Im Gespräch mit honduranischen Bäuerinnen

F(l)air-Weltladen stellt Programm für die Fairen Wochen vor

Manfred Brauers (l.) und Johannes Haun präsentierten das Programm der Fairen Wochen. Thema wird auch der Kaffenanbau in Honduras (im Hintergrund zu sehen). Foto: Roland Keusch
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Manfred Brauers (l.) und Johannes Haun präsentierten das Programm der Fairen Wochen. Thema wird auch der Kaffenanbau in Honduras (im Hintergrund zu sehen).

In diesem Jahr geht es in den bundesweiten Fairen Wochen um die Frage, wie ein gutes Leben für möglichst viele Menschen erreicht werden kann.

Von Sabine Naber

Remscheid. Der Weltladen-Dachverband konzipiert diese beiden Wochen, die Weltläden führen sie mit speziellen Veranstaltungen durch.

„Wir sind froh, in unserem F(l)air-Weltladen ein an die Pandemie angepasstes Programm mit vielen unterschiedlichen Dingen anbieten zu können“, sind sich Johannes Haun und Manfred Brauers vom Vorstand der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen einig. Start ist am kommenden Freitag, wenn es am Nachmittag vor dem Laden an der Gertenbachstraße um fair produzierte und gehandelte Mode geht. Wiebke Nauber wird aus ihrem Bus heraus Damen- und Herrenmode, beispielsweise aus Hanffasern, Eukalyptus, Bambus oder auch Biobaumwolle zum Verkauf anbieten.

Situation der Menschen im Süden ist kaum nachzuvollziehen

Am Dienstag, 15. September, lädt der Weltladen für 19 Uhr zu einer Online-Konferenz mit der Frauen-Kaffeekooperative Aprolma in Honduras via Zoom ein. „Das Coronavirus hat unser Leben aus den Fugen gebracht. Wie dramatisch es aber für die Menschen im Globalen Süden, beispielsweise für unsere Partnerinnen in Honduras war und wie es ihnen jetzt mit ihrer neuen Rösterei geht, darüber möchten wir uns gemeinsam mit einer Vertreterin der Frauenkooperative austauschen“, erklärt Brauers. Reine Frauenorganisationen seien äußerst selten im Kaffeesektor. Ihr Ziel ist die Vermarktung von Bio-Kaffee. Das wiederum sei wichtig für das Familien-Einkommen. Wer dabei sein möchte – für Übersetzung ist gesorgt – erhält per Mail die Zugangsdaten.

m.brauers@t-online.de

Die Mitgliederversammlung der Ökumenischen Initiative liegt mit Absicht in den Fairen Wochen: „Wir wollen einen Einblick in unsere Arbeit, aktuelle Informationen zur Situation des Weltladens, des Fairen Handels und wie wir mit allem umgegangen sind, geben“, erklärt Pfarrer Haun. Termin ist am Donnerstag, 17. September, um 19 Uhr im Gemeindehaus am Ludwig-Steil-Platz.

Auch bim Literarischen Spaziergang rund um den Beyenburger Stausee am 21. September geht es um Themen des Weltladens. Haun wird aus dem Buch des kolumbianischen Schriftstellers Gabriel García Márquez „Hundert Jahre Einsamkeit“ lesen, das das Geschehen in einem lateinamerikanischen Dorf schildere und so die Geschichte des Landes erzähle. Treffpunkt ist die Klosterkirche in Beyenburg.

Zum Abschluss der Wochen lädt die Fairtrade-Town Remscheid zu einer Diskussion in die Sophie-Scholl-Gesamtschule an der Hohenhagener Straße ein. „Unternehmen, Menschenrechte, Umweltschutz – Was bedeutet ein Lieferkettengesetz für Remscheid“ steht über diesem Abend. Die Pandemie habe der Welt gezeigt, wie umfangreich die Verflechtungen in der globalen Lieferkette seien. Michael Wenge (Bergische IHK), Peter Lange (DGB-Stadtverband), Eva-Maria Reinwald (Südwind Institut) und Claudia Altenrath (Firma Vaillant) werden mitdiskutieren. Auch wird es eine Ausstellung zum Thema geben.

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