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Das letzte Rätselfoto zeigte die Einmündung Daniel-Schürmann-/Luisenstraße - Ältere Leser erinnern sich gerne an die „Kamin“-Bar.

Von Andreas Weber

Heute ist hier buchstäblich jede Menge Action. Als das Rätselfoto geschossen wurde, zeigte es eine heruntergekommene Ecke. Es handelt sich um die Einmündung Daniel-Schürmann-/Luisenstraße in der Innenstadt, unterhalb der Allee. Wolfgang Palenga denkt gerne an die Bar „Kamin“ in der Luisenstraße zurück. „Nach einem Discobesuch oder einem Tanzabend war der Abschluss immer im ‘Kamin’ mit netten Leuten und guten Gesprächen.“ In den 60er Jahren sei am Eingang eine Kamera zur Personenkontrolle installiert gewesen. „Man trug Anzug und Krawatte und die Mädels Kostümchen oder Cocktailkleid“, erinnert sich Wolfgang Palenga. Auch das Parken sei kein Problem gewesen.

1980 an der Ecke Luisen-/Daniel-Schürmann-Straße. Foto:

Das empfand Klaus Müller anders. „Wenn ich in den 60er und 70er Jahren als Lenneper zum Einkaufen nach Remscheid wollte, begann die Parkplatzsuche. „Von der Hindenburgstraße bis zur Daniel-Schürmann-Straße wurde alles abgefahren.“ Wenigstens in dieser Hinsicht hat sich die Situation verbessert, meint Müller. „Aber das ist auch den veränderten Geschäftsöffnungszeiten geschuldet. Damals konnten Werktätige nur am Samstag ihren Wocheneinkauf tätigen, was zu Staus in der Innenstadt und vor den Kassen der Geschäfte führte.“

Cornelia Schmidt merkt zu ihrer richtigen Lösung an: „Oberhalb des abgebildeten Areals, zugänglich von der Alleestraße, befand sich in den 70ern der Imbiss Lübcke und der Palast der Mode in Barackenhäusern.“ Schmidt identifizierte auch die hellbraune Hauswand vom Café Noll.

Heute füllt die einstige Brache der viel frequentierte „Action“-Supermarkt. Dieter Prill nennt als Orientierungshilfen die Fassade der Sparkasse im Hintergrund, einschließlich Reklame und Logo auf dem Dach, sowie die hervorlugende Spitze des Rathausturms. Die Gebäude gegenüber des heutigen Allee-Centers wurden abgerissen und durch Neubauten ersetzt, in denen sich auch die RGA-Redaktion befindet. Prill datiert das Bild um 1970 – erkennbar am geparkten Audi 60.

Roland Benscheid geht auf die Historie ein. In dieser Ecke seien im 2. Weltkrieg alle Häuser zerstört worden. Alte Häuser seien an ihren Rückfronten erkennbar. „Allerdings gibt es auch einen Neubau, in dem zeitweilig Foto Porst und die Disco ‘Golden Gate’ ansässig waren.“ Unterhalb dieses Geländes, Richtung Winkelstraße seien in den 50er Jahren zwei große Mietshäuser der Wohnungsgesellschaft Neues Heim errichtet worden, die in den 70ern abgerissen wurden. Heute ist an der Stelle das Parkhaus Daniel-Schürmann-Straße.

Bekannte Remscheider standen Pate für die Straßennamen

Dieter Prill geht in ein dunkles Kapitel der Geschichte zurück: „An der Ecke Allee-/Luisenstraße war in den 1930er Jahren das Lokal ‘Zum alten Ratskeller’ untergebracht, bekannt als Verkehrslokal der NSDAP. Von dort zogen am frühen Morgen des 10. November 1938 die SA-Horden durch die Alleestraße und verwüsteten jüdische Geschäfte.“ Der „Ratskeller wurde betrieben von Paula Lückemeier, bekannt als Tante Paula, weiß Heinz Jürgen Schmitz.

Heute prägt der Action-Markt diese Ecke.

Der RGA-Leser attestiert, dass beide gesuchte Straßen einen bedeutenden Namen tragen. Die Luisenstraße wurde nach Luise Anna Spennemann (1858 - 1924) benannt, die 1907 mit ihrem Mann Emil eine große Summe für das Krankenhaus stiftete. Nicht nur bei Schülern und Lehrern bekannt war Daniel Schürmann, 1785 in Lüttringhausen geboren.

Manfred Armbrust wurde noch in seiner Schulzeit mit dem Mathemeister konfrontiert. „Mit Adam Riese war er einer der führenden Rechenkünstler und der Herausgeber von ‘Schürmanns kleines Rechenbuch’“, meint Armbrust. Sein Mathelehrer am EMA habe immer den Spruch draufgehabt: „Nach Adam Riese und Schürmanns Rechenbuch.“

Richtige Einsendungen schickten auch Rolf Geese. Michael Müller, Heinz-Peter Riedemann, Helmut Schucht, Birgit Völpel, Brigitte Herbertz.

DAS NEUE RÄTSELFOTO

Heute suchen wir eine Firma, die einmal Weltruf besaß. Wenn Sie die Lösung wissen, schicken Sie sie uns bis Donnerstag, 20. August, per E-Mail oder Post, gerne verbunden mit persönlichen Anekdoten, an den Remscheider General-Anzeiger, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid.

redaktion@rga-online.de

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