Intensive Tage am Nordpolarmeer

Grönland: Eine Reise zum weißen Riesen

Unvergessliche Momente für die Ewigkeit auf Grönland: Marcel Fuchs blickt in Ilulissat auf die Diskobucht. Foto: Timo van der Wal
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Unvergessliche Momente für die Ewigkeit auf Grönland: Marcel Fuchs blickt in Ilulissat auf die Diskobucht.

Marcel Fuchs und Timo van der Wal verbringen unvergessliche Wochen auf Grönland. Hier wollten sie dem Alltagsstress entfliehen.

Von Andreas Weber

Remscheid. Viereinhalb Flugstunden von Kopenhagen tauchten Marcel Fuchs (34) und Timo van der Wal (29) in eine eisige Welt. Auf der größten Insel dieses Planeten haben die beiden Remscheider acht Tage verbracht, von denen Marcel Fuchs nach der Rückkehr vergangenen Mittwoch schwärmt: „Es war die beste Woche meines Lebens.“ Der weiße Riese Grönland übertraf ihre hohen Erwartungen.

Dick eingemummelt: Marcel Fuchs (r.), Timo van der Wal.

Nach Island (2015) und den Färöer-Inseln (2018) zog es die Freunde wieder in den rauen Norden. Das mit 56.000 Einwohnern nur spärlich besiedelte Naturparadies am Nordpolarmeer überwältigte mit seiner Abgeschiedenheit, der endlosen Schnee- und Eislandschaft und relaxten, freundlichen Menschen, die verkörperten, was Fuchs und van der Wal suchten: die Abkehr vom Stress des hektischen Alltags.

Ihre Airbnb-Unterkunft hatten sie in Ilulissat, einem Städtchen an der Westküste, in unmittelbarer Nachbarschaft der Diskobucht mit dem Ilulissat-Eisfjord, einem Unesco-Welterbe.

Bei minus 30 Grad, Wind, strahlendem Sonne und trockener Luft stiegen die Remscheider in Kangerlussuaq, dem größten Drehkreuz des Landes, aus dem Flieger, 50 weitere Flugminuten von Ilulissat entfernt. Fuchs und van der Wal waren präpariert. Gefütterte Hose, Thermo-Unterwäsche, Winterjacke, Schnee-Boots und Handschuhe hatten sie im Gepäck. Als sie die Air-Greenland-Maschine verließen, begann das Bibbern. Draußen traf sie der Schlag. „Wir trugen noch Jeans und dachten, auf den paar Metern zum Terminal werden wir nicht frieren. Den Fehler machen wir bestimmt nicht noch mal.“

Nördlich des Polarkreises erwartete die Reisenden im Februar Tageslicht von 9 bis 16 Uhr. Spät hell, früh dunkel – die Aktivitäten mussten auf sieben Stunden komprimiert werden. Die waren intensiv. Zu Grönland gehören Hundeschlittenfahrten und Schneemobilausflüge – all dies unternahmen die Freunde neben ausgiebigen Wanderungen entlang der Küste. „Der absolute Höhepunkt war aber unsere Übernachtung in einem Iglu 25 Kilometer von Ilulissat in den Bergen.“ In der Blockhütte nebenan trafen sich die Ausflügler zum Klönen und Essen (Rentier-Gulasch), geschlafen wurde in Eskimohöhlen, die über einen unterirdischen Eingang erreichbar waren und mit Fell als Unterlage und Schlafsack deutlich wärmer und komfortabler waren als gedacht. Was Fuchs und van der Wal faszinierte war die Totenstille an dem einsamen Ort ohne Internet, ohne Telefon.

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Reise individuell organisiert, Touren vor Ort in Ilulissat gebucht

Ihren Trip hatten sie individuell ohne Reiseanbieter organisiert. Waren zu ihrem Ausgangspunkt nach Kopenhagen mit dem Auto gefahren und hatten vor Ort in Ilulissat Ausflüge gebucht. Insgesamt zahlte jeder um die 2000 Euro insgesamt für ein unvergessliches Erlebnis. Als Glücksgriff entpuppte sich ihre Airbnb-Wohnung fast an der Meereskante, vorbeitreibende Eisberge in Greifweite. 90 Euro pro Nacht kostete das Appartement mit Terrasse und grandiosem Ausblick. Eisbären und Wale sahen sie nicht, auch Schiffstouren waren zu diesem Zeitpunkt im Jahr nicht möglich.

Dennoch halten die Eindrücke, dokumentiert in einer fast vierstelligen Zahl von Bildern und Videos, nach der Rückkehr ins Bergische und zu ihren Partnerinnen an. „Ich bin mir sicher, dass ich nach Grönland zurückkehre“, meint Marco Fuchs. Vorher überlegt er, nach Tromsö oder Spitzbergen zu fliegen – mit der Aussicht, die faszinierenden Nordlichter am Nachthimmel zu erleben.

Zur Person

Marcel Fuchs (34) und Timo van der Wal (29) sind Remscheidern aus der Fußballszene bekannt. Momentan spielen sie beim SSV Bergisch Born III. Alle paar Jahre gönnen sie sich eine Abenteuertour in den Norden – ohne Ehefrau oder Partnerin.

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