Bundestagswahl

So funktioniert die Briefwahl

Bei der Briefwahl gehört der Stimmzettel in das blaue Kuvert, das danach in den roten Umschlag gesteckt wird. Foto: Arno Burgi/dpa
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Bei der Briefwahl gehört der Stimmzettel in das blaue Kuvert, das danach in den roten Umschlag gesteckt wird.

Seit Montag kann bereits die Stimme abgegeben werden, per Post oder vor Ort. Kleine Tricks können dabei Zeit sparen.

Von Frank Michalczak

Seit Montag können die Remscheider ihre Stimme bei der Bundestagswahl abgeben – per Briefwahl. Hier die Regeln auf einen Blick. 

Wie kann ich Briefwahl beantragen? 

Dazu gibt es drei Möglichkeiten. Wer möchte, kann das Ämterhaus, Elberfelder Straße 36, besuchen und vor Ort die Stimme abgeben. Zum anderen können Interessenten den Stimmzettel anfordern und zuhause ausfüllen. 

Wie funktioniert die Wahl im Ämterhaus? 

Das sei ganz unkompliziert, wie der städtische Wahlkoordinator Bernd Hoffmann erklärt. „Die Mitarbeiter helfen bei Fragen weiter.“ Wer clever ist, füllt schon mal zuhause die Rückseite der Wahlbenachrichtigung aus, die mitgebracht werden sollte. „Das spart im Ämterhaus Zeit.“ Mitführen müssen die Wähler Personalausweis oder Reisepass. Dann erhalten sie im Ämterhaus den Stimmzettel, auf dem die Erststimme (für den Kandidaten im Wahlkreis) und die Zweitstimme (für eine Partei) angekreuzt wird. Das Ganze erfolgt in einer Wahlkabine. Die Öffnungszeiten sind: montags 7.30 bis 13 Uhr, dienstags 7.30 bis 17.30 Uhr, mittwochs 7.30 bis 13 Uhr, donnerstags 7.30 bis 16 Uhr, freitags 7.30 bis 12 Uhr. 

Was müssen Remscheider bei der Briefwahl beachten, die sie diese per Post beantragen wollen? 

Dabei gilt es, mehrere Schritte zu gehen. Zunächst müssen die Wähler die Rückseite der Wahlbenachrichtigung ausfüllen – und damit Briefwahl beantragen. „Die Benachrichtigung muss dann an die Stadtverwaltung geschickt werden. Dazu benötigt man einen Umschlag und eine Briefmarke. Der Umschlag muss frankiert werden“, erklärt Hoffmann. Einige Tage später gibt es dann das Antwortschreiben der Stadt. Inhalt: zwei Umschläge und der Stimmzettel. In den blauen Umschlag gehört der ausgefüllte Stimmzettel. Das Kuvert muss zugeklebt werden. Den blauen Umschlag müssen die Wähler dann in den roten Umschlag stecken. Wichtig: Dort muss auch der ausgefüllte Wahlschein hinein. Der rote Umschlag wird mitsamt Inhalt dann an die Stadtverwaltung geschickt. „Dies ist gratis. Eine Briefmarke muss nicht verwendet werden“, fügt Hoffmann hinzu. 

Wie funktioniert der Briefwahlantrag im Internet? 

Wer sich für diese Variante entscheidet, spart sich den Brief an die Stadtverwaltung. Der dafür notwendige Antrag kann komfortabel über das Internet gestellt werden – auf der Seite www.remscheid.de. Bernd Hoffmann rät dabei, einfach dem Menü auf der Startseite zu folgen. Wer sich daran hält, bekommt den Stimmzettel zugeschickt – mit dem blauen und roten Umschlag, wie oben beschrieben. „Die Zuordnung erfolgt über die IP-Adresse. Diese gilt als Dokument“, erläutert Hoffmann. Somit soll Schummelei verhindert werden. Jede andere Art der schriftlichen Antragstellung ist auch möglich. Eine telefonische Antragstellung ist nicht erlaubt. 

Was passiert am Wahltag mit den Umschlägen? 

Bereits am Nachmittag wird der rote Umschlag geöffnet, um die Adressen der Wähler den 13 Briefwahlbezirken zuzuordnen. Der blaue Umschlag bleibt verschlossen und wird in die Urnen geworfen. „So bleibt die Wahl anonym“, berichtet Hoffmann. Ab 18 Uhr werden die Stimmen ausgezählt. 78 Helfer sind in den 13 Wahlvorständen im Einsatz – allein bei der Briefwahl. Für Sehbehinderte oder Blinde gibt es für das Ausfüllen des Stimmzettels spezielle Schablonen, die beim Blindenverband bestellt werden können. Kontakt: Tel.: (0 21 59) 9 65 50.

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