Große Menge an Chrom vergiftet das Abwasser

Vergiftetes Abwasser aus dem Remscheider Südwesten gelangte über den Kanal in die Kläranlage in Solingen-Burg. Die Mitarbeiter dort reagierten schnell und verhinderten so einen Schaden für die Umwelt.
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Vergiftetes Abwasser aus dem Remscheider Südwesten gelangte über den Kanal in die Kläranlage in Solingen-Burg. Die Mitarbeiter dort reagierten schnell und verhinderten so einen Schaden für die Umwelt.

Aus dem Remscheider Netz gelangte Schwermetall ins Klärwerk Burg. Wer der genaue Verursacher ist, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Eine Firma aus Remscheid muss dafür verantwortlich sein, dass mit dem Abwasser eine große Menge an giftigem Chrom an der Kläranlage in Solingen-Burg eintraf. Da die Mitarbeiter des Wupperverbandes dort schnell regiert haben, konnten sie einen Schaden für die Umwelt verhindern.

Die Bezirksregierung Düsseldorf und das Remscheider Umweltamt haben die Suche nach den Schuldigen aufgenommen. Bei der Staatsanwaltschaft Wuppertal wurde eine Strafanzeige erstattet. Die Chancen, die Umweltsünder zu erwischen, stehen laut Monika Ebers, Sprecherin des Wupperverbandes, nicht schlecht. Entsprechend dem Einzugsgebiet der Kläranlage muss das Wasser laut Umweltamtsleiter Wolfgang Putz aus dem Bereich westlich der A1 und südlich der Bundesstraße229 stammen.

Mit speziellen Untersuchungen könne die Stelle, an der das verseuchte Wasser eingeleitet wurde, gefunden werden, fügte er hinzu. Dazu werden an der Innenhaut des Kanals Proben entnommen.

Wie der Wupperverband gestern mitteilte, gelangte das mit einer hohen Chrom-III-Konzentration belastete Wasser bereits am 16. April zu der Kläranlage in Unterburg. Das stellten die Mitarbeiter dort schnell fest, weil das eintreffende Abwasser ständig kontrolliert wird. Es wurde umgeleitet und in einem Regenüberlaufbecken zwischengespeichert. Da es sich nicht um das hoch giftige Chrom IV handelte, konnte das verseuchte Wasser nach und nach stark verdünnt in die Wupper eingeleitet werden.

Die Folgen für die Umwelthätten groß sein können

Wäre das Schwermetall nicht entdeckt worden, hätte dies laut Wupperverband schwere Folgen für die Wupper haben können. Auch für Menschen seien solche Stoffe in hoher Konzentration gefährlich.

Die Untersuchungen im Remscheider Kanalnetz liefen gestern noch. Die Behörden werden "nichts unversucht lassen", um den Verursacher zu finden, hieß es vom Wupperverband. Für die schuldige Firma könnte es teuer werden: Es drohen Bußgelder und laut Wupperverband "erhebliche Schadenersatzforderungen".

ABWASSER

KLÄRANLAGEN Das Remscheider Abwasser wird zu drei verschiedenen Kläranlagen geleitet. Aus dem Nordwesten gelangt es nach Wuppertal-Kohlfurth und aus dem Südwesten nach Solingen-Burg. Von Lennep und Lüttringhausen kommt es in die Anlage in Radevormwald.

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