Interview

Herr Heuser, wie geht es 2023 mit Lüttringhausen weiter?

Jürgen Heuser (SPD) Ist Bezirksbürgermeister von Lüttringhausen.
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Jürgen Heuser (SPD) Ist Bezirksbürgermeister von Lüttringhausen.

Der Lüttringhauser Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser im Interview.

Das Gespräch führte Sven Schlickowey

Herr Heuser, 2023 dürften die Arbeiten am Verkehrsknotenpunkt Eisernstein und an der zukünftigen Stadtteilbücherei beginnen, vielleicht steht bald auch schon das erste Haus im Neubaugebiet am Schützenplatz. Alles Themen, die die Lüttringhauser Bezirksvertretung seit vielen Jahren beschäftigt, nun aber ein Ende finden könnten.
Jürgen Heuser: Da sind wir auch wirklich froh, dass das nun endlich ein Ende findet. Und dass zumindest damit angefangen wird.
Da müssten Sie doch eigentlich total zufrieden auf das neue Jahr blicken.
Heuser: Das tue ich auch. Aber ein kleines Problem gibt es noch, das ist nämlich das alte Kino. Da habe ich noch vor Weihnachten ein Gespräch mit einem Investor geführt, der daran interessiert ist und sich auch schon mit der Besitzerin geeinigt hat. Jetzt warte ich nur noch auf die Verwaltung.
Was soll da passieren?
Heuser: Über den Investor möchte ich noch nicht sprechen. Aber geplant ist ein Haus mit einer öffentlichen Einrichtung, Arzt- und Rechtsanwaltspraxen und Wohnungen. Benötigt werden dafür das Grundstück des Kinos und ein Teil des Parkplatzes. Und dann haben wir Hoffnung, dass noch genug Platz für einen Kreisverkehr bleibt.
Sie meinen an der Kreuzung Beyenburger-, Barmer und Masurenstraße?
Heuser: Da soll ein Kreisverkehr hin. Auch wenn ich immer den Eindruck habe, die Stadt Remscheid weiß gar nicht, was ein Kreisverkehr ist. Wenn ich durch Hückeswagen, Radevormwald oder andere Ortschaften fahre, finden sich die überall, in Remscheid komischerweise nicht.
Gibt es aus Ihrer Sicht weitere Baustellen, die in Lüttringhausen angepackt werden müssen?
Heuser: Kleinere Sachen. In der Innenstadt müsste noch einiges passieren. Unser neues spanisches Restaurant hat zum Beispiel immer noch keine Außengastronomie. Das hat aber wohl jetzt von seinen Nachbarn grünes Licht bekommen, einen Wintergarten zu bauen.
In der Bezirksvertretung haben Sie zudem zuletzt die optische Gestaltung des neuen Kreisverkehr Eisernstein diskutiert.
Heuser: Da hätte ich die Bitte an die Lüttringhauser, dass die sich Gedanken machen, welches Highlight dort aufgestellt werden kann.
Die BV hatte sich ja geeinigt, dort quasi einen Platz freizuhalten. Das würde aber nicht nur eine Idee, sondern auch einen Sponsor voraussetzen.
Heuser: In der Planung ist dafür kein Geld vorgesehen, aber vielleicht finden wir einen Sponsor in der Industrie, wenn man ins Oberbergische fährt, haben dort ja auch die großen Arbeitgeber die Kreisverkehre gestaltet.
Passend dazu: Das wünschen sich die Bürgermeister für ihre Stadtteile für 2023
Lassen Sie uns noch mal zur Stadtteilbücherei kommen: So schön das neue Domizil in der alten Feuerwache auch wird, nach dem Umzug steht ja auch wieder ein Ladenlokal in der Gertenbachstraße leer. Was muss sich in der Altstadt tun?
Heuser: Ich glaube, das ist das gleiche Problem wie in allen Innenstädten dieser Größe, die Ladenflächen sind häufig zu klein für Neueröffnungen. Aber da wüsste ich jetzt auch keine Lösung.
In der BV gab es den Antrag, die Verwaltung soll ein Konzept erarbeiten. Von der heißt es aber, dafür habe man kein Personal. Gleichzeitig sind in Lennep und Alt-Remscheid gleich mehrere externe Büros genau damit beschäftigt. Fragen Sie sich manchmal, warum etwas woanders möglich ist aber nicht in Lüttringhausen?
Heuser: Ich will da keine Konkurrenz aufmachen. In Lennep ist ja nun klar, dass das DOC nicht kommt, da muss man sich etwas Neues einfallen lassen, da ist so etwas einfach nötig. Für Lüttringhausen wünschen wir uns das auch, wenn die Stadt das Personal dafür hat. Wir werden auf jeden Fall immer wieder daran erinnern.
Lüttringhausen hatte all die Jahre zwei prägende Feste: den Bauernmarkt und den Weihnachtsmarkt. Der Bauernmarkt ist 2022 ausgefallen, der Weihnachtsmarkt deutlich kleiner geworden. Haben Sie Sorge um die beiden Veranstaltungen?
Heuser: Ich glaube, der Weihnachtsmarkt ist gesichert, und zwar an diesem Standort. Der ist sicherlich besser als die Gertenbachstraße und er erspart die ganzen Absperrungen. Und über den Bauernmarkt habe ich gehört, dass er wieder stattfinden soll.
Wie wichtig sind solche Veranstaltungen?
Heuser: Sehr wichtig. Das beflügelt die Gemeinschaft.

Zur Person

Jürgen Heuser, 1949 geboren, ist seit 2020 wieder Lüttringhauser Bezirksbürgermeister, ein Amt, das er bereits von 2009 bis 2014 innehatte. Heuser, seit 1978 SPD-Mitglied, gehört mehr als 20 Jahren der BV Lüttringhausen an. Bis zum Ruhestand war er im Personalmanagement des Sana Klinikums tätig.

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