Konzert

Gitarrist und Ensemble harmonieren

Streich- und Zupfinstrumente wirkten in der Evangelischen Stadtkirche Lennep gemeinsam. Foto: Doro Siewert
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Streich- und Zupfinstrumente wirkten in der Evangelischen Stadtkirche Lennep gemeinsam.

Kai Heumann und das Lenneper Kammerorchester spielten südamerikanische Rhythmen.

Von Doris Stürmer

Die Lenneper Stadtkirche war am späten Sonntagnachmittag überraschend gut besucht: Junge und alte Musikfans waren gekommen, weil ihnen ein ganz besonderer musikalischer Leckerbissen nicht entgehen sollte: Kai Heumann, hierzulande einer der besten Latinogitarristen spielte seine Kompositionen mit dem Lenneper Kammerorchester unter der Leitung von Kreiskontor Johannes Geßner – eine sehr ungewöhnliche, aber absolut hörenswerte Zusammenarbeit.

Seit 2003 arbeitet Kai Heumann mit viel Erfolg an seinem „Proyecto Guitarra Latina“. Die Mitglieder kommen aus Kuba, Argentinien, Brasilien, El Salvador und aus Deutschland. Mit Mike Reinhardt, Mitglied der berühmten Musikerfamilie Reinhardt aus Koblenz, war ein Meisterinterpret auf der Gitarre Stargast unter den Remscheider Musikern.

Zusammenarbeit entstand ganz spontan

Kubanische Trommeln, irische Flöten, Rasseln und andere Rhythmusinstrumente wurden von Mitgliedern des Kammerorchesters mit erkennbarer Begeisterung und viel Können gespielt. Die Streicherarrangements stammten von Johannes Geßner und Kai Heumann gemeinsam.

Der „musikalische Tausendsassa“ Geßner, wie Heumann den Kantor nannte, dirigierte das Orchester und trat auch als Solist in Erscheinung. Bei seiner Begrüßung erzählte Geßner wie es zu der außergewöhnlichen musikalischen Zusammenarbeit gekommen war. Als Lenneper Musiker kannten sich Heumann und Geßner, hatte auch schon mal zusammengespielt. Als Heumann eines Tages meinte: „Ich schreibe so viele Sachen, die würde ich gern mal mit einem Kammerorchester aufführen,“ war die Antwort des Kirchenmusikers ganz spontan: „Das kannst Du haben.“

Sonntag dann die Uraufführung einer gelungenen Mischung fantastischer Melodien. Mitreißende mal sentimentale mal feurige lateinamerikanische Stücke vom Cha Cha bis zum kubanischen Salsa wechselten sich ab mit kunstvoll arrangierten schottisch-keltischen Tänzen und einem französischen Valse Musette, inspiriert von den duftenden, endlosen Lavendelfeldern der Provence.

Kai Heumann wusste zu jeder seiner Kompositionen eine kleine Entstehungsgeschichte zu erzählen, zum Beispiel von dem schottischen Mädchen, dass so wunderschön tanzte und seine Muse wurde für „Linda‘s dance“ oder die zauberhafte Abendstimmung in Cornwall mit seiner Märchenwelt voll Zwerge und Feen, die zum atemberaubenden „Feentanz“ wurde.

Es hielt die Zuhörer nie lange auf den harten Kirchenbänken. Sie standen auf, klatschten den Rhythmus mit, tanzten auf der Stelle. Ein Lied aus dem evangelischen Kirchengesangbuch „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“ sangen alle gemeinsam zu Schluss, ein hinreißendes Salsa-Zwischenspiel setzte ganz neue Akzente bei der schlichten, etwa getragenen Kirchenmelodie.

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