20 Gäste lösen Luther-Rätsel

Bernhard Rautzenberg und Viola Fey sorgten in der Lutherkirche für die musikalische Begleitung. Foto: Doro Siewert
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Bernhard Rautzenberg und Viola Fey sorgten in der Lutherkirche für die musikalische Begleitung. Foto: Doro Siewert

Die Auferstehungs-Kirchengemeinde lud zum Reformationstag ein

Von Sabine Naber

Alt-Remscheid Es hat eine lange Tradition, dass die Evangelische Auferstehungskirchengemeinde nach dem Gottesdienst am Abend des Reformationstages in der Lutherkirche zu einem Beisammensein ins Gemeindehaus an der Johann-Sebastian-Bach-Straße einlädt. „Kottenbutter bei Luther“ ist der gemütliche Abend überschrieben. Kamen in den vergangenen Jahren bis zu 200 Gäste, waren es am Samstag coronabedingt nur rund 20.

Die Tische waren zu einem Carré zusammengestellt, der geforderte Abstand zueinander wurde exakt eingehalten. Bis vor zwei Tagen habe nicht festgestanden, ob der Abend überhaupt stattfinden durfte. „Früher haben wir dieses Zusammensein als Luther-Party bezeichnet. Das wäre für heute Abend etwas übertrieben gewesen“, gab Presbyter Klaus-Peter Jäger in seiner Begrüßung mit einem Augenzwinkern zu. Man habe auch keine Werbung für den Abend gemacht, weil nur wenige Besucher in den Saal durften. „Wir haben den Reformationstag schon in der Lutherkirche gebührend gefeiert. Und auch für das Zusammensein hier haben wir uns ein paar Programmpunkte ausgedacht“, versicherte er. Auch wenn so Aufwendiges wie Lieblingsgerichte von Frau Luther nachkochen, ein Theaterstück und Sketche aufführen oder Folkloretänze zu präsentieren aus den bekannten Gründen in diesem Jahr nicht möglich seien.

„Von einer Party zu reden, wäre heute etwas übertrieben.“

Klaus-Peter Jäger, Presbyter

Zum Auftakt spielten Viola Fey (Violine) - sie ist Mitglied der Bergischen Symphoniker - und der Presbyter Bernhard Rautzenberg (Klavier) eine kleine Sonate von Händel. Bevor die leckere Stärkung, begleitet von deftigem Schwarzbier, serviert wurde und Friedhelm Krämer das Tischgebet sprach, erinnerte der Pfarrer daran, dass der Reformationstag die Gedanken zurückgehen lässt. „Aber - so hat Luther es verstanden - war es ein Blick nach vorne.“ Hatte doch der Augustinermönch mit seinem Aufbegehren gegen den Ablasshandel eine Welle in Bewegung gesetzt, die ganz Europa erfasste und dadurch die großen Veränderungen entscheidend mitprägte. Klar, dass sich das kleine, aber kurzweilige Programm auch ganz um den Reformator drehte.

Beim Luther-Rätsel bekam jeder ein Blatt Papier, auf dem sich eine wahre Buchstabensuppe tummelte. Daraus sollten Begriffe wie beispielsweise Ablass, Eisenach, Schlosskirche oder auch „Vom Himmel hoch“ gesucht werden. Untermalt von leiser Musik wurde fieberhaft gearbeitet, denn in weniger als zehn Minuten sollten die 30 Begriffe gefunden werden. Die beiden Gewinner –24 Begriffe waren das Höchste – bekamen als Preis eine kleine Lutherfigur von Playmobil.

Weiter ging es mit einer Fragerunde zu Luther, bei der Pfarrer Krämer nur außer Konkurrenz mitspielen durfte, viele Antworten aber durch sein großes Fachwissen ergänzte. „Ich habe das Buch mit den 100 Fragen zu Martin Luther geschenkt bekommen. Und wir wollen ja heute Abend auch noch etwas lernen“, betonte Klaus Peter Jäger, bevor er Fragen wie „Welches Evangelium ist das älteste“ stellte. Drei Antwortmöglichkeiten waren vorgegeben, gespielt wurde im Team, je nachdem ob man auf der linken oder der rechten Seite des Tisches saß.

Mit Musik endete der kurzweilige Abend, aus dem das Organisatoren-Team das Beste unter den gegebenen Umständen gemacht hatte.

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