Ortsgruppe

Das hat Greenpeace in Remscheid bisher erreicht

Prof. Dr. Jörg Krone ist Gruppensprecher von Greenpeace Remscheid. Die Ortsgruppe spricht sich klar gegen den geplanten Skywalk in der Müngstener Brücke aus.
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Prof. Dr. Jörg Krone ist Gruppensprecher von Greenpeace Remscheid. Die Ortsgruppe spricht sich klar gegen den geplanten Skywalk in der Müngstener Brücke aus.
  • Melissa Wienzek
    VonMelissa Wienzek
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Die Remscheider Greenpeace-Ortsgruppe gibt es nun ein Jahr. Gruppensprecher Prof. Dr. Jörg Krone zieht Bilanz.

Remscheid. Ein Jahr kämpfen sie bereits für ein besseres Klima, gegen Plastikmüll und für größeres Tierwohl: Greenpeace Remscheid. Sie ist eine von 100 Ortsgruppen deutschlandweit. Gruppensprecher Prof. Dr. Jörg Krone zieht Bilanz.

Was hat Greenpeace Remscheid bisher erreicht?

„Unser größter Erfolg war, dass die Haltungsstufen 1 und 2 der Tierhaltung auf unsere Aktion hin bald aus allen Supermarktregalen verschwinden“, erklärt Krone. Erst hätten die Discounter eingewilligt, danach die anderen. Wegen der Pandemie lief die Aktion kontaktlos. „Wir haben Marktleiter angeschrieben oder angerufen. Immer mehr haben das dann den Zentralen gemeldet.“ Mit Erfolg: Mittelfristig wollen die Supermärkte auf bessere Haltung umstellen und ihre Fleischprodukte dementsprechend kennzeichnen. Aldi wirbt bereits damit. „Wir werden dranbleiben, dass dies auch umgesetzt wird“, erklärt Krone. Greenpeace Remscheid demonstrierte vor der Citykirche zum Kohleausstieg, hielt Online-Vorträge ab oder errichtete ein Banner am geplanten Gewerbegebiet Gleisdreieck. Zudem fischten die Mitglieder Müll aus der Wupper.

Wie viele Mitglieder hat Greenpeace Remscheid mittlerweile?

25 im Alter von 16 bis an die 80. Darunter sind auch Schülerinnen, die Sophie-Scholl-Biologielehrer Peter Koch mitgebracht hat. Die Remscheiderinnen kümmern sich zum Beispiel um den Instagram-Kanal.

Kann man noch mitmachen?

Ja. Bei Interesse am besten eine E-Mail schreiben an: info@remscheid.greenpeace.de

Die Ortsgruppe trifft sich alle 14 Tage dienstagabends um 18 Uhr via Zoom. So wieder am 26. Oktober. Einmal im Monat gibt es einen Schnupperstammtisch in der ErlebBar an der Hindenburgstraße. Dieser findet wieder Dienstag, 19. Oktober, 19 Uhr, statt.

Wie kann man sich einbringen?

„Die Teilnehmer können bei Infoständen mitmachen oder Kampagnen vorantreiben“, erklärt Krone. Zudem werden clevere Ideen zur Plastikmüllvermeidung gesucht, zum Beispiel auf dem Markt. Jeder kann Tipps liefern, die dann auf Facebook oder Instagram veröffentlicht werden.

Welche Themen packen Sie demnächst an?

„Ein wichtiges Thema ist für uns der Erhalt des Naturschutzgebietes an der Wupper. Die touristische Nutzung gerade im Müngstener Brückenpark ist zwar in Ordnung, aber hier ist unserer Sicht das Ende der Fahnenstange erreicht“, betont der Gruppensprecher. Vor allem am Wochenende bei gutem Wetter sei das Gebiet brechend voll. Greenpeace fürchtet, dass das Flora-Fauna-Habitat darunter leidet. „Viele kommen mit dem Auto, Hunde laufen frei, Wanderer und Fahrradfahrer bleiben nicht auf den Wegen.“Auch Müll fliege oft herum. „In die Natur kommt einfach Unruhe hinein. Wir haben hier einen einzigartigen Lebensraum, den es zu schützen gilt“, erklärt Krone. Daher spricht sich Greenpeace Remscheid auch klar gegen den geplanten Skywalk in der Müngstener Brücke aus. Am 5. November wollen sich dazu alle Naturschutzverbände Remscheids und Solingens am Bahnhof Schaberg treffen.

Auch gegen die Flächenversiegelung will Greenpeace weiter kämpfen. „Werden Flächen versiegelt, kann das Wasser nicht versickern, was Hochwasser begünstigt. Der Natur wird Lebensraum genommen.“ Zudem fielen so landwirtschaftliche Flächen weg. „Wir möchten eine regionale Versorgung – das geht aber nur, wenn landwirtschaftliche Flächen da sind.“

greenpeace.de/gruppen/remscheid

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