Meine erste Platte

Henning Denkler liebt den Sound der Gitarre

Fasziniert von der Episode, in der Alf einige US-Popmusiker imitiert, kaufte er sich seine erste Single: „Stuck On Earth“, die Alf höchstpersönlich eingesungen hat. Henning Denkler hatte die Platte nicht mehr vorrätig und kaufte sie noch einmal extra für das RGA-Gespräch. Foto: Roland Keusch
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Fasziniert von der Episode, in der Alf einige US-Popmusiker imitiert, kaufte er sich seine erste Single: „Stuck On Earth“, die Alf höchstpersönlich eingesungen hat. Henning Denkler hatte die Platte nicht mehr vorrätig und kaufte sie noch einmal extra für das RGA-Gespräch.

Erst Alf und A-Ha, dann erwischten ihn die Dire Straits

Von Peter Klohs

Remscheid. Wenn man mit Henning Denkler über seine musikalische Welt plaudert, kann man schnell die Zeit vergessen, denn der Inhaber der Regenbogenapotheke im Kaufland kann kenntnisreich, humorvoll und empathisch über Musik und was sie an Menschen bewirken kann, erzählen.

„Als Kind“, beginnt er zu berichten, „hörte ich wie meine Eltern nur nebenher Musik aus dem Radio, die mir damals noch nichts sagte. Das änderte sich Anfang der 80er Jahre, als F. R. David seine Single ‚Words‘ veröffentlichte. Das war eine der ersten Melodien, die mich, wie man heute sagt, abgeholt hat. Da wurde mir klar, dass Musik auch Gefühle transportieren kann.“

Seine erste Platte war ebenfalls eine Vinyl-Single. Durch das Fernsehen hatte Denkler Alf kennengelernt, jenen Außerirdischen, der in der Garage der Familie Tanner notlandet. Fasziniert von der Episode, in der Alf einige US-Popmusiker imitiert, kaufte er sich seine erste Single: „Stuck On Earth“, die Alf höchstpersönlich eingesungen hat. Henning Denkler hatte die Platte nicht mehr vorrätig und kaufte sie noch einmal extra für unser Gespräch.

„Wenn ich drei Wünsche frei hätte, würde ich gerne Gitarre spielen wie Mark Knopfler, Schlagzeug wie Ginger Baker und Piano wie Jon Lord.“

Hennig Denkler, Apotheker

„Ich ging dann den musikalischen Weg, den alle meine Freunde gingen: Man hörte Elmar Hörig, SWF 3, die Chart-Show. In dieser Zeit wurde ich ein großer Fan der norwegischen Popgruppe A-Ha und deren Sänger Morten Harket. Das ging soweit, dass ich immer einen Schal wie Morten trug. ‚Take on me‘ ist auch heute noch ein Stück, das mich emotional packt.“

Denklers Mutter beeinflusste den musikalischen Weg des Filius unbeabsichtigt, als sie mit einer CD der Dire Straits nach Hause kam. „Und die haben mich dann richtig erwischt“, weiß der Apotheker zu berichten. „Seitdem habe ich ein großes Faible für aussagekräftiges Gitarrespiel. Mark Knopfler ist ein einzigartiger Gitarrist. Das führte dazu, dass ich 1990 anfing, selber das Spielen auf der Gitarre zu erlernen. Das erste Stück, das ich spielen konnte, war ‚Eve of destruction‘. Geht es auch anderen Menschen so, dass Musik Erinnerungen an Stimmungen transportieren kann?“ Fast seufzt Denkler.

Ein weiterer Verwandter sorgte für Erweiterung des musikalischen Horizonts: Ein Onkel schenkte dem 16-jährigen Henning eine Tüte voller Musikkassetten, die er alle selber aufgenommen hatte. „Eine Art ‚Best of the 60s‘, ein Füllhorn. Ich hörte Elvis, Otis Redding, die Beatles. Ein Flash jagte den nächsten. In dieser Zeit entdeckte ich die Musik der 60er und 70er Jahre. Creams Stück ‚Toad‘ mit diesem unglaublichen Drumsolo von Ginger Baker, den Blues ‚Double Trouble‘ von Eric Claptons Livealbum ‚Just one night‘, Deep Purple, Gary Moore, Led Zeppelin – alles Bands, in denen charismatische Gitarristen den Ton angaben. Wenn ich drei Wünsche frei hätte, würde ich gerne Gitarre spielen können wie Mark Knopfler, Schlagzeug wie Ginger Baker und Piano wie Jon Lord.“

Seine Freunde hörten in dieser Zeit noch immer die Charts rauf und runter, während Henning sich mit dem Inhalt der Texte seiner Lieblingsmusiker beschäftigte. Simon & Garfunkels Lied „April come she will“ spielte dabei eine wichtige Rolle, desgleichen so manche Texte von Reinhard Mey. Die Hinwendung zu dessen Musik gipfelte in einer Liveperformance von Denkler auf seiner eigenen Hochzeit. „Musik muss etwas transportieren“, fasst er zusammen. „Nicht nur für mich, für die ganze Welt.“

Obwohl er Respekt vor den Freestylern im Rap hat, mag er die Musik nicht so gerne, desgleichen finden Schlager keine Gnade vor seinen Ohren, Jazz und Klassik moderat dosiert. „Aber ansonsten alles zwischen Black Sabbath und Chris de Burgh.“

Und zum Schluss noch der Geheimtipp: „Der Gitarrist Buckethead, die Notting Hillbillies und Keren Ann.“ Ein weites Feld.

Henning Denkler – Zur Person

Der Inhaber der Regenbogen-Apotheke ist ein leidenschaftlicher Wanderer und Erkunder seiner Heimatstadt. Er möchte mittelfristig alle Straßen erwandert haben. Seine Eindrücke hält er in Fotos fest. Außerdem ist er pharmazeutischer Leiter des Impfzentrums. Der Sound von Gitarren und die musikalischen Aussagen der Gitarristen haben Denkler musikalisch geprägt. So liebt er die Musik von Mark Knopfler besonders.

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