Konzerte

Heimbewohner schunkeln zur Musik

Dirk Trümmelmeyer spielt immer noch regelmäßig in Remscheids Heimen Konzerte an der frischen Luft.
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Dirk Trümmelmeyer spielt immer noch regelmäßig in Remscheids Heimen Konzerte an der frischen Luft.

Über 280 Konzerte spielte Dirk Trümmelmeyer in Altenheimen seit Beginn der Pandemie.

Von Michelle Jünger

Remscheid. Mehr als 280 Auftritte hat Saxofonist Dirk Trümmelmeyer seit Ostern 2020 für Seniorinnen und Senioren in Altenheimen gespielt. Die Freiluft-Konzerte fanden während der Pandemie großen Anklang und sind auch immer noch sehr gefragt.

In Remscheid, aber auch vielen Städten in Umland, spielt er nach wie vor regelmäßig und nimmt die Bewohnerinnen und Bewohner der Heime mit auf eine musikalische Weltreise. Die einstündigen Konzerte finden nach wie vor an der frischen Luft statt. Je nach Ort steht er manchmal mitten in einem Kreis aus Blumen oder auf der Terrasse.

„Für die Häuser bedeuten die Konzerte viel Arbeit“, sagt Trümmelmeyer. Die Stuhlreihen müssten vorbereitet und durchdacht sein, um Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zwischen verschiedenen Gruppen einzuhalten. Denn die Pandemieregeln sind in Altenheimen weiter sehr streng. Zudem hänge es auch vom Wetter ab, wie das Publikum drauf sei. Wärme und Kälte hätten dabei einen großen Einfluss.

Doch der Aufwand sei es ihnen wert. Manchmal erzählten die Zuschauerinnen und Zuschauer noch tagelang davon. „Manche machen sich sogar richtig schön dafür“, fügt Trümmelmeyer hinzu. Sie besorgten sich dann Getränke für das Konzert. Bei Häusern, wo er schon öfter gewesen sei, freuten sich die Seniorinnen und Senioren vorab schon sehr auf den Besuch des Musikers.

Bei den Konzerten gibt es Weltmusik, keine Schlagerparty

Bei seinen Konzerten legt er wert darauf, eine Geschichte aufzubauen, Anekdoten zu Liedern und den Bands zu erzählen und vor allem die älteren Herrschaften mit Weltmusik aus ihrer Jugend aus dem jetzigen Alltag herauszuholen. „Bei 'Que Sera' fallen sie schon fast mit dem Rollstuhl um beim Schunkeln“, sagt er.

Doris Day, The Mamas and the Papas, die Beatles dürfen natürlich auch nicht fehlen. Hits wie „Aber bitte mit Sahne“ von Udo Jürgens würden die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitsingen einladen.

Seit seinem ersten Auftritt hat der Saxofonist viel gelernt. Wenn ein Mitmachsong dran war, spiele er meist wieder etwas Ruhigeres, damit die Aufregung nicht zu viel würde. „Wichtig war mir, dass es nicht nur Schlager sind“, fügt er außerdem hinzu.

Neben der Intensität der Lieder musste er sich auch lautstärkentechnisch anpassen. Am Anfang habe er ewig weit vom Publikum entfernt gestanden, der Lautsprecher, den er dabei hatte, habe nicht ausgereicht. Mittlerweile sei er näher, soweit es die Abstandsregeln erlaubten.

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