Gefüllte Rucksäcke für Alleinstehende

Evangelische Stadtkirchengemeinde

Von Peter Klohs

Alt-Remscheid Gegen Ende dieses Monats kommen zwei Gegebenheiten zusammen, die nicht zusammen gehören: Zum Einem feiern die Christen den höchsten Feiertag ihres Glaubens, zum Anderen sind die Inzidenzzahlen hoch. Zu hoch, um Veranstaltungen mit potenziell vielen Besuchern durchzuführen. Die Kirchen planen um, was hier und da auch die Absagen für beliebte und traditionelle Feiern oder Zusammenkünfte bedeutet.

Wie Pfarrer Martin Rogalla berichtet, habe die evangelische Stadtkirchengemeinde größere Veranstaltungen generell abgesagt. So finden die Senioren-Weihnachtsfeier, zu der in Jahren ohne Pandemie 100 Gäste begrüßt werden konnten sowie die Feier für die Alleinstehenden nicht statt. Auch die Durchführung des Adventsbasars ist der Gemeinde nicht möglich.

„Es tut mir für jede Veranstaltung leid, die wir nicht durchführen können.“

Pfarrer Martin Rogalla

„Hätte man mich vor vier Wochen gefragt, ich hätte gesagt: Na klar, das findet statt!“, sagt ein etwas frustriert klingender Pfarrer Rogalla. „Es tut mir für jede Veranstaltung leid, die wir nicht durchführen können, aber wir möchten uns an die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und namhafter Virologen halten und so unseren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus in Remscheid leisten.“

Die Weihnachtsfeier der Gemeinde wird nicht in der Stadtkirche, sondern am Heiligen Abend um 16 Uhr auf dem Vaßbenderplatz mit etwa 100 Gästen stattfinden. Der Nachtgottesdienst um 23 Uhr findet in der Kirche statt, wobei die Gästeanzahl auf 50 begrenzt ist. Für beide Gottesdienste hält die Auferstehungskirchengemeinde kostenlose Tickets bereit.

Die ausgefallene Feier für die Alleinstehenden wird wie im Vorjahr ersetzt durch eine offene Kirche. Ab 19 Uhr stehen am Heiligen Abend kleine Rucksäcke für Bedürftige und Alleinstehende bereit, in denen man unter anderem Lebensmittel für drei Tage, eine Kerze und Gutscheine finden wird. „Im vergangenen Jahr hatten wir noch Livemusik in der Kirche“, erinnert sich Martin Rogalla. „Wir arbeiten daran, dass wir das in diesem Jahr auch anbieten können.“

Auch Besucher der „normalen“ sonntäglichen Gottesdienste müssen sich auf einige Änderungen einstellen. „Da fast alle Gottesdienstbesucher geboostert sind, haben wir uns auf eine 2-G-Regel verständigt“, sagt Rogalla. „Während des Gottesdienstes müssen FFP2-Masken getragen werden. Für Menschen, denen der Besuch in der Kirche zu gefährlich erscheint, wird der Gottesdienst als Stream online auf unserer Homepage angeboten. In Präsenz haben wir zwischen 20 und 30 Gäste während der Gottesdienste. Viele verfolgen das bereits online.“

Die Planung, so Martin Rogalla weiter, sei zur Zeit schwierig, da die verschiedenen Kirche der Gemeinde unterschiedlich groß sind. Die evangelische Kirchengemeinde in Lennep wird am heutigen Mittwochabend zu einer Sitzung des Presbyteriums zusammenkommen und über die Regelungen an Weihnachten beraten und beschließen.

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