Hasten

Heimatverein ist endgültig in der „Filiale“ angekommen

Ein Höhepunkt der Arbeit von „Hasten für Hasten“: die Wiedereröffnung des Bolzplatzes Richardstraße am 28. Mai. Foto: Roland Keusch
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Ein Höhepunkt der Arbeit von „Hasten für Hasten“: die Wiedereröffnung des Bolzplatzes Richardstraße im Mai.
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„Hasten für Hasten“ pflegt rege Vereinsarbeit. Zahl der Aktivitäten nimmt zu. 2018 wurden 40 000 Euro an Spenden ausgeschüttet.

Von Andreas Weber

Vorsitzender W. Jürgen Ackermann fasste es in einem Satz zusammen: „Wir sind auf dem Hasten angekommen.“ Dass die 5. Hauptversammlung des Vereins „Hasten für Hasten“ Montagabend in den Räumen der Freiwilligen Feuerwehr Hasten zwei Stunden dauerte, zeigte, dass die Vereinsarbeit mittlerweile tief mit der „Filiale“ verwurzelt ist. Allein der umfangreiche Rück- und Ausblick, den die 2. Vorsitzende Andrea Jakob-Pannier gab, dauerte über eine halbe Stunde.

„Wir haben zu vielen wichtigen Menschen in der Stadt Kontakte aufgebaut“, freute sich Ackermann und nannte als prominentes Beispiel: „Selbst der OB kommt, wenn wir ihn zum Fußball rufen“, und fügte vergnügt hinzu: „Auch wenn er ein Trikot von Arminia Bielefeld trug.“ Für den Heimatverein ist die Bolzplatz-Wiedereröffnung an der Richardstraße im Mai ein Höhepunkt 2019.

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Mit 500 Euro brachte sich der Verein bei der Instandsetzung ein, insgesamt 3500 Euro trug die von „Hasten für Hasten“ begleitete Sammelaktion im Ortsteil ein, die dazu führte, dass die Richardstraße in der städtischen Sanierungsliste von Bolzplätzen priorisiert wurde. 4000 Euro, so verkündete Schatzmeister Marcel Büddiker, wurden vergangenes Jahr vom Verein ausgeschüttet. Meist sind es kleinere Beträge, die an die Grundschule Hasten, Villa Kunterbunt oder die Kinderfeuerwehr gehen.

Wildschütz Aue bietet Netzwerk Hasten Festzelt für eine Feier an

19 von 54 Mitgliedern verfolgten die Versammlung. Der Verein streckt am Hasten seine Fühler immer weiter aus. Das „Netzwerk Hasten“, vom Verein und Beatrice Schlieper initiiert, ist ein Beleg. Das erste Treffen fand am 7. November 2018 statt, mittlerweile sind 13 Vereine und Institutionen angeschlossen. Welche Möglichkeiten daraus erwachsen, beweist der Schützenverein Wildschütz Aue. Dessen Vorsitzender Oliver Rösler machte einen Vorschlag, der gerne akzeptiert wurde: Das 67. Schützenfest, das Ende April 2020 stattfinden wird, wird um einen Tag vorverlegt, es findet von Donnerstag bis Samstag statt. Am folgenden Sonntag aber kann das Festzelt noch genutzt und soll vom „Netzwerk Hasten“ für eine gesellige Feier okkupiert werden dürfen.

Beim Ausblick auf die kommenden zwölf Monate sprach Andrea Jakob-Pannier die Teilnahme am Tag des Denkmals im Steffenshammer (8. September) an, die erstmalige Whisky-Führung mit Stadtführer Lars Johann und Whisky-Experte Mike Müller (28. September) sowie die Umsetzung der Reihe mit den historischen Tafeln, über den Büchel hinaus in der Hofschaft Platz. Ernst-Günter Söhnchen und Barbara Rodler kündigten an, dass die sechs Tafeln bis Ende 2019 buchstäblich ihren Platz in dem industriell besonders geschichtsträchtigen Ort finden werden. Danach, so Vereinsmitglied Söhnchen, soll der Rundgang 2020 um weitere Tafeln an Wohnhäusern in Platz erweitert werden.

„Hasten für Hasten“ wird am Weihnachtsbasar der IG Hasten teilnehmen, eine dritte „Ideenschmiede“ organisieren und die Netzwerk-Treffen fortsetzen. Auch das 5. Kinderfest auf dem Spielplatz Bremen an der Werkzeugtrasse ist für den Mai 2020 in Planung.

Zur Werkzeugtrasse drückte Ackermann sein Unverständnis aus, dass die Umgestaltung stocke. „Das Thema mäandert vor sich hin“, ärgerte sich der Vorsitzende und dachte dabei vor allem an die Aufwertung des unauffälligen Eingangsbereichs gegenüber vom Lindenberg-Platz.

HASTEN FÜR HASTEN

INTERNET Der Verein ist über die Homepage „www.hasten-für-hasten-ev.de“ erreichbar. Der Vorstand besteht aus W. Jürgen Ackermann (Vorsitz), Andrea Jakob-Pannier (2. Vorsitzende), Marcel Büddicker (Schatzmeister) sowie Brigitte Dehnke (Schriftführerin).

Ackermann berichtete über die neue Initiative, die sich in Holz gegründet hat, und darauf zielt, dass ein Teil des weitestgehend ungenutzten Fußballplatzes als Spielplatz abgetrennt wird. Eine Erhebung, so Ortspolitiker Bernd Quinting, hat nämlich ergeben, dass es in der Nachbarschaft 35 Kinder unter 6 Jahren und 38 Kinder über 6 Jahren gibt.

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