Gutachterin: Gitter konnte das Auto nicht aufhalten

Das Absperrgitter wies keine Mängel auf, sagt die Gutachterin. Archivfoto: Roland Keusch
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Das Absperrgitter wies keine Mängel auf, sagt die Gutachterin. Archivfoto: Roland Keusch

Nach dem spektakulären Unfall im Allee-Center-Parkhaus im Februar

Von Axel Richter

Der Senior müsse tüchtig aufs Gaspedal getreten haben. Anders sei der spektakuläre Unfall vom 5. Februar im Parkhaus des Allee-Centers nicht zu erklären. Zu diesem Ergebnis kommt die Gutachterin, die das Center mit der Untersuchung der Unfallstelle beauftragt hat. Danach habe das Absperrgitter das Auto nicht aufhalten können, das an jenem Freitag aus dem dritten Stock auf die Elberfelder Straße krachte. „Es gab und gibt danach bei uns keine baulichen Mängel“, sagt Centermanager Nelson Vlijt.

Wie berichtet, gilt ein 86-jähriger Remscheider als Unfallverursacher, der unter anderen Umständen mutmaßlich weniger glimpflich ausgegangen wäre. Gegen 10.30 Uhr hatte sich der Mann ans Steuer seines Opel Astra gesetzt, um damit das Parkhaus zu verlassen. Beim Rückwärtsausparken verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug mit Automatikgetriebe. Er rammte einen hinter ihm stehenden Mercedes A-Klasse. Und das mit solcher Wucht, dass das Auto das Absperrgitter durchbrach.

Das Fahrzeug landete auf dem Dach auf der Elberfelder Straße. Vermutlich war dort nur aufgrund des Lockdowns zu dem Zeitpunkt kein anderes Fahrzeug unterwegs. Glück hatte ein Paar, das auf dem Gehweg unterwegs war. Beide retteten sich mit einem Hechtsprung. Umherfliegende Glassplitter verletzten die 39-jährige Frau jedoch leicht.

Der Unfallverursacher erlitt einen Schock und konnte laut Polizei auch später nicht zum Unfallhergang befragt werden. Fakt ist, so rekonstruierten es die Unfallsachverständigen, dass er nach dem Zusammenstoß wieder vorwärts fuhr, dabei wiederum mit großer Wucht ein weiteres Fahrzeug rammte, dann gegen eine Betonwand prallte und stehenblieb.

Das Absperrgitter zur Elberfelder Straße ist 120 Kilogramm schwer und mit Schrauben im Beton der Allee-Center-Fassade verankert. Bei dem Unfall war es herausgebrochen und mit der A-Klasse auf der Straße gelandet.

Die Gutachterin, die das Center nach dem Unfall beauftragte und mit der Untersuchung betraute, konnte daran keine Mängel feststellen. Allerdings zeugte das verbeulte Material von der enormen Kraft, die darauf eingewirkt haben muss, sagt Centermanager Nelson Vlijt: „Wir sind deshalb froh, dass der Verursacher die Richtung gewechselt und nicht hinterhergestürzt ist.“

Für das Allee-Center ist der Unfall damit abgeschlossen. Der Center-Chef hat eine Handwerksfirma mit der Schließung des Lochs auf Parkebene 5 beauftragt. Gitter und Fassaden lässt das Center übrigens regelmäßig von Statikern untersuchen. Die Mercedes A-Klasse erwies sich nach dem Sturz als Totalschaden.

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