Historisches Foto

Einhundert Jahre muss diese Aufnahme alt sein

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Einhundert Jahre muss diese Aufnahme alt sein, die in einem Stadtteil mit dem markanten Turmhaus entstand, als noch Pferdekutschen unterwegs waren.

Kreuzung in der Altstadt hat sich über die Jahrzehnte nicht groß verändert – Viele Einsender erinnern sich an die belebte Ecke.

Von Andreas Weber

Vier Straßen waren in die Lösung involviert. Und es gab keinen unter den 15 richtigen Einsendern, der sie nicht alle erkannt hätte. Stellvertretend sei diese genannt:

Eine kleine Ecke, von der vier Straßen abgehen: Blick von der Kronenstraße auf die Kreuzung.

„Es handelt sich um die Kreuzung Kronen/Mühlen-/Kölner-/Schwelmer Straße in der Lenneper Altstadt“, schreiben Friedrich-Wilhelm und Gisela Steckel. Das Ehepaar muss nur aus dem Fenster schauen, um auf die Einmündung zu blicken. Ihr unter Denkmalschutz stehendes Haus Kronenstraße 10/Schwelmer Straße 2 befindet sich seit mehr als 110 Jahren im Besitz ihrer Familie. Dort sei ursprünglich im 19. Jahrhundert die Kronenbrauerei ansässig gewesen. „Nach dieser wurde unsere kleine Straße benannt“, teilen die Steckels mit.

Geblieben ist über die Jahrzehnte nicht nur der Charakter der Kreuzung, auch das Geschäft „Die Eule“ hat die Zeit überstanden. Bei-Ming Gao verbindet damit ein Stück Heimat: „Das Geschäft verkauft alte Sachen. Wenn ich vorbei gehe, schaue ich gern am Fenster. Neben alten Büchern sehe ich auch altes chinesisches Porzellan, Teedosen, Schüsseln und Löffel.“

An dieser Stelle in Lennep nicht sehr viel geändert, selbst den Bio-Tee-Laden „Die Eule“ gibt es noch.

Tim Bergmann preist den Laden „als echte Lenneper Institution“, als „knorrige Mischung aus Teeladen, Antiquitätenverkauf und Bücherbörse“, die immer noch so aussehe wie früher. „Die Eule“ sei früher eine Apotheke gewesen, meint Klaus Müller. „Links daneben war der Altstadtgrill. Daneben wiederum war eine berüchtigte Kneipe, an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnern kann.“

In den 60er-Jahren gab es die berühmt-berüchtigte Schrottbar

Dieter Prill greift dies auf und spricht davon, dass sich unweit der Kreuzung „in den 60er-Jahren die berühmt-berüchtigte Schrottbar befand.“

Heinz Jürgen Schmitz benennt „an der Ecke Mühlenstraße die Gaststätte Windgassen, die in Lennep nicht den allerbesten Ruf besessen habe“. Viele Namen kursieren in den Zuschriften. Heinz Jürgen Schmitz geht zum Beispiel auf die Mühlenstraße ein. „Dort befand sich in den 50er- und 60er-Jahren das weit über Lennep hinaus bekannte Tanzlokal von Adolf Kürten, welche bei den Jugendlichen in den Jahren eine angesagte Adresse war.“ Sehr schön auch heute noch das im Bergischen Barock gehaltene Haus an der Ecke Hardtstraße. Schmitz: „Damaliger Eigentümer war der Spinnereibesitzer Wilhelm Kausch. Hier war bis 1910 die höhere Töchterschule untergebracht. Das Anwesen befindet sich noch in einem guten Zustand.“

Thorsten Wolff verweist an der Schwelmer Straße auf die Trattoria Saro, die davor das griechische Restaurant Zorbas beherbergte. Wolff nennt es die Ecke von Lennep mit den vielen Kulturangeboten. Wer von der Kronenstraße kommend, die im Vordergrund zu sehen ist, links in die Schwelmer Straße einbiegt, dann direkt wieder rechts, landet vor der Klosterkirche. Neben „Der Eule“ ist das Rotationstheater mit seinem Saal und dem Café.

Thomas Groß sagt: „Ich bin zwar am Stadtpark groß geworden und wohne jetzt nur unweit entfernt, aber als eingesessener Remscheider kennt man die Lenneper Altstadt.“ Und den Laden „Die Eule“ gäbe es schließlich heute noch.

Bardo Reinke verweist auf einen Imbiss in der Kronenstraße, „der sehr, sehr leckere Bratwurst“ angeboten habe. Silke Karstens denkt an das Lederwaren-Geschäft Schönenbach zurück, das es mal in der Kölner Straße gab.

Heiner Sieper schickte ein Foto, das gut 50 Jahre alt ist und an Rosenmontag in der Kronenstraße entstand. Mit drauf: Günter Brockmann, Otto Paas, Rolf Sieper, Kurt Kraus und Heiner Sieper. „Es könnte die Geburtsstunde des Lenneper Rosenmontagszug zeigen“, glaubt Sieper.

Richtig lagen auch Helmut Schucht, Ursula Schmidt, Ulrich Hager und Volker Manderla.

Das neue Rätsel: Als der Verkehr aus Pferdekutschen bestand

Einhundert Jahre muss diese Aufnahme alt sein, die in einem Stadtteil mit dem markanten Turmhaus entstand, als noch Pferdekutschen unterwegs waren. Schicken Sie uns die Lösung bis 24. September, per E-Mail oder Post, gerne mit persönlichen Anekdoten, an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid.

redaktion@rga-online.de

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