Aktion

Handykameras erfassen 1300 Tier- und Pflanzenarten

Alina Müller von der Natur-Schule Grund zeigt, wie es geht: Einfach die Pflanze fotografieren und das Bild hochladen.
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Alina Müller von der Natur-Schule Grund zeigt, wie es geht: Einfach die Pflanze fotografieren und das Bild hochladen.

Jeder kann bei der Aktion „Bioblitz“ mitmachen.

Von Sabine Naber

Als Anfang des vergangenen Jahres das Museum für Naturkunde in Münster dazu aufrief, bei der deutschlandweiten Aktion „Bioblitz“ mitzumachen, da fühlten sich im Laufe des Jahres fast 100 Remscheiderinnen und Remscheider angesprochen. Gemeinsam zählten sie knapp 1300 Tier-, Pflanzen- und Pilzarten. Und auch in diesem Jahr soll es weitergehen – denn die bergische Artenvielfalt ist noch lange nicht erfasst.

„Gestartet sind wir im Januar mit vier Beobachtenden, die in wenigen Tagen über 100 Arten im Bereich Tiere, Pflanzen und Pilze erfasst haben“, berichtet Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund.

Gottesanbeterin ist nun auch im Bergischen heimisch

Durch die Folgen der Klimaveränderung haben einige Tiere, beispielsweise Gottesanbeterinnen, die es früher nur am Kaiserstuhl gab, ihr Areal erweitert. „Bei den Heuschrecken sind rund 20 Arten, das sind zwei Drittel, die es in Remscheid geben sollte, nachgewiesen worden“, haben Liesendahl und Praktikantin Alina Müller herausgefunden. 378 Pflanzenarten wurden gemeldet. Das ist ungefähr die Hälfte, die es hier geben sollte. „Das Klima ist schuld daran, dass neue Arten kommen und andere die Grätsche machen“, fasst der Biologe zusammen.

Grundsätzlich sollen bei der Aktion „Bioblitz“ so viele wildlebende Arten wie möglich nachgewiesen werden sollen. Alles, was bestimmbar ist, zählt. Wichtig sei, Ort und Zeit festzuhalten. „Wir möchten über zahlreiche Zufallsfunde zu neuen Erkenntnissen beitragen“, sagt Liesendahl.

In diesem Jahr geht es beim Bioblitz 2023 weiter. Auch für Schülerinnen und Schüler eine Gelegenheit, rund um ihre Schule Tiere, Pflanzen und Pilze zu erforschen, schlägt Jörg Liesendahl vor. Gebraucht wird dafür ein Handy mit guter Kamera, Zugriff auf die GPS-Daten des Smartphones und ein Nutzeraccount auf www.observation.org. „Die künstliche Intelligenz, das System hinter der App, lernt ständig dazu. Sie erkennt bereits jetzt zahlreiche heimische Pflanzen und Tiere wie Schmetterlinge, Wanzen, Libellen und vieles mehr“, so Liesendahl.

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