Historisches Foto

Wo herrschte so viel Treiben?

Vor über 50 Jahren gab es an dieser Stelle viel Leben. Das Bild von Günter Frische erinnert an längst vergangene Zeiten. Den Platz gibt es noch, doch ein solches Treiben ist nicht mehr denkbar. Senden Sie ihre Lösung, gerne auch verbunden mit Ihren Erinnerungen, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder E-Mail: redaktion@rga.de
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Vor über 50 Jahren gab es an dieser Stelle viel Leben. Das Bild von Günter Frische erinnert an längst vergangene Zeiten. Den Platz gibt es noch, doch ein solches Treiben ist nicht mehr denkbar. Senden Sie ihre Lösung, gerne auch verbunden mit Ihren Erinnerungen, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder E-Mail: redaktion@rga.de
  • Andreas Weber
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Zu dem neuen Foto gibt es sicherlich viele Erinnerungen. So wie zu dem vergangenen Rätselfoto. Die Schulen wurden richtig erkannt.

Vor über 50 Jahren gab es an dieser Stelle viel Leben. Das Bild von Günter Frische erinnert an längst vergangene Zeiten. Den Platz gibt es noch, doch ein solches Treiben ist nicht mehr denkbar. Senden Sie ihre Lösung, gerne auch verbunden mit Ihren Erinnerungen, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder E-Mail: redaktion@rga.de

Das alte Rätselfoto

Von Andreas Weber

Remscheid. Proteste von Eltern, Schülern und Lehrern gegen den vom Stadtrat beschlossenen Umzug von der Brüderstraße blieben 1990 erfolglos. Am 1. August begann vor 32 Jahren das Schuljahr für die Daniel-Schürmann-Schule und die Katholische Grundschule Julius Spriestersbach in dem Schulgebäude an der Palmstraße. Dieses suchten wir auf unserem Rätselfoto vergangenen Samstag. Die Hauptschule Wilhelm Harffen, die sich davor darin befunden hatte, wurde aufgelöst und mit der Wilhelmstraße zusammengelegt. In der Brüderstraße ist heute die Albert-Einstein-Gesamtschule beheimatet.

Roland Benscheid hatte die richtige Lösung parat: „Die Daniel-Schürmann-Grundschule in der Palmstraße 6 wurde nach dem 1752 in Lüttringhausen geborenen Pädagogen Daniel Schürmann benannt. Als Lehrer und Direktor der damaligen Schule am Hohenhagen prangerte er die schlechte Situation der Schulen und Lehrer an. Er bezeichnete die Räume als dunkle Katakomben und gründete daher eine deutschlandweite Schullehrer-Gesellschaft. Seine Rechenbücher erschienen in mehreren Auflagen.“ Wie bei Adam Riese verbreitete sich beim Rechnen die Redewendung „nach Schürmanns Rechenbuch“.

1957 bezog die Wilhelm-Harffen-Schule den Neubau in der Palmstraße. 1990 wurde sie mit der Hauptschule Wilhelmstraße zusammengelegt.

Heinz-Jürgen Schmitz fügt hinzu: „1820 wurde Schürmann nach über 50 Jahren im Dienst am Krönungsfest des Königs mit einem Verdienstorden ausgezeichnet. Die alte Daniel-Schürmann-Schule in der Neugasse fiel dem Bombenangriff 1943 zum Opfer und wurde auf dem ehemaligen Theaterplatz an der Brüderstraße wieder neu gebaut.“

Während die Informationen zu Daniel Schürmann zahlreich sind, wird es mit Wilhelm Harffen schwieriger. Im Stadtarchiv fanden Viola Meike und Sarah Baldy Folgendes heraus: Der Neubau der im Krieg zerstörten Palmschule wurde Ende April 1957 eingeweiht. Anlässlich der Einweihung äußerte Dechant Reuter den Wunsch, die Schule nach dem ersten katholischen Lehrer in Remscheid, Wilhelm Harffen, zu benennen. Harffen sei eine Persönlichkeit von tiefer Frömmigkeit, Opferbereitschaft und innerer Wachsamkeit gewesen, der unbeirrt und mutig seinen Weg gegangen sei. In vierzigjähriger selbstloser Arbeit habe er an der ersten katholischen Volksschule Remscheids gewirkt.

Wilhelm Harffen wurde am 20. November 1825 in Eckamp bei Ratingen geboren. Er heiratete in erster Ehe Anna Maria Zilles, die jedoch früh verstarb: Harffen wurde mit knapp dreißig Jahren Witwer. Zwei Jahre später, am 5. Mai 1858, heiratete er in Remscheid die neun Jahre jüngere Emma Kleinjung. Das Paar hatte mehrere Kinder.

Am 1. August 1990 zog die Daniel-Schürmann-Schule von der Brüderstraße in die unweit entfernte Palmstraße 6.

In dem Gebäudekomplex Palmstraße 6, der mittlerweile längst auch aus allen Nähten platzt, befindet sich ein in Remscheid einzigartiges Konstrukt: Dort sind zwei Schulen untergebracht. In der städtischen Daniel-Schürmann-Schule lernen 220 Kinder in acht Klassen. Schulleiterin ist Dorothea Danecki, Nadine Jungmann ihre Stellvertreterin. Die „Schürmänner“ sind im Erdgeschoss, in der Etage über ihnen wird der Teilstandort Julius-Spriestersbach der 2011 ins Leben gerufenen katholischen Verbundschule Menninghausen/Julius-Spriestersbach unterrichtet. Die Julius-Spriestersbach ist einzügig, hat 112 Kinder (228 gesellen sich am Hauptstandort Menninghausen hinzu). Kommissarisch wird der Teilstandort von Jeannine Müller geleitet.

Für die Antwort musste Martin Ohst einige Hebel in Bewegung setzen, schreibt er: „Als ‚Neu-Remscheider‘, seit 24 Jahren hier ansässig, fiel mir die Lösung nicht in den Schoß. Aber bei der Recherche habe ich einiges gelernt, und dafür danke ich dem RGA.“

Die richtige Antwort teilten auch Helmut Schucht und Silke Karstens mit.

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