Gehölzschonzeit beginnt am 1. März

Frank Stiller ist bei der Stadt für Naturschutz und Landschaftspflege zuständig.Foto: Roland Keusch
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Frank Stiller ist bei der Stadt für Naturschutz und Landschaftspflege zuständig.Foto: Roland Keusch

Vögel sollen nicht gestört werden

Von Katharina Birkenbeul

Das Wetter wird schöner, die Pflanzen beginnen zu blühen und zu wachsen. Das lädt ein, den Garten nach dem kalten Winter auf Vordermann zu bringen. Aber: „In jedem Jahr gilt vom 1. März bis Ende September das Verbot, Gehölze zu schneiden“, erklärt Frank Stiller von der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Remscheid.

Der Hintergrund: Ab März beginnen die Vögel, auf Partnersuche zu gehen und sich ein Revier zu suchen, bevor es dann in die Brutzeit und das Aufziehen der kleinen Vögelchen geht. „Bei den meisten Vögeln liegt die Brutzeit im Frühling bis Frühsommer, beispielsweise bei den Amseln kann diese aber auch bis in den August und September reichen“, erklärt Stiller.

Deshalb dürfen in dieser Zeit alle Bäume, die außerhalb des Waldes oder auf gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze – hierzu zählen auch verholzende Kletterpflanzen – nicht beseitigt, abgeschnitten oder bis auf den Stock zurückgeschnitten werden.

Ausnahmen bei der Gehölzschonzeit gebe es allerdings: Entstehen durch die Hecken und Büsche Gefahrensituationen, dürfen diese beschnitten werden.

Remscheider halten sich an die Gehölzschonzeit

Schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs der Pflanzen beseitigt wird oder Bäume gesund gehalten werden, sind ganzjährig bei Beachtung des Artenschutzes möglich. Für einen Kernschnitt rät Stiller deshalb, „die restlichen Februartage für einen Kernschnitt zu nutzen“.

Die Gehölzschonzeit werde von den meisten Remscheidern beherzigt, sagt Frank Stiller. Wer sich aber dem Gesetz bewusst ist und sich diesem widersetzt, dem könnten auch mehrere Hundert Euro an Strafe drohen. Wer sich unsicher ist, was er wann darf, könne sich aber auch bei der Naturschutzbehörde melden und bekomme Rat.

Die Stadt weist daraufhin, dass auch das Blütenangebot für Insekten während des Sommerhalbjahres sichergestellt wird.

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