

In Remscheid sind noch rund 180 freie Ausbildungsplätze zu vergeben, im Städtedreieck sind es sogar rund 1200.

Von Sabine Naber

Remscheid. Um einmal mehr für eine betriebliche Ausbildung als Start in das Berufsleben zu werben, hieß es gestern Vormittag am Stand des Bergischen Ausbildungskonsens vor dem Allee-Center „Abflug in Ausbildung“. Denn in Remscheid sind noch rund 180 freie Ausbildungsplätze zu vergeben, im Städtedreieck sind es sogar rund 1200. Bewerben kann man sich dafür noch bis zum 30. September.

„Wir stehen hier, um die Jugendlichen abzufangen, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Wer sich bei uns die Stellwand mit den Angeboten anguckt, den sprechen wir an und fragen, ob und wenn welche Berufswünsche der- oder diejenige hat“, erklärt Anja Topmöller von der Jugendberufsagentur.

Jugendliche mit unterschiedlichen Schulabschlüssen kämen mit Fragen. Weil sich auch Arbeitgeber an sie wenden würden, wüsste man oft schnell, was passen könnte. „Durch Corona sind ja viele Praktika ausgefallen, diese Erfahrungen fehlen den Schülerinnen und Schülern“, weiß Nadine Heuser vom Jobcenter. Deshalb wird es ab dem kommenden Donnerstag eine offene Sprechstunde von 14 bis 18 Uhr in der Jugendberufsagentur am Friedrich-Ebert-Platz für unentschlossene Jugendliche geben, um sie beim Schritt von der Schule ins Berufsleben zu begleiten.

„Es ist äußerst schwierig, junge Leute für die Ausbildung im Bauhandwerk zu begeistern. Obwohl die Chancen, im Handwerk etwas zu erreichen, ausgezeichnet sind und der Meisterbrief inzwischen mit dem Bachelor-Abschluss auf einer Stufe steht“, machte Thomas Pohl von der Düsseldorfer Handwerkskammer deutlich. „In Handwerksberufen steckt Technologie und Innovation, Nachfolger werden gesucht“, weiß auch Heike De Palo von der Remscheider Kreishandwerkerschaft.

„Gerade kam ein junger Mann mit Hauptschulabschluss zu uns, der Kfz-Mechatroniker werden will. Weil das ein gefragter Ausbildungsberuf ist, habe ich ihm vorgeschlagen, auch mal über die Berufe Karosseriebauer oder Fahrzeuglackierer nachzudenken“, schilderte Berater Christoph Lanken das Gespräch mit einem potenziellen Auszubildenden.

Vor Ort konnten sich Jugendliche auch die vielen freien Ausbildungsangebote, die an einer Wäscheleine hingen, mit nach Hause nehmen.

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