Gebäude fertig, Umfeld folgt bald

Sanierung des Lüttringhauser Rathauses hat deutlich länger gedauert

Die Sanierungsarbeiten am und im Rathaus sind abgeschlossen, der Platz hinter dem Gebäude soll im November fertig werden. Archivfoto: Michael Schütz
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Die Sanierungsarbeiten am und im Rathaus sind abgeschlossen, der Platz hinter dem Gebäude soll im November fertig werden.

Das Lüttringhauser Rathaus ist fertig. Nach rund eineinhalb Jahren seien die letzten Arbeiten der umfangreichen Sanierung inzwischen abgeschlossen, berichtet Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement.

Von Sven Schlickowey

Remscheid. „Wir haben alles, was auf unserer Agenda stand, erledigt.“ Unter anderem wurden Böden ausgetauscht und die Elektroinstallation erneuert, der Brandschutz erhielt Ergänzungen, der Turm hat eine neue Haube bekommen und die Feuchtigkeitsschäden im Keller wurden beseitigt.

Dass aus den ursprünglich angesetzten sieben Monaten Bauzeit deutlich mehr wurde, hatte mehrere Gründe. Schon bei der Sanierung des Kellers stellte man fest, dass das Gebäude auf einer offenen Abwasserleitung steht. Später mussten Fassadenarbeiten, die durch Kletterer ausgeführt wurden, wegen des Wetters verschoben werden. Außerdem bremste der Denkmalschutz Teile des Projekts aus.

Das lag vor allem am Ratssaal, der aufgearbeitet wurde. Durch alte Fotos wurde die Frage nach dem ursprünglichen Zustand der Holzvertäfelung aufgeworfen. Zudem wurden Farbreste an der Kassettendecke gefunden, so dass zeitweise unklar war, wie die Bereiche zwischen den Holzelementen gestaltet werden sollten – und die Stadt erst auf das Votum des Amts für Denkmalpflege des Landschaftsverband Rheinland warten musste.

„Wir sind im Kostenrahmen geblieben.“

Thomas Judt vom städtischen Gebäudemanagement

All das sei inzwischen aber geklärt, sagt Thomas Judt. Und auch die Industriekletterer hätten ihre Arbeit zwischenzeitlich erledigt. „Dabei wurden im Turm auch Balken ausgetauscht.“ Für die Kletterer hatte sich die Stadt aus Kostengründen entschieden, ihre Dienste waren günstiger, als das Rathaus einzurüsten.

Trotz der Überraschungen und Verzögerungen beim Umbau des 1908 fertig gestellten Gebäudes habe man das geplante Budget von knapp einer Million Euro einhalten können, betont Judt: „Wir sind im Kostenrahmen geblieben.“ Sogar so gut, dass man nun noch zusätzliche Arbeiten in Erwägung ziehe, darunter weitere Malerarbeiten an der Fassade, zum Beispiel im Bereich des Eingangs zur Musikschule. Dazu hole man derzeit Angebote ein, so der Gebäudemanager: „Das stand ursprünglich gar nicht auf dem Programm.“

Während die Arbeiten in und am Rathaus abgeschlossen sind, gehen die im Umfeld weiter. Der Platz hinter dem Gebäude, der zu einem parkähnlichen Aufenthaltsort mit Wasserspiel umgestaltet wird, soll im November fertig werden, sagt Dirk Buchwald, zuständiger Abteilungsleiter bei den Technischen Betrieben (TBR): „Aktuell wird an dem Einfahrtsbereich und den Parkplätzen gearbeitet.“ Später würden dann noch die Pflanzarbeiten vorgenommen und das Wasserspiel mit der Plastik, die früher die Fassade der Lüttringhauser Badeanstalt schmückte, installiert. Der dafür notwendige Wasseranschluss war bereits bei der Rathaus-Sanierung berücksichtigt worden.

„Das Badepärchen ist auch schon vor Ort“, berichtet Buchwald, der sich nun noch um einige Details kümmern muss. So brauche der Parkplatz für das in Lüttringhausen stationierte Polizeiauto eine Art Käfig, so dass die Arbeit der Zaunfirma mit den anderen Gewerken synchronisiert werden muss. „Insgesamt bin ich sehr zufrieden.“

Hintergrund

Dass Lüttringhausen ein eigenes Rathaus hat, liegt daran, dass der heutige Remscheider Stadtteil bis 1929 eine eigenständige Kommune war. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts befand sich das Rathaus in der Gertenbachstraße 33, weil dieses zu klein wurde, erfolgte im Juni 1907 die Grundsteinlegung für das Rathaus am heutigen Standort. Am 19. September 1908 wurde es eingeweiht

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