Besucheraufkommen war noch verhalten

Gemeinde feiert an mehreren Orten

Festbesucher Jürgen Kalefeld (l.) holt sich seine Stärkung „to go“ bei Ulrich Wester und Kjarne Schulz vor der Lutherkirche ab. Im Hintergrund spielt der Posaunenchor. So wie hier wurde an verschiedenen Orten der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde gefeiert. Fotos: Roland Keusch
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Festbesucher Jürgen Kalefeld (l.) holt sich seine Stärkung „to go“ bei Ulrich Wester und Kjarne Schulz vor der Lutherkirche ab. Im Hintergrund spielt der Posaunenchor. So wie hier wurde an verschiedenen Orten der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde gefeiert.

Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde lud ein.

Von Peter Klohs

Endlich wieder bei schönem Wetter zusammenkommen: Gut gelaunte Geimpfte auf der neuen Plauderbank an der Lutherkirche.

Remscheid. Trotz sinkender Inzidenzzahlen, die sich in Remscheid am gestrigen Sonntag bei einem Wert von knapp unter 20 einpendelten, sind die jetzt möglichen Lockerungen noch nicht bei allen Menschen angekommen. Das zeigte sich beim verhaltenen Besucheraufkommen des Gemeindefestes der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde, das aus Corona-Gründen an unterschiedlichen Orten stattfand.

„Man muss sich langsam mit den Lockerungen vertraut machen.“

Besucherin Petra Wenders

Schon der Online-Gottesdienst am Morgen verzeichnete mit 20 Teilnehmern eine eher enttäuschende Zahl. „Ich halte es für möglich, dass die Menschen so langsam die Online-Veranstaltungen satt haben“, sagte die Gemeindepädagogin Laura Pires Rodrigues und fügte hinzu: „Die möglichen Lockerungen kamen ja in den letzten Tagen recht schnell.“ Im Gemeindezentrum Esche waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter sehr um die wenigen Gäste bemüht.

Eine ältere Dame ließ sich mit Fingerfarbe die rechte Hand violettfarben einpinseln und drückte ihre Hände danach gegen die Fensterscheibe, auf der bereits einige engelähnliche Figuren prangten – grüne, blaue, auch hellere Farben. Am Ausgang zum Außenbereich bestand die Möglichkeit an der Fertigstellung eines Gemeindemosaiks. 64 Stühle standen im Außenbereich parat, selbstverständlich mit dem gegebenen Abstand. Dieter Jahnke wollte gleich Gitarre spielen. „Die Anzahl der Besucher ist nicht das Wichtigste“, sagte Pires Rodrigues. „Viel wichtiger ist die Botschaft, die die Gemeinde aussendet: Wir sind für euch da.“

An der Lutherkirche wurde die neue Plauderbank von Gästen in Besitz genommen. Eine Drehorgel verbreitete Musik im Dreivierteltakt. In der Kirche, in der man zur Ruhe kommen konnte, war es angenehm kühl. „Der zögerliche Besuch ist erklärbar“, sagte Andrea Fabris, Diakonin der Gemeinde. „Als wir dieses Gemeindefest planen mussten, galt noch die Notverordnung. Und jetzt, in den letzten Tagen, ist vieles ganz anders und mehr möglich, als wir alle geahnt haben. Unsere Hoffnung richtet sich auf zufällig vorbeikommende Spaziergänger, die auf uns aufmerksam werden.“ Fünf Mitglieder des Posaunenchores, drei Trompeten mit Posaune und Horn, spielten für die Gäste kurze Stücke. Besucherin Elke Grammat genoss die Klänge an der frischen Luft. Sie saß mit einem Glas Wasser auf der Plauderbank und lauschte der Musik. „Man muss sich langsam wieder an Normalität gewöhnen“, sagte sie.

Vor dem unweit der Lutherkirche gelegenen Gemeindehaus konnten Interessierte die Andacht „to go“ mitnehmen, Hoffnungstexte in gerollter Papierform. Im Außenbereich hatten die Mitarbeiterinnen ein lauschiges Plätzchen gestaltet. Weit auseinanderstehende Bänke und Stühle luden zum Verweilen ein. Viele standen im Schatten, aber auch an die Sonnenanbeter wurde gedacht. Kaffee und Kuchen konnten genossen werden – das Ehepaar Wenders machte genau dies. „Wir wundern uns nicht über den verhaltenen Besuch“, sagte Petra Wenders. „Man muss sich langsam mit den Lockerungen vertraut machen.“

Evergreens-Abend

Der Evergreens-Abend der MorgenNote am Mittwoch, 7. Juli, findet als Online-Mitsingabend statt. Das Konzert wird aufgezeichnet und um 18 Uhr aus der Versöhnungskirche übertragen – die Gäste können dann daheim zum Thema Sommer, Sonne, Wind und Meer mitsingen.

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