Bundestagswahl 2021

Grüne bei Erst- und Zweitstimmen drittstärkste Kraft

FDP schneidet etwas besser ab als im Bund. AfD und Linke erhalten im Bergischen weniger Stimmen.

Von Björn Boch und Andreas Tews

Die Grünen sind auch im Wahlkreis Solingen-Remscheid-Wuppertal-Süd drittstärkste Kraft – und haben in etwa dasselbe Ergebnis erreicht wie bundesweit. Im Wahlkreis sind die knapp unter 15 Prozent ein Rekordwert. Die FDP schnitt etwas besser ab als der Bundestrend, während AfD und Linkspartei schlechtere Ergebnisse erzielten.

Die Grünen-Bundestagskandidatin Silvia Vaeckenstedt hatte gestern Abend sichtlich gute Laune. Sie zeigte sich mit ihrem dritten Platz bei den Erststimmen des Wahlkreises hoch zufrieden. Dies sei das „beste Wahlergebnis der Grünen aller Zeiten“. Die Stimmenanteile zu verdoppeln sei sowohl auf Bundesebene als auch im Wahlkreis keiner anderen Partei gelungen. Dies sei ein großer Erfolg. Ihr sei es wichtig, dass sie deutlich vor AfD-Kandidat Frederick Kühne liege. Dies sei eine wichtige Botschaft, die für eine weltoffene Gesellschaft spreche.

Von einem „achtbaren Ergebnis“ sprach FDP-Direktkandidat Dr. Robert Weindl. Die Liberalen hätten einen engagierten Wahlkampf gemacht, erst Recht im Wahlkreis 103, dessen Zuschnitt Weindl als „schwierig“ bezeichnete. Es sei nicht einfach, überall präsent zu sein. Auch der gute Anteil an Erststimmen freute Weindl: „Das ist unser Anspruch.“

Leider sei die FDP noch hinter den Grünen, das Ergebnis im Wahlkreis und im Bund mache aber Hoffnung für die Liberalen. Positiv für das Bergische Land bewerte Weindl, dass aufgrund des bundesweiten Ergebnisses Manfred Todtenhausen „sicher wieder im Bundestag“ vertreten sei. Für Weindl selbst reicht es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, über die Liste in den Bundestag einzuziehen. Dafür hätte die FDP rund 13 Prozent gebraucht.

Shoan Vaisi (Linkspartei) ist sowohl von seinem persönlichen Ergebnis als auch vom Abschneiden seiner Partei insgesamt enttäuscht. Er habe sich mehr gewünscht. Er habe in den vergangenen Wochen in Solingen, Remscheid und Wuppertal mit vielen Menschen gesprochen und dabei viele positive Rückmeldungen erhalten. Es sei aber schwierig, gegen den Bundestrend anzukämpfen. Die Linke habe viele Stimmen an die SPD verloren. Auch bei Vaisi ist es unwahrscheinlich, dass er über die Landesliste seiner Partei in den Bundestag einziehen kann.

Die AfD habe sich bundesweit gut geschlagen, habe aber auch gelitten unter dem Zweikampf zwischen CDU und SPD, sagte der AfD-Direktkandidat Frederick Kühne. 10 Prozent plus X sei sein Ziel gewesen, was die Partei ja erreicht habe. Dass die AfD im Wahlkreis schlechter abschnitt als bundesweit, kommentiert Kühne so: „Angesichts dessen, was mein Vorgänger in Solingen an Schaden angerichtet hat, bin ich mit dem Ergebnis noch zufrieden.“

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