Großer Andrang: Frauen durchleuchten Röntgen-Museum

Birgit Dömling (r.) skizzierte am ersten Modell des Computertomographen, wie Geschichte die Zukunft prägte. Foto: Monika Meurs
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Birgit Dömling (r.) skizzierte am ersten Modell des Computertomographen, wie Geschichte die Zukunft prägte.

Führung in Kooperation mit dem Frauenbüro – Birgit Dömling stellte die Geschichte der Pionierarbeit vor

Von Monika Meurs

Lennep Damit hatte sie nicht gerechnet. Birgit Dömling, stellvertretende Leiterin des Deutschen Röntgen-Museums, war überwältigt von dem großen Andrang. An der „Führung nur für Frauen“, die in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro der Stadt organisiert wurde, war das Interesse unerwartet groß. Spontan wurden die Teilnehmerinnen in zwei Gruppen eingeteilt, die hier durch das faszinierende Lebenswerk des wohl berühmtesten Sohnes der Stadt Lennep, Wilhelm Conrad Röntgen, in Wort, Bild und Ton geführt wurden.

Interaktive Installationen, Apparaturen aus der Zeit von den Anfängen der Röntgen-Technologie, liebevoll erhaltene Artefakte und Dokumente skizzierten die beeindruckende Entwicklung von den Anfängen der Strahlen-Entdeckung bis heute. Auch im passend in düstere Szenen gesetzten Gewölbe-Keller des Museums muteten die Apparaturen etwas morbide an. „Da kann man nur froh sein, dass wir heute nicht mehr bis zu einer Stunde durchleuchtet werden. Das war damals oft schleichend tödlich“, erklärte Naturwissenschaftlerin und Museumspädagogin Birgit Dömling.

So mancher Besucherin lief beim Anblick der Gerätschaften ein Schauer über den Rücken. „Das war halt so“, sagte Dömling, die durch die faszinierende Geschichte die Leistung der Pionierarbeit anschaulich vor Augen führte. Und Frauen wie Marie Curie spielten dabei eine große Rolle.

Auch Christel Steylaers, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, war angetan: „Es ist spannend, sich mit der Vergangenheit und den Auswirkungen auf die heutige Zeit auseinanderzusetzen. Zumal dann, wenn das durch eine lebendige Erlebnis-Reise wie hier geschieht.“ Die nächsten Veranstaltungen sind in Planung; so etwa eine „Geburtstagsfeier“ für Röntgen am 27. März.

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