Sanierung schreitet voran

Haus Cleff: Innenausbau soll bis Ende 2023 fertig sein

Auf der Rückseite wird ein Aufzug eingebaut.
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Auf der Rückseite wird ein Aufzug eingebaut.
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Die allgemeinen Lieferschwierigkeiten treffen auch das Haus Cleff: Der Einbau des Aufzugs an der Rückseite des Denkmals ist ins Stocken geraten.

Von Melissa Wienzek

Remscheid. Der Aufzug-Bau ist ein Schritt zu einem zukunftsfähigen städtischen Haus, das derzeit aufwendig saniert wird. Wie die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung jetzt erfuhren, sieht die weitere Planung laut dem Architekten Bernhard Bramlage wie folgt aus: Die Außenhülle ist bereits fertig. Für den Aufzug ist der rechte Vorbau bereits entfernt, um dort den Aufzugsanbau umzusetzen. Ein Zugang zum Gebäude wird demzufolge durch den mit einer behindertengerechten Rampe versehenen rechten Hintereingang erfolgen. Die Submission für die Gewerke Zimmermann und Dachdecker soll diese Woche erfolgen, mit der Fertigstellung des Rohbaus ist bis Weihnachten 2022 zu rechnen. Aufgrund des Ukraine-Kriegs wird es auch bei Haus Cleff zu Preissteigerungen kommen. In Kürze wollen Architekt und Stadt dazu genaue Zahlen vorlegen.

Die Geschossdecken des bergischen Rokoko-Hauses wurden noch einmal einer umfassenden statischen Untersuchung unterzogen, da für den Museumsbetrieb höhere Anforderungen zu stellen sind als für ein Wohngebäude. Ergebnis: Alle Balkenköpfe für die museale Nutzung müssen statisch ertüchtigt werden. Geplant ist die Fertigstellung des musealen Innenausbaus bis Ende 2023.

Danach soll der Ausstellungsausbau erfolgen. Bramlage rechnet mit einem Zeitfenster von einem weiteren Dreivierteljahr. Der Innenausbau erfolgt parallel dazu in gemeinsamer Abstimmung zwischen dem Architektenbüro und der Firma Szenario. Den Bau begleitet eine Kommission, die sich auch aus vielen Mitglieder des Kulturausschusses zusammensetzt.

Haus Cleff ist nur ein Mosaikstein im Gesamtwerk Historisches Zentrum, das neu aufgestellt werden soll. Das Ensemble aus historischem Patriziergebäude, Werkzeugmuseum, Außenbereichen, Garten, Café und Außengastronomie soll nach der Fertigstellung ein touristischer Anziehungspunkt werden. Das Vorhaben dieser Gesamtkonzeption gleiche laut Kulturdezernent und Stadtdirektor Sven Wiertz (SPD) einem Marathonlauf: Rund 10 bis 15 Jahre wird es dauern, bis der Masterplan umgesetzt ist. Ähnlich wie beim Deutschen Röntgen-Museum will man dabei etappenweise vorgehen.

Passend zum Thema: Das wünscht sich der Förderverein für Haus Cleff

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