Lennep

Gag-Marathon: Markus Maria Profitlich in der Klosterkirche

Das Beste aus 35 Jahren: Markus Maria Profitlich. Foto: Roland Keusch
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Das Beste aus 35 Jahren: Markus Maria Profitlich.

Bekannter Comedian lässt längst vergessene Sketche wieder aufleben. Der Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung nötigt Respekt ab.

Von Elisabeth Erbe

Remscheid. Seinen ersten Auftritt hatte er schon kurz nach der Geburt. „Alle haben über mein Gewicht gelacht“, begann Markus Maria Profitlich seine Show. Am Freitagabend gastierte der Comedian in der Klosterkirche und zeigte „Das Beste aus 35 Jahren“. Es war ausverkauft. Allerdings nur mit 96 Plätzen, mehr durften laut Coronaschutzverordnung nicht rein.

Markus Maria Profitlich, bekannt als „Erklärbär“ in der „Wochenshow“ und durch die Comedy-Serie „Mensch Markus“, gehört zu den beliebtesten Gag-Lieferanten Deutschlands.

Zusammen mit seiner Ehefrau und Kollegin Ingrid Einfeld ließ er längst vergessene Sketche wiederaufleben. Fans erinnerten sich noch gut an das Telefonat zwischen Vater und Tochter. Papi erzählt per Telefon eine Gute-Nacht-Geschichte, die das Kind permanent modernisiert. Statt Hänsel und Gretel liefen Super Mario und Lara Croft durch den Wald „und verirrten sich nicht, da sie ein Navi hatten“, sprach er in den Hörer.

Die Zuhörer erinnerten sich und lachten herzhaft über den verzweifelten Vater. „Meine Lieblingsfigur war Sven Dudek“, verriet Profitlich und mimte den jungen Blogger und interviewte eine Influencerin.

Auch das Gespräch zweier Bauarbeiter über ihr Lieblingsgetränk Kaffee sorgte für Amüsement. Zwar waren die eingefleischten Fans begeistert, doch nicht alle Sketche sorgten für Lacher. Profitlich wirkte ruhiger, bedachter als sonst.

Mit zitternder Hand machte er sich über sich selbst lustig

„Ich habe seit vier Jahren Parkinson“, sagte er offen. „Mikado spielen geht nicht mehr.“ Mit zitternder Hand machte er sich über sich selbst lustig - Chapeau. „Rührei schlagen und morsen geht wie von selbst“, sagte er.

Und während der Comedian die besten Witze aus vergangenen Zeiten erzählte, schlüpfte Ingrid Einfeld in die Kostüme des Polizisten, des Pastors und glänzte als Bofrost-Verkäufer.

Nach 70 Minuten war die Show wieder zu Ende und das Publikum blieb rätselnd auf den Stühlen sitzen. „Zugabe?“, fragte Profitlich – und die Gäste bejahten lautstark. Mit dem Gag des halbnackten Karnevalsprinzen sorgte er für lautstarkes Gelächter.

Dazu auch: Interview mit Kulturmanagerin Andrea Preker: „Die Klosterkirche ist eine wandelbare Eventbox“

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