Volkstrauertag

Gedenken an die Vergangenheit als Mahnung für die Zukunft

Zur zentralen Gedenkfeier am Volkstrauertag kamen viele Menschen zum Ehrenhain.
+
Zur zentralen Gedenkfeier am Volkstrauertag kamen viele Menschen zum Ehrenhain.

Zentrale Veranstaltung zum Volkstrauertag.

Von Sabine Naber

Remscheid. Gemeinsam haben die Stadt Remscheid, der Heimatbund Lüttringhausen und der Verkehrs- und Förderverein Lennep am Sonntag zu einer zentralen Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Ehrenhain eingeladen. Und es war in diesem Jahr neben den Vertretern aus Rat und Verwaltung, der Feuerwehr und der Polizei noch eine große Gruppe von Menschen, die sich dem traditionellen Gang zur Gedenkstätte angeschlossen hatten.

Das Blechbläser-Ensemble der Bergischen Symphoniker eröffnete mit „Sarabande“ von Händel, bevor Carina Oestermann das Lied „Angel“ sang. In seiner Ansprache erinnerte Stadtdechant Thomas Kaster, dass am Volkstrauertag die Opfer der Unmenschlichkeit und Menschenverachtung in den beiden Weltkriegen und den Diktaturen des Dritten Reiches und der DDR betrauert werden. „Wir denken an die unzähligen Opfer von Gewaltherrschaft und Krieg; an die Menschen, die aufgrund ihrer politischen, weltanschaulichen oder religiösen Überzeugungen, ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrer Herkunft oder Nationalität verfolgt, gequält und getötet wurden.“

Bisher habe Deutschland auf eine ungewöhnlich lange Friedenszeit zurückschauen können, so Kastner: „Nie wieder Krieg haben sich unsere Vorfahren nach den traumatischen Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges geschworen. Aber der Frieden ist verletzlich und schnell verloren. Uns erschüttern aber auch die verbrecherischen Untaten in der Ukraine und anderswo in der Welt. Wie barbarisch, grausam und blind kann ein Mensch sein. Haben wir nichts dazu gelernt?“

Alle seien gefordert, für die Werte einzutreten, die unsere Gesellschaft tragen. „Nicht nur der Friede scheint mir gefährdet, auch unsere Demokratie ist verletzlich. Mit Sorge sehe ich die zunehmende Tendenz zu radikalen Ansichten, die getarnt als Sorge um die Bürger und ihre Belange, Ausgrenzung und Hass, Antisemitismus und Ausländerhass fördern – und das nicht nur in unserem Land“, machte der Stadtdechant deutlich. Und betonte am Ende seiner Ansprache, dass Unmenschlichkeit und Hass nicht wieder Hausrecht in unserem Land bekommen dürften.

Nach Mendelssohns „Wer bis an das Ende beharrt“ und dem Lied „The Rose“, das Carina Oestermann sang, erklang das Trompetensolo „Ich hatt’ einen Kameraden“, bevor am Grab, an dem zwei Soldaten mit Fackeln standen, die Kränze niedergelegt wurden.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Aldi kommt ins Allee-Center – Eröffnungstermin steht fest
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Metallverwerter retten Lenneper Gans
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen
Achtung Betrüger: Bei Geldscheinen genau hinschauen
Drogerie und Markt beim Aldi im Südbezirk: „Weg wird steinig“
Drogerie und Markt beim Aldi im Südbezirk: „Weg wird steinig“
Drogerie und Markt beim Aldi im Südbezirk: „Weg wird steinig“

Kommentare