Aktion

Hans Georg Müller sammelt für die Notbremse

Bilderrahmen und Kunst: Damit soll Geld für die Notbremse zusammenkommen. Foto: Hans Georg Müller
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Bilderrahmen und Kunst: Damit soll Geld für die Notbremse zusammenkommen.

Fotograf verkauft am Samstag an der Alleestraße Bilderrahmen für den guten Zweck.

Von Timo Lemmer

Remscheid. Es liegt einige Jahre zurück, dass Foto Müller auf der Allee geschlossen hat. 2016 folgte eine Apotheke, inzwischen herrscht Leerstand in der Alleestraße 112. In „Müllers Garage“, wie Hans Georg Müller sagt, liegen seitdem 200 originalverpackte Bilderrahmen in verschiedenen Größen. Die meisten haben kleine, einige große Formate. Auf rund 2000 Euro Warenwert beziffert Müller die Überbleibsel.

Diese will er einem guten Zweck zuführen: Deshalb gibt es an zwei Samstagen, am 26. Februar sowie 5. März, von 10 bis 14 Uhr vor Ort die Möglichkeit, Bilderrahmen gegen Spenden zu erstehen. Für einen ansprechenden Rahmen sorgt ein Künstler, der „im Hintergrund“ ausstellt.

„Es wird Familien in Notsituationen geholfen. Das Projekt hat sich bewährt.“

Karl-Richard Ponsar

„Die Aktion soll Kindern aus finanzschwachen Familien zugutekommen“, hat sich Müller überlegt. So möchte er das Projekt Notbremse, das Hilfe für Kinder in Not in Remscheid und Wermelskirchen als Ziel ausgibt, unterstützen. Die Initiatoren von Notbremse sind Caritas, Diakonisches Werk, Kinderschutzbund und die Schlawiner. Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des Kinderschutzbundes, ist von der Idee begeistert. Er wird am Samstag gegen 12 Uhr vor Ort sein und die Spendenwilligen über das Projekt aufklären, teilte er dem RGA mit. Ponsar sagt über die von mehreren Akteuren getragene Aktion: „Es wird Familien in Notsituationen geholfen. Das Projekt hat sich bewährt.“ Beispiele, bei denen explizit die Kinder dieser Familien von Hilfsmitteln profitieren, sind unter anderem Kostenübernahmen für Klassenfahrten oder die Anschaffung von winterfester Kleidung. Daher sei es gut, dass der Notbremse-Topf noch einmal aufgefüllt werde: Denn unplanbare Hilfestellungen gebe es regelmäßig daraus.

Apropos Leerstand: Das stimmt so natürlich nicht, sondern gilt nur für den gewerblichen Zweck. Denn weil Müller nicht wollte, dass das Ladenlokal ungenutzt blieb, vermittelte er es an Künstler. Aktuell nutze Thomas Hoffmann die Fläche zum Arbeiten und Ausstellen: Müller schwärmt von dessen „großformatiger Malerei“ ebenso wie von „kleinen, wunderbaren Miniaturen“.

Auch, wenn Müller nicht glaubt, dass er die 2000 Euro Warenwert erzielt, die seine Bilderrahmen wert sind, hofft er, „dass für die Kinder eine nette Summe zusammenkommt“.

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