Hans Ruhbaum wollte junge Leute fördern

Die Bergische Stiftung für Berufsausbildung der Eheleute Hans und Katharina Ruhbaum hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen beruflich zu fördern. Verwaltet wird das Stiftungsvermögen von Norbert Niebch, Marcus Surrey und Lars Johann. Foto: Michael Schütz
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Die Bergische Stiftung für Berufsausbildung der Eheleute Hans und Katharina Ruhbaum hat sich zum Ziel gesetzt, junge Menschen beruflich zu fördern. Verwaltet wird das Stiftungsvermögen von Norbert Niebch, Marcus Surrey und Lars Johann. Foto: Michael Schütz

Die Bergische Stiftung für Berufsausbildung gibt es seit 2009 – sie ist auf 30 Jahre festgelegt

Von Sabine Naber

Der Remscheider Stiftungsgründer Hans Ruhbaum hatte testamentarisch verfügt, dass seine Bergische Stiftung für Berufsausbildung nach seinem Tod im Jahre 2007 eingerichtet werden soll. Weil ihm und seiner Frau Katharina vor allem die Bildung und die berufliche Förderung junger Menschen wichtig waren, ist die gemeinnützige Stiftung auf diesen Zweck ausgerichtet.

„Hans Ruhbaum war ein Kollege von uns, und wir ticken eigentlich auch genauso wie er. Deshalb liegt das Stiftungsmanagement, das sich um alles Rechtliche kümmert, auch hier bei uns in der Commerzbank“, machen Norbert Niebch, Filialleiter der hiesigen Commerzbank, und Abteilungsdirektor Marcus Surrey deutlich. Zum Stiftungsvorstand zählt der Rechtsanwalt Lars Johann, der als beruflichen Schwerpunkt Sozialrecht gewählt hatte.

Der Stiftungszweck ist der Ausbildung verpflichtet. „Wir fördern beispielsweise einzelne Projekte in Berufen, die keine so große Lobby haben“, erklärt Niebch und nennt ein Beispiel: „Die Auszubildenden im Goldschmiedehandwerk müssen nach Essen fahren, wenn sie zur Berufsschule gehen. Da würden wir im Bedarfsfall das Bus- oder Bahnticket übernehmen.“ Vorstellen kann er sich auch, dass die Stiftung junge Gesellen und Gesellinnen unterstützt, die anstreben, ihren Meister zu machen.

Auch sei die Fortbildungsbereitschaft junger Mitarbeiter durch die Vergabe von Förderpreisen unterstützungswürdig. Die Stiftung könnte auch Jahrgangsbesten-Preise vergeben. Auch Schulen hat die Bergische Stiftung schon unterstützt. „Im vergangenen Jahr haben wir dem Käthe-Kollwitz-Berufskolleg beispielsweise 20 000 Euro zukommen lassen, als dort eine „iPad-Klasse“ eingerichtet wurde. Mit dem Geld konnten ein kompletter Klassensatz und ein Schrank zum Lagern angeschafft werden. „Wir haben den Bedarf gesehen und das Engagement der Schüler, Schülerinnen und Lehrer erlebt, durch das dieses Modellprojekt dann Wirklichkeit wurde“, betont Niebch. Auch 20 Gitarren für ein Musikprojekt der Schule bezahlte die Stiftung 2019.

„Es ist für uns gar nicht so leicht, geeignete Projekte oder förderungswürdige junge Leute zu finden. Und dabei gibt es doch sicherlich jede Menge Möglichkeiten für uns zu fördern“, ist Lars Johann überzeugt. Der Stiftungsvorstand wünscht sich deshalb, dass zukünftig mehr Anfragen gestellt werden und sich Einzelpersonen oder Schulen melden.

„Wir können also rund 10 000 Euro pro Jahr vergeben.“

Die Stiftungsvorsitzenden

Finanzielle Beihilfen zum Lebensunterhalt oder Sachspenden für Auszubildende und besondere Ausbildungsmaßnahmen für Ausbilder und Erzieher erfüllen den Stiftungszweck. Der würde es auch zulassen, dass Azubis in Handwerksbetrieben gefördert werden. „Wir haben schon mit der Kreishandwerkerschaft gesprochen und können uns vorstellen, dass wir dort helfen können“, sagt Niebch.

Die Bergische Stiftung für Berufsausbildung ist eine sogenannte Verbrauchsstiftung. „Ende 2018, als wir zum Vorstand bestellt wurden, betrug das Stiftungskapital noch 195 000 Euro. Hans Ruhbaum hat in seinem Testament festgelegt, dass dieses Kapital nach 30 Jahren aufgebraucht sein soll. Wir können also rund 10 000 Euro pro Jahr vergeben“, erklären die Vorsitzenden. Und betonen, dass es ihnen in ihrem Ehrenamt vor allem Freude macht, den Wünschen ihres ehemaligen Kollegen Rechnung zu tragen. „Die Idee, Bildung und Ausbildung zu fördern, liegt uns dreien auch privat sehr am Herzen“, ist man sich einig.

An die Bergische Stiftung für Berufsausbildung mit Sitz in Remscheid, können sich Einzelpersonen oder auch Schulen wenden. Die Stiftungszwecke sind im Bergischen Kreis zu verwirklichen und beschränken sich auf all das, was mit klassischer Berufsausbildung zu tun hat.

Kontaktaufnahme ist per Post mögliche: Ruhbaum-Stiftung, c/o Commerzbank AG, Norbert Niebch, Konrad-Adenauer-Straße 1 in 42853 Remscheid.

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