Aktion

Heimatverein bleibt aktiv mit Weckmännern und Info-Tafeln

Weckmänner für Flüchtlinge: (vorne v.l.) Melek, Mohammed, Burak, Bareq; (hinten v.l.) Elfi Radziwill, Brigitte Dehnke, Holger Wiebke. Foto: Roland Keusch
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Weckmänner für Flüchtlinge: (vorne v.l.) Melek, Mohammed, Burak, Bareq; (hinten v.l.) Elfi Radziwill, Brigitte Dehnke, Holger Wiebke.

„Hasten für Hasten“ verteilte Weckmänner und engagiert sich in Platz.

Von Andreas Weber

Die Idee stammt von Schriftführerin Brigitte Dehnke: Wenn die Martinsumzüge coronabedingt ausfallen müssen, warum verteilen für nicht Weckmänner im Ortsteil? Der Vorstand von „Hasten für Hasten“ ließ sich überzeugen. Die benötigten knapp 1000 Euro gab die Vereinskasse her. So wurden am Mittwoch 550 Weckmänner im Auftrag des Heimatvereins verteilt. Die drei Kitas, die Grundschule und die beiden Altenheime wurden mit einer größeren Ladung Stutenkerle bedacht.

Im Auftrag wurde dort die kleine Freude angeliefert, am Flüchtlingsheim Oberhölterfelder Straße 54 schauten Vorsitzender W. Jürgen Ackermann und Brigitte Dehnke nachmittags persönlich vorbei, um ihre herzhaften Geschenke, hergestellt in der Bäckerei Schüth an der Freiheitstraße, an Betreuerin Elfi Radziwill und ein paar Kinder zu übergeben, die vor der Haustür auf die Gäste warteten.

„Hasten für Hasten“ setzte damit auf eine ungewohnte Weise eine Gepflogenheit fort. „Bislang haben wir jeden Martinszug in Hasten mit 100 Euro unterstützt“, meint Ackermann. Auch wenn viele Aktivitäten der Hastener durch die Pandemie ruhen müssen, so war der Verein nicht untätig. Denn das Projekt „Platz 2“ tritt in seine entscheidende Phase.

Im Dezember 2019 war Teil 1 des historischen Rundwegs durch die Ortschaft am Morsbach mit einer Vereinsspritze ermöglicht worden. Zehn Tafeln weisen seither nach den umfangreichen Recherchen von Heimatforscherin Barbara Rodler auf die geschichtsträchtige Vergangenheit von Platz hin. Anhand alte Urkunden hatte die 78-Jährige nachgewiesen, dass in Platz 1554 eine Eisenschmelzhütte und ein Eisenhammer standen.

Den 61 Mitgliedern gehen die Jahresberichte per Brief zu

„Es gibt aber so viele interessante Häuser in Platz, dass wir uns entschieden haben, nachzulegen“, erklärt W. Jürgen Ackermann. Acht weitere Tafeln sind in Druck, am 16. November wird es eine Ortsbegehung mit zwei Mitarbeiterinnen der Unteren Denkmalbehörde geben, um zu sehen, wo sie aufgestellt oder angebracht werden können. Sechs sollen an oder neben Häusern ihren Platz finden, zwei weitere werden Übersichtskarten sein.

Wie beim ersten Mal wird „Hasten für Hasten“ für die Fortsetzung finanzielle Hilfe erhalten. Die NRW-Stiftung stellt 1300 Euro bereit, weitere 400 Euro kommen von der Bürgerstiftung. Rund 2500 Euro kostet die Geschichtsaufbereitung insgesamt. Sofern es keine weitere Spende gibt, wird aus Vereinsmitteln aufgerundet.

Die offizielle Eröffnung des Rundgangs am 21. März 2020 auf dem Gelände des Handwerkbetriebs Zache, zu der sich über 70 Gäste angemeldet hatten, musste aufgrund von Corona abgesagt werden. Die Organisatoren hoffen, diese in 2021 nachholen zu können. Geplant ist auch ein Flyer mit den historischen Sehenswürdigkeiten in Platz, der Spaziergängern die Ortschaft näherbringen soll.

Zur Hauptversammlung von „Hasten für Hasten“ wird dieses Jahr nicht eingeladen. Die Berichte des Vorstandes werden den 61 Mitgliedern wahrscheinlich Ende November per Brief zu gehen. Wahlen stehen 2020 nicht an.

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