Konzert

Gospelchor singt für den Verein „Hör mir zu“

Der Chor Mixed Generations zeigte beim Benefizkonzert in der Lutherkirche die ganze Bandbreite seines Könnens und begeisterte das Publikum.
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Der Chor Mixed Generations zeigte beim Benefizkonzert in der Lutherkirche die ganze Bandbreite seines Könnens und begeisterte das Publikum. Foto: Michael Schütz

Mixed Generations hatte zum Benefizkonzert in die Lutherkirche eingeladen.

Von Sabine Naber

Remscheid. Singen, um die Herzen, aber auch die Geldbeutel des Publikums zu öffnen, das war das Ziel des Benefizkonzertes am Sonntagabend in der Lutherkirche. Eingeladen dazu hatte Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler mit seinem Gospelchor Mixed Generations. Und die Kirche war gut besucht, als der Chorleiter die Gäste begrüßte und deutlich machte, dass dieses Konzert das Erste seit zweieinhalb Jahren für den Chor ist.

„Heute ist ein besonderer Anlass, denn wir singen für „Hör mir zu“, eine Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz. Diese Krankheit gibt es auch bei Kindern, und wer einmal selbst einen Angehörigen begleitet hat, der an Demenz erkrankt ist, der weiß wie hoch die physische und psychische Belastung und wie zeit- und kraftraubend auch die Organisation für das tägliche Leben ist“, machte Spengler deutlich.

Und auch, dass die Gäste zwar kostenlos in die Kirche reingekommen sind, er aber auf großzügige Spenden am Ausgang für die tolle Arbeit des Vereins hofft, der im Mai 2019 von Susanne Heynen, die im Chor mitsingt, gegründet wurde. „Es ist so schön und geht so einfach, wenn man nicht für sich selbst, sondern für eine gute Sache bettelt“, fügte er augenzwinkernd hinzu.

Nach zwei Gospelsongs zu Beginn, bewies der Chor, dass er durchaus auch Pop, Jazz, Blues, Latin, Musical und vieles mehr in seinem vielfältigen Programm hat. Zu jedem Song wusste Spengler eine kleine Geschichte zu erzählen. Und weil ausschließlich in englischer Sprache gesungen wurde, übersetzte er auch schon mal Textzeilen.

Beispielsweise als der Chor „Tears in Heaven“ von Eric Clapton sang: „Es ist ein trauriger Song, den er geschrieben hatte, nachdem sein kleiner Sohn bei einem Unfall gestorben war. Er fragt darin, würdest du meinen Namen kennen, wenn ich dich im Himmel träfe. Ist aber auch hoffnungsvoll, dass es keine Tränen mehr geben wird im Himmel.“ Es klang berührend und wunderbar gefühlvoll, als die etwa 40 Sängerinnen und Sänger, das Lied gekonnt interpretierten. Ohne große Technik, nur großartig begleitet von Christoph Spengler am Keyboard.

Mit dem Beatles-Song „All you need is Love“ wurde es schwungvoll, wunderbar gelang auch „A Million Dreams“ aus dem Film „The Greatest Showman“ und „I`m still standing“ von Elton John, der hier vom Ende einer Liebe spricht, gleichzeitig aber trotzig erklärt, immerhin stünde er noch aufrecht. Als der Chor „Prayer of Gethsemane“ sang, der von der Nacht im Garten Gethsemane erzählt, als Jesus schließlich sein Schicksal endgültig in Gottes Hände legt und sagt: „Dein Wille geschehe.“ Sekundenlange Stille, bevor der Applaus einsetzte.

Publikum wollte nicht aufhören zu applaudieren

Den gab es auch für den Song „Make you feel my love“ von Billy Joel, den auch Bob Dylan gesungen hat. Mixed Generations präsentierte eine gelungene Chorversion. Mit „Going down to the River“ stand auch ein Country-Song auf dem breitgefächerten Programm. „Sowas kann man als Gospelchor ja auch mal machen, dachten wir uns“, hieß die Erklärung des Chorleiters. Dem Publikum gefiel es. Ebenso wie das Medley aus der Filmreihe „Toy Story“, in dem es heißt „You`ve got a Friend“. Es sollte der Schlusspunkt unter das einstündige Konzert sein. Als aber alle Besucher in den Kirchenbänken standen und nicht aufhören wollten zu applaudieren, da gab es als Zugabe noch „Peace shall be with you“. „Und das wünschen wir uns bei diesem Krieg, der uns so nah rückt, wohl alle“, war sich Spengler sicher.

Semester-Abschlusskonzert

Zu einem weiteren Konzert mit Chor und Orchester der Bergischen Universität lädt Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler für Mittwoch, 22. Juni, um 20 Uhr in die Lutherkirche ein. In diesem Semester-Abschlusskonzert erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm, zum Beispiel die Ouvertüre zur Operette „Der Zigeunerbaron“ von Strauss oder das „Adagio for Strings“ von Samuel Barber.

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