Kneipenkultur

Buderus Lokalrunde: Handgemachte Livemusik füllt wieder die Kneipen

Der irisch-kanadische Singer-Songwriter Morgan Finlay hat eine große Fangemeinde. Die 70 Plätze im Löf waren alle besetzt. Mit einer ausdrucksvollen Stimme, heiteren Anmoderationen und jeder Menge Charisma zog er vor allem die weiblichen Zuschauer direkt in seinen Bann. Fotos: Michael Schütz
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Der irisch-kanadische Singer-Songwriter Morgan Finlay hat eine große Fangemeinde. Die 70 Plätze im Löf waren alle besetzt. Mit einer ausdrucksvollen Stimme, heiteren Anmoderationen und jeder Menge Charisma zog er vor allem die weiblichen Zuschauer direkt in seinen Bann.

Die diesjährige Buderus Lokalrunde wurde auf zwei Wochenenden aufgeteilt – Gäste verhielten sich vorbildlich. Konzerte gab´s auch im Löf in der Hindenburgstraße und im Remscheider Bräu.

Von Dela Kirchner

Remscheid. Was für ein merkwürdiges Gefühl, zu sagen: „Ich gehe auf Kneipentour.“ Wie früher. Ein Früher, das ewig zurückzuliegen scheint. So viele Erinnerungen an vergangene Buderus Lokalrunden, lange Nächte mit Freunden. Dieses Jahr ist alles ein bisschen anders, und doch seltsam vertraut: Sitzplätze statt engem Gedränge, bessere Luft als gewohnt und endlich wieder Livemusik. Weniger Stationen als sonst, aber dafür Events an zwei Wochenenden. Das war der Start am vergangenen Wochenende: Publikum genießt bei der Buderus-Lokalrunde die Freiheit

Die kleine RGA-Rundreise begann am Samstagabend im Remscheider Bräu: Just for Fun, vielen Remscheidern als Coverband und Garant für gute Partymusik bekannt, brachten das Bräu zum Toben. „Sweet Child O’Mine“ von Guns‘n’Roses empfing die Gäste bereits beim Betreten des Gastraums. Viele Zuschauer empfanden die Möglichkeit, beim Genuss von Livemusik auch warmes Essen genießen zu können, als sehr angenehm. Sehr entspannt war die Atmosphäre, der Service nahezu perfekt, die Wartezeiten kurz und „Skyfall“, „Unchain my Heart“ und der „Safari Song“ von Greta van Fleet gekonnt und individuell interpretiert. Das Publikum umfasste im Altersschnitt mindestens zwei Generationen – freie Plätze waren hier nicht mehr zu bekommen.

Weiter ging es in Richtung Hindenburgstraße, genauer gesagt: ums Eck ins Löf. Hier waren alle 70 Plätze restlos belegt. Offenbar hatten etliche Stammgäste und Morgan-Finlay-Fans die Chance genutzt und vorab einen Platz reserviert. Aber wer ist dieser Morgan Finlay eigentlich? Ein in Hamburg lebender, irisch-kanadischer Singer-Songwriter mit unglaublich viel Charisma, wie sich schnell herausstellte.

Die Coverband Just for Fun spielte im Remscheider Bräu. Zur Livemusik genossen die Gäste Bier und Schnitzel.

Sein Publikum im Löf hatte er – nur mit seiner Stimme und einer Akustikgitarre – spielend im Griff. Sein Deutsch mit kanadischem Akzent war unwiderstehlich, seine Anmoderationen unterhaltsam und mitreißend. Fast ein bisschen Wohnzimmeratmosphäre kam auf. Die Gastgeber Maximilian und Ina Süss kennen Morgan Finlay schon lange, und so kam auch Remscheid in den Genuss, einen Top-Musiker im Rahmen der Buderus Lokalrunde zu erleben. „Ihr seid Kultur!“, rief Finlay seinem Publikum zu.

Wir haben überlebt.

Singer-Songwriter Morgan Finlay

Er verdeutlichte, wie wichtig solche Konstellationen wie am Samstagabend sind – und dass Kultur nur zusammen geht: mit den passenden Locations, engagierten Künstlern und einem begeisterungsfähigen Publikum. Und dass es auch nur so möglich gewesen ist, die Coronakrise zu überstehen.

Der attraktive Sänger zog gerade das weibliche Publikum in seinen Bann. Zusätzlich gesegnet mit einer ausdrucksvollen Stimme, die oft Gänsehaut erzeugt, sind sowohl seine Balladen als auch temperamentvollere Stücke mehr als hörenswert. Schön war es, zu sehen, wie glücklich und zufrieden das Publikum im Löf wirkte – und wie sehr alle Anwesenden den Abend genossen.

Das sehr disziplinierte Verhalten der Gäste im Bezug auf die derzeit gültigen Corona-Regeln machen Hoffnung darauf, dass Formate wie die Buderus Lokalrunde in leicht abgeänderter Form auch in den folgenden Wintermonaten möglich sein könnten.

Lob an alle Gastgeber und Organisatoren

Ein großes Lob geht an alle Gastgeber und Organisatoren der Lokalrunde, die die letzten zwei Wochenenden überhaupt erst möglich gemacht haben. Und dafür sind die Remscheider ja auch bekannt: Wenn es drauf ankommt, sind sie da und bestätigen der Kulturszene, dass sich das Kämpfen gelohnt hat und sich auch noch weiterhin lohnt.

Toll war auch, zu sehen, wie gut besucht auch viele andere Kneipen und Restaurants am Samstagabend waren. Es hatte ein bisschen was von „Wir haben überlebt“, wie auch Morgan Finlay angemerkt hatte.

Buderus Lokalrunde: Ein wichtiges Signal für die Gastronomie

Die Buderus Lokalrunde wurde auf zwei Wochenenden aufgeteilt, präsentiert vom RGA. „In diesem Jahr wollen wir zusammen mit den Wirten ein hoffnungsvolles Signal der Zuversicht setzen. Remscheid braucht die Lokalrunde, insbesondere, damit man den Gastronomen einen dauerhaften normalen Betrieb ermöglicht“, erklärt Thomas Eisleben von Buderus.

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