Sitzung

Gundula Michel leitet den Seniorenbeirat

Der Vorstand des Seniorenbeirates: Vorsitzende Gundula Michel (Mitte) mit ihren Stellvertretern Jutta Wilke und Klaus Grunwald. Foto: Andreas Weber
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Der Vorstand des Seniorenbeirates: Vorsitzende Gundula Michel (Mitte) mit ihren Stellvertretern Jutta Wilke und Klaus Grunwald.
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Konstituierende Sitzung im großen Ratssaal – 13 Mitglieder nahmen am Mittwoch ihre Tätigkeit auf.

Von Andreas Weber

Remscheid. Gundula Michel ist die neue Vorsitzende des Remscheider Seniorenbeirates. Am Mittwochmorgen wurde die 62-jährige Lenneperin in geheimer Abstimmung im großen Ratssaal gewählt. Nach der Kommunalwahl 2020 hat sich auch dieser Beirat neu konstituiert. Der RGA gibt einen Überblick über Mitglieder, Kräfteverhältnisse, Aufgaben, Pläne und Vorstand.

Welches Wahlergebnis am 13. September liegt der Besetzung zugrunde?

Die Wahlbeteiligung bei der Seniorenbeiratswahl lag bei 45,55 Prozent und damit wie erwartet höher als bei der Kommunalwahl. Senioren sind die treueren Wähler. Aufgerufen waren alle Remscheider, die am Wahltag das 60. Lebensjahr vollendet haben und mindestens seit 12 Monaten in dieser Stadt leben. Dem Absturz bei der Kommunalwahl zum Trotz vereinte die CDU als stärkste Partei 37,91 % (5506 Stimmen) auf sich vor SPD mit 34,79 % (5053), Grüne mit 10,98 % (1595), WiR mit 5,32 % (773), FDP mit 5,16 % (749), Linke mit 4,05 % (588) und der Einzelbewerberin Barbara Zirbes mit 1,78 % (259). Dementsprechend erfolgt die Sitzverteilung.

Aus wie viel Mitgliedern besteht der Seniorenbeirat?

Das Gremium setzt sich aus 13 Mitgliedern zusammen: Gertrud Hahn (CDU), Jutta Wilke (CDU), Gundula Michel (CDU), Dieter Janke (CDU), Erika Acker (CDU), Regina Seewald (SPD), Klaus Grunwald (SPD), Heinz-Peter Borst (SPD), Frank-Michael Nachtwein (SPD), Margot Halbach (FDP), Bibiana Martz (Grüne), Horst Dieter Karl Dehnert (Linke), Georg Gast (WiR). Hinzu gesellen sich einige beratende Mitglieder wie Beatrice Schlieper (Grüne) und Klaus Wetzel (Linke).

Wer bildet den Vorstand?

Gundula Michel, die sich mit 8:5-Stimmen gegen Klaus Grunwald durchsetzte, hat den Vorsitz. Klaus Grunwald ist ihr 1. Stellvertreter, Jutta Wilke die 2. Stellvertreterin.

Wer ist die neue Vorsitzende?

Gundula Michel ist 62 Jahre, studierte Wirtschaftswissenschaftlerin, Mutter einer Tochter, stammt aus Remscheid, lebt in Lennep. Im Januar 1982 fing sie bei der Stadt Remscheid an. Bis auf eine Mutterpause blieb sie bis zur Ruhephase ihrer Altersteilzeit bei der Verwaltung und war davor stellvertretende Leiterin der Kämmerei. Um rege zu bleiben, will Michel jetzt noch ein Studium der Politikwissenschaft an der Fernuni Hagen anfangen. Als Vorsitzende im Beirat löst sie Elke Rühl ab.

Wofür steht die neue Vorsitzende politisch?

Mit ihrem 60. Geburtstag trat Gundula Michel der CDU bei. Sie ist ein junges Mitglied, das sich auch in der Frauen-Union engagiert und sich mit Gleichstellungsfragen im Frauen-Forum beschäftigt. Traditionell spielen im Seniorenbeirat parteipolitische Interessen eine untergeordnete Rolle. So sieht es auch Gundula Michel: „Wir haben alle ein gemeinsames Ziel: Wir wollen das Beste für die Senioren herausholen.“

Welche Aufgaben hat der Seniorenbeirat?

Er berät und unterstützt den Rat, dessen Ausschüsse, Betriebsausschüsse, die Bezirksvertretungen und die Verwaltung in allen die Seniorinnen und Senioren in Remscheid allgemein betreffenden Fragen, soweit sie zum kommunalen Wirkungskreis gehören.

Welche Themen werden angepackt?

Nummer 1, als Antrag der SPD auf der Tagesordnung, ist ein Remscheider Seniorenhandbuch. Die Idee stieß auf breite Zustimmung. Thomas Köppchen, Altenhilfeplaner bei der Stadt, kündigte an, dass im Rathaus für kommendes Jahr daran gearbeitet werde. Grundlage ist der „Seniorenwegweiser Remscheid-Süd“, 46 Seiten stark, 2018 für den Stadtteil aufgelegt, der als Vorbild für einen städtischen Ratgeber dienen soll. Beatrice Schlieper regte an, dabei auch die blinden Senioren einzubeziehen, ggf. über Blindenschrift oder ein Hörbuch.

Das Budget

Jedes Jahr verfügt der Seniorenbeirat über einen Etat. Daraus stehen für 2020 noch 6000 Euro zur Verfügung. Ob diese coronabedingt nicht ausgegebene Summe entfalle, wollte Gertrud Hahn wissen. Dies verneinte Annette Mores, die das Seniorenbüro betreut. Die 6000 Euro können rübergezogen werden ins kommende Jahr, so dass 2021 insgesamt 13 000 Euro zur Verfügung stehen werden. Die lassen sich zum Beispiel in die Woche der älteren Generation oder in die ein oder andere Seniorenfahrt stecken.

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