Großartiges Ensemble begeistert Jung und Alt

„Ronja Räubertochter“ im Teo Otto Theater

Von Sabine Naber

Was gibt es an einem verregneten Sonntagnachmittag Schöneres, als in einem Theatersaal zu sitzen und die aufregenden Abenteuer von Ronja Räubertochter auf der Bühne wunderbar kindgerecht präsentiert zu bekommen.

Das Junge Theater Bonn war mit Astrid Lindgrens beliebtem Kinderroman im Teo Otto Theater zu Gast und das spielfreudige Ensemble entführte sein Publikum in einen Zauberwald aus imposanten Baumstämmen, in dem es gleich zu Beginn wild zuging. Denn in der Nacht, als Ronja geboren wurde, kämpften die beiden verfeindeten Räuberbanden gegeneinander, Mattis und Borka, die beiden Oberräuber beschimpfen sich ordentlich ruppig bis ein Blitz für einen „Höllenschlund“ zwischen ihren beiden Burgen sorgt.

Eine Erzählerin führte mit oft poetischen Worten durch die Geschichte und hoffte, dass sich „Zerbrochenes wieder zusammenfügt“. Bis es nach eineinhalb Stunden aber so weit ist, erleben die Zuschauer eine wunderbare Inszenierung, die nachdrücklich die Themen Fairness, Verantwortung und Freundschaft in den Mittelpunkt stellt.

Der Räuberhauptmann liebt seine Tochter innig, warnt sie vor den Graugnomen, den Rumpelwichten und Wilddruden, die im Wald leben. Was allerdings sein mutiges, eigenwilliges Mädchen nicht davon abhält, den Wald zu erforschen. Dort trifft sie zufällig den gleichaltrigen Birk Borkason und schließt mit ihm Freundschaft. Als die verfeindeten Räuber davon erfahren, flüchten die Kinder in den Mattiswald. Sie wollen sich ihre Freundschaft nicht verbieten lassen. Und Räuber werden, das wollen sie sowieso nicht.

Spannend wird es, wenn weißer Nebel aufsteigt und die Waldgeister auftauchen. Birk beschützt Ronja, kann aber nicht verhindern, dass die Unholde alle Vorräte aus ihrem Höhlenzelt, das sie gebaut haben, wegfuttern. Beide haben Angst vor dem nahenden Winter, aber Ronja entwirft ein fantasievolles Bild, träumt von einem Sommerkuchen, in den sie alles packen will, was den Sommer ausmacht.

Ronjas Mutter Lovis möchte sie zurückholen, versteht als kluge Frau aber, dass Mattis Ronja darum bitten muss. Und so kommt es, dass er die beiden Kinder in ihrer Bärenhöhle besucht und sie bittet, mit nach Hause zu kommen. Er hofft jetzt, dass Birk der nächste Räuberhauptmann wird: „Denn meine Tochter will ja nicht. Und wenn sie Nein sagt, dann meint sie nein. Das hat sie von ihrer Mutter“, ist sich Mattis sicher. Aber als auch Birk das ablehnt, tröstet Mattis seinen ehemaligen Feind: „Du wirst dich daran gewöhnen müssen. Die Kinder machen, was sie wollen.“

Mit viel Applaus wird das großartige Ensemble von den kleinen und großen Zuschauern im gut besuchten Theater verabschiedet.

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