Integrationsrat

Thema Moschee: Für den OB gibt es Applaus statt Schelte

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Integrationsrat hakt das Thema Moschee ab.

Von Thomas Wintgen

Auf dem Papier ging es auch im Integrationsrat des Stadtrates, der am Donnerstagabend tagte, um Fördermittel für den Innenhof der neuen Moschee. Im Kern ging es freilich um politische Auseinandersetzungen, um „verunglimpfende“ Meinungen, die Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zuhauf hat vernehmen müssen.

Unter großem Applaus der Zuhörer erinnerte der OB an die Vorgeschichte des Antrags auf eben diese Fördermittel. Hätte der Verwaltungsvorstand den Förderantrag vorher im Integrationsrat vorgestellt – „nichts wäre passiert, alle hätten zugestimmt“. Stattdessen stellten sich Politiker heute vor die Fernsehkamera und polemisierten dagegen.

Auch Metin Göcer als Vertreter der Ditib im Integrationsrat sagte: „Wir haben doch nur einen Antrag gestellt, weil wir einen gesetzlichen Anspruch auf Fördermittel haben.“ Mast-Weisz sprach davon, dass 10.000 Muslime in Remscheid „angemessene Gotteshäuser“ benötigen.

2014 habe es erste Überlegungen gegeben, Innenhof und Vorplatz der Moschee in den Stadtteil hinein zu öffnen; die Verwaltung habe im September den Rat informiert – dieser habe das im November ohne Diskussion zur Kenntnis genommen. Und jetzt habe eine weitgehend unfreundliche Diskussion eingesetzt.

Der OB wehrte sich dagegen, Vorbehalte gegen die Ditib auf Remscheid herunterzubrechen: „Es ist nicht richtig, über, anstatt mit der Gemeinde zu sprechen.“ Er habe mit dem Vorstand vereinbart, im Dezember über das weitere Vorgehen zu sprechen.

Remscheider Gemeinde baut „wunderschönes Gotteshaus“

Es werde vieles durcheinandergebracht. Ihm gehe es darum, dass hier eine Remscheider Gemeinde „ein wunderschönes Gotteshaus baut“. Das im Nachhinein zu diskutieren, sei überflüssig. Im Übrigen habe die Bezirksregierung den Antrag beschieden. Mast-Weisz: „Sprechen Sie bitte die Gemeinde an; führen Sie die Diskussion mit Respekt.“ 

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