H2O gewährt Zeitungstreff-Reportern exklusive Einblicke

Zeitungstreff per Online-Konferenz: RGA-Lokalchef Axel Richter besuchte gemeinsam mit Schülern virtuell das H2O in Lennep. Foto: wey
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Zeitungstreff per Online-Konferenz: RGA-Lokalchef Axel Richter besuchte gemeinsam mit Schülern virtuell das H2O in Lennep. Foto: wey

Corona verhinderte den Ortstermin: Jugendliche tauchten virtuell in die Tiefen des Sauna- und Badeparadieses ein

Von Axel Richter

1,4 Millionen Liter Wasser schwappen in Normalzeiten in den Becken des H2O. Ständig ist es in Bewegung, fließt von Filter zu Filter, wird mit Chlor „geimpft“, wie die Fachleute sagen, und flutet sodann von Keimen befreit aus den tiefen Kellern in die Badelandschaft zurück.

Gern hätte Badmanager Christian Liese seine Gäste vom RGA-Zeitungstreff gestern durch diese Welt geführt, die für die Allgemeinheit sonst verschlossen ist. Die Corona-Pandemie ließ das in diesem Jahr nicht zu. Zwei der annähernd 600 Teilnehmer des großen Leseförder- und Medienkompetenzprojektes erhielten gestern dennoch exklusive Einblicke.

Josephina Reuter, Schülerin des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs, und Finn Esser aus der Klasse 8a des Leibniz-Gymnasiums in Lüttringhausen tauchten virtuell ein in die Technik des Sauna- und Badeparadieses in Hackenberg.

Und die beiden Schülerreporter stellten die richtigen Fragen. Wie es denn gerade jetzt aussehe im H2O, wollte Josephina wissen. „Fast menschenleer“, antwortete Christian Liese und fügte an: „Wir vermissen Euch alle sehr.“

„Wir vermissen Euch im H2O alle sehr.“

Christian Liese, Badmanager

In der Corona-Krise ist das H2O geschlossen. Wo sich in einem normalen Jahr bis zu 480 000 Badegäste tummeln, stapfen die Auszubildenden durch leere Badebecken und lernen, Fliesen und Wände fachgerecht zu reinigen. Das große Sportbecken ist das einzige, in dem noch Wasser schwappt. Den angehenden Fachangestellten für Bäderbetriebe dient es zum Schwimmtraining. Sonst darf zur Zeit niemand darin eintauchen. Dabei hoffen alle auf den Tag, an dem sie ihr Bad wieder für alle öffnen können. 1600 Quadratmeter groß ist die Wasserfläche im H2O, die dafür wieder auf Betriebstemperatur zu bringen ist. Das ist aufwendig, beinahe aber noch aufwendiger ist es, den Badebetrieb am Laufen zu halten.

Neben den 1,4 Millionen Litern Wasser, die unter anderem einen zwölf Tonnen schweren Sandfilter durchlaufen, werden auch 90 000 Liter Luft umgewälzt – pro Stunde. Dieser ständige Kreislauf darf nicht zum Stillstand kommen. Anderenfalls können sich Keime explosionsartig vermehren.

Auch das verhindert die Technik unter den Badebecken. Dazu sorgt sie für gleichbleibende Temperaturen: 32 Grad Celsius misst die Raumluft, 26 bis 33 Grad das Wasser, wenn es erst wieder in den Becken schwappt. Christian Liese lud die Zeitungstreff-Schüler gestern zu einem Rundgang ein – nach Corona dann aber vor Ort tief unter dem H2O.

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