Historisches Foto

Welche Villa suchen wir?

Alte Villa in Remscheid - Historisches Foto von 1977
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Um welche Villa handelt es sich? Schicken Sie ihre Lösung, gerne mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 23. Juni an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.

Das Historische Foto der Vorwoche zeigte eine Kreuzung mitten in der Lüttringhauser Altstadt. Was suchen wir dieses Mal?

Im Jahr 1977 „zwischen den Tagen“, wie man so sagt, entstand dieses Foto, die kahlen Bäume lassen es erahnen. Weil es sich, wie damals üblich, um eine schwarz-weiße Aufnahme handelt, kann man aber leider nicht genau sagen, welche Farbe das abgelichtete Gebäude hat - in diesem Fall nicht ganz unwichtig, um unser Rätsel zu lösen, ist die Außenfarbe doch heute Bestandteil des Namens. Um welche Villa handelt es sich? Schicken Sie ihre Lösung, gerne mit persönlichen Anekdoten verbunden, bis zum 23. Juni an den RGA, Alleestraße 77-81, 42 853 Remscheid oder per E-Mail: redaktion@rga.de.

Das Rätselfoto der vergangenen Woche: Fußball-Legende und Kult-Eisdiele

Von Sven Schlickowey

Remscheid. Eine fast schon unscheinbare Kreuzung, Bäume, ein paar Häuser links und rechts - mehr brauchen die RGA-Leserinnen und -Leser offenbar nicht, um das Rätsel unseres historischen Fotos zu lösen. „Antwort: Gertenbachstraße/Tannenbergstraße“, schrieb uns zum Beispiel Volker Hebda aus Freiburg am frühen Sonntagmorgen, nachdem das neue Rätsel tags zuvor erschienen war. Als Erster in dieser Woche. Aber lange nicht als Einziger.

Viele Einsender orientierten sich dabei an den Geschäften, die dort mal zu finden waren. Oder es auch heute noch sind. „Leider nicht ganz zu sehen ist der Leckerland auf der Ecke, wo ich immer eine Tüte gemischte Süßigkeiten geholt habe als Kind“, schreibt Daniel Kottsieper. Und weist dann noch schnell darauf hin, dass inzwischen ganz in der Nähe „unsere Kult-Eisdiele Belfi“ zu finden ist.

Mitten im Lüttringhauser Ortskern: Wo 1979 noch eine „normale“ Kreuzung war...

Ganz ähnlich bei Klaus Rörig: „Auf der gegenüber liegenden Seite sind noch die Buchstaben 'LE' zu erkennen, was voll ausgeschrieben '3xL LekkerLand Klaus Loch' beziehungsweise noch früher '3xL: Lekkerland-Loch-Lüttringhausen' hieß“, weiß er über das Foto der vergangenen Woche zu berichten. Später habe sich dort der Getränkehandel von Karl Berndl befunden, heute liege in der Nähe der F(l)air-Weltladen, übrigens weiterhin der einzige Weltladen in ganz Remscheid.
Noch mehr Historische Fotos aus Remscheid finden Sie hier.

An den Getränkehandel Berndl kann sich auch Ulrich Hager noch gut erinnern, nicht zuletzt weil seine Frau von 1998 bis 2002 beim damaligen Pflegedienst Mötter gegenüber gearbeitet hat, wie er uns schreibt. Ansonsten verweist er, wie auch Rudi Goecke, Helmut Schucht und Jürgen Koppka, auf einen weiteren prominenten Laden-Inhaber in dem Bereich: „Auf der anderen Straßenseite, links hatte, der ehemalige Fußballtrainer Detlef Pirsig sein Sportgeschäft.“

Der 1945 in Schwerin geborene Detlef Pirsig, genannt „Eisenfuß“, hatte in seiner aktiven Laufbahn zwischen 1965 und 1977 mehr als 300 Bundesligapartien absolviert, ehe er als Spielertrainer zum BV Lüttringhausen in die Landesliga kam. Mit dem heutigen FC Remscheid stieg er 1983 in die Zweite Bundesliga auf. Ein Kunststück, das er als Trainer übrigens 1989 mit seinem zwischenzeitlich in die dritte Liga abgestiegenen Stammverein MSV Duisburg wiederholen konnte.

Thorsten Wolff berichtet uns von einem Trödelmarkt, der dort lange Jahre stattgefunden hat: „Der Trödelmarkt war riesig, er erstreckte sich von der Ecke Kreuzbergstraße bis hinunter zum Ludwig-Steil-Platz und oftmals auch um die gesamte Evangelische Kirche herum.“ Und Anke Rösner erinnert sich, dass sie in den 1970er-Jahren in dem Garten an der katholischen Kirche immer Birnen und Äpfel gepflückt hat.

... ist heute ein kleiner Kreisverkehr. Erkannt haben unser Rätselfoto trotzdem zahlreiche Einsender.

Auf die Namen der beiden sich hier kreuzenden Straßen geht Heinz-Jürgen Schmitz ein. Die Tannenbergstraße sei nach der Schlacht bei Tannenberg in Ostpreußen benannt. In der Nähe von Stebark, zu Deutsch: Tanneberg, war am 15. Juli 1410 das Heer des Deutschen Ordens auf die polnische Streitmacht getroffen. Zeitgenössischen Quelle zufolge gab es dabei rund 50 000 Tote, Verletzte und Gefangene. Die Gertenbachstraße hingegen sei nach Richard Gertenbach, benannt, schreibt Schmitz. Gertenbach war von 1890 bis 1925 Bürgermeister der damals noch selbstständigen Gemeinde Lüttringhausen, zu deren Ehrenbürger er 1925 ernannt wurde. In seine Amtszeit fielen unter anderem der Bau der Heil- und Pflegeanstalt Tannenhof (Einweihung 1896) und der heutigen Justizvollzugsanstalt (Einweihung 1906). Gertenbach verstarb im Mai 1929 in Bonn. Nur wenige Wochen, bevor „sein“ Lüttringhausen nach Remscheid eingemeindet wurde.

Die richtige Lösung wussten unter anderem auch Dieter Reichert, Edelgard Diederichs, Dieter Prill und Lothar Förder.

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