Gerüstet für die Zeit nach dem Lockdown

Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht in der Spielzeug-Ausstellung, deren Dauer über den Mai hinaus verlängert wird. Foto: Roland Keusch
+
Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht in der Spielzeug-Ausstellung, deren Dauer über den Mai hinaus verlängert wird.

Deutsches Werkzeugmuseum steht in den Startlöchern

Von Sabine Naber

Hasten „Museen brauchen Publikum“, davon ist Dr. Andreas Wallbrecht überzeugt. Aber auch wenn sich die Türen im Deutschen Werkzeugmuseum an der Cleffstraße noch nicht wieder öffnen dürfen: „Langeweile kommt bei uns absolut nicht auf“, betont der Museumsleiter, der Verständnis dafür hat, dass in einer Pandemie eine konsequente Linie gefahren wird.

Die Zeit ist genutzt worden, um die Jahresplanung fertigzustellen. Sie ist gerade in Druck gegangen und wird Mitte März starten. Nicht alles ist wieder möglich, beispielsweise sind Veranstaltungen zum „Internationalen Museumstag“ in Pandemie-Zeiten nicht zu realisieren. „Auch hatten wir überlegt, zu einem Open-Air-Konzert einzuladen. Aber solche Veranstaltungen leben ja auch von der Gemütlichkeit. Und das können wir uns im Moment nicht so richtig vorstellen“, sagt Dr. Wallbrecht.

Trotzdem hätten er und sein Team einen „bunten Strauß“ zusammengestellt und dabei einige Veranstaltungen, die im vorigen Jahr ausfallen mussten, ins diesjährige Programm verschoben. Weinverkostung während eines informativen Spaziergangs, Vorträge und vielleicht auch eine Jazz-Matinee im Herbst sollten möglich sein.

Die Ausstellung von Kinderspielzeugen verlängert

Auch für die ganz klassische Museumsarbeit sei Zeit gewesen. „Wir haben eine große Sammlung von Stichbeiteln übernehmen dürfen. Daran konnten wir jetzt in Ruhe arbeiten, Literatur dazu zusammenstellen und so die Basis schaffen für die Ausstellung, die im Mai eröffnet werden soll“, schildert der Museumsleiter weitere Aktivitäten.

Das diesjährige Themenjahr – rund 20 Museen machen mit – steht unter der Überschrift „Alles in Bewegung“. „Man könnte meinen, dazu passe eine Beitel-Ausstellung nicht. Aber wir wissen viel über den Hersteller, können Bewegungsmuster daraus herstellen“, erklärt Dr. Wallbrecht.

Die Ausstellung der Kinderspielzeuge, gekoppelt mit einem Begleitprogramm, wartet auch noch auf Besucher. Eigentlich sollte sie am 10. Dezember starten und wäre im Mai zu Ende gewesen; aber das Museum will die Ausstellungsdauer verlängern. „Und dann werden wir noch zum „Großen Preis von Hasten“ einladen“, sagt Dr. Wallbrecht und verrät, dass es sich dabei um eine Carrera-Autorennbahn handelt.

Gearbeitet wird an weiteren Info-Terminals. Unter der Überschrift „Made in Germany“ geht es beim Handel beispielsweise um Reisen nach Afrika mit dem Musterkoffer. „Alles, was in diesen Terminals beschrieben wird, sehen die Besucher vor sich. Sie entscheiden dann, wie viel sie über die einzelnen Bereiche wissen möchten.“ Ziel ist es, 20 solcher Terminals zu installieren, die dann die Audio-Guides ersetzen werden. Die Terminals werden später barrierefrei funktionieren, also auch für Seh- und Hörbehinderte einsetzbar sein.

Bis Besuche im Museum wieder erlaubt sind, macht ein virtueller Rundgang Lust auf einen Besuch. „Aber Ausstellungen muss man erleben. Und wir sind optimistisch, dass das bald wieder möglich ist“, so sieht man es im Deutschen Werkzeugmuseum.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Mann beschädigt 16 Autos im Remscheider Süden
Mann beschädigt 16 Autos im Remscheider Süden
Mann beschädigt 16 Autos im Remscheider Süden
Corona: Es gelten neue Corona-Regeln - Über 5000 Erst-Impfungen in einer Woche
Corona: Es gelten neue Corona-Regeln - Über 5000 Erst-Impfungen in einer Woche
Corona: Es gelten neue Corona-Regeln - Über 5000 Erst-Impfungen in einer Woche
Berufskolleg: Das Richtfest steht bevor
Berufskolleg: Das Richtfest steht bevor
Berufskolleg: Das Richtfest steht bevor
Handwerker in Remscheid sind jetzt schon am Anschlag
Handwerker in Remscheid sind jetzt schon am Anschlag
Handwerker in Remscheid sind jetzt schon am Anschlag

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare