Gelungener Abschied für Eduard Drobek

80 Zuhörer wollten zusammen mit dem Quintett der Bergische Symphoniker „Musik am Sonntagvormittag“ erleben. Foto: Doro Siewert
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80 Zuhörer wollten zusammen mit dem Quintett der Bergische Symphoniker „Musik am Sonntagvormittag“ erleben.

Musik am Sonntagvormittag

Von Daniel Diekhans

ALT-REMSCHEID Für Eduard Drobek hätte dieses Sonntagskonzert nicht besser laufen können. 80 Gäste überschütteten ihn und seine Kollegen mit Applaus, und der Solo-Fagottist strahlte übers ganze Gesicht. Ein Erlebnis war das erste Kammerkonzert der Saison nicht nur, weil ein Best-of für Bläserquintett zu hören war - von Haydn bis zu Gershwins „Rhapsody in Blue“. Es war auch eine Feierstunde für Drobek, der nach über 35 Dienstjahren bei den Symphonikern in den Ruhestand geht.

Bis es soweit sei, sagte Moderator Christian Leschowski, „sind wir glücklich, mit ihm spielen zu können“. Klar, dass es für den Geehrten auch ein Paradestück gab. Flankiert von Doris Lange-Haunhorst (Flöte) und Marlies Klumpenaar (Klarinette), ging Drobek bei Beethovens Variationen über „Là ci darem la mano“ in die Vollen, tauchte das Mozart-Thema in immer neue Farben und glänzte mit beschwingten Sechzehntel-Läufen. „Respekt, Eddie!“, kommentierte Leschowski und sprach aus, was alle dachten: „Du wirst mir wirklich fehlen.“

Bei der „Rhapsody in Blue“, ursprünglich für Klavier und Orchester geschrieben, war das komplette Quintett gefordert. Was mit dem jazzigen Klarinettenglissando von Klumpenaar begann, setzten Leschowskis Oboe und Ina Bijlsmas Horn fort. Swing und Timing ihrer Soli saßen punktgenau und die Fingerfertigkeit von Drobek und Lange-Haunhorst rundete das Ganze ab.

„Einer geht noch!“, rief ein Zuhörer. Die Musiker erfüllten den Wunsch mit „Beethovens fünfte Bossa Nova“, einer spannenden Begegnung des „Schicksalsmotivs“ mit brasilianischem Rhythmusgefühl. „Du wirst uns hoffentlich erhalten bleiben“, meinte Leschowski zum scheidenden Kollegen – worauf dieser kräftig nickte.

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