Hasenberger Gespräche

Heilsarmee kämpft gegen soziale Not

Von Peter Klohs

Remscheid. Im Saal des evangelischen Gemeindehauses an der Hardtstraße begrüßte Pfarrer i.R. Hans Jürgen Roth 35 Gäste, die sich für die Geschichte und die Arbeit der Heilsarmee interessierten, am Montagabend zu den Hasenberger Gesprächen.

Manfred Simon, Mitglied der Freikirche mit sozialem Auftrag und Major Oliver Walz berichteten über die Heilsarmee. Simon wusste über die Anfänge der Organisation zu erzählen, die im Jahr 1865 durch den britischen Methodisten William Booth gegründet wurde, schnell Anklang in der Bevölkerung fand und sich bereits 1878 auch außerhalb Großbritanniens ausbreitete. Die beginnende Industrialisierung hatte im Vereinigten Königreich zu einer radikalen Verschlechterung der Lebensumstände geführt, und Booth und seine Mitstreiter waren angetreten, das zu bekämpfen.

Militärische Strukturen waren damals hoch angesehen, was mit dazu führte, dass sich die Heilsarmee bis heute militaristischer Namen bedient.

Major Oliver Walz, in Solingen als Offizier der Heilsarmee tätig, berichtete, immer wieder interessierte Zwischenfragen aus dem Publikum beantwortend, von den Anfängen der Heilsarmee in Deutschland (1886), von den weltweit rund 1,8 Millionen Mitgliedern in über 14 500 Gemeinden und dem starken Anstieg der Mitglieder in Afrika und Asien.

Er selbst ist in eine Heilsarmeefamilie hineingeboren worden. „Ich habe schnell gemerkt, dass dies die Art war, wie ich Christ sein wollte“, sagt er. Die Heilsarmee sei eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, die sich der evangelischen Kirche nahe fühle. Die Organisation finanziert ihren Kampf gegen soziale Missstände aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen (Das Zehntel) und staatlichen Fördergeldern. Die Mitglieder der Heilsarmee verpflichten sich, abstinent zu leben, um auf alles zu verzichten, was abhängig machen könnte. „Wir helfen in jeder Not ohne Ansehen der Person“, schloss Oliver Walz.

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