Funke springt vom Chor auf die Zuhörer über

Der Chor Voicemble beendete die coronabedingte Konzertpause und hatte in die Friedenskirche eingeladen. Foto: Doro Siewert
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Der Chor Voicemble beendete die coronabedingte Konzertpause und hatte in die Friedenskirche eingeladen.

Voicemble hatte zum Sommerkonzert in die Friedenskirche eingeladen

Von Sabine Naber

Alt-Remscheid Wie groß die Freude der jungen Sängerinnen und Sänger war, wieder ein Konzert vor Publikum präsentieren zu können, das machte Pia Halscheid, die Vorsitzende des Chores „Voicemble“, überzeugend deutlich: „Bis vor ein paar Tagen wussten wir noch nicht, ob wir wirklich auftreten dürfen. Jetzt freuen uns riesig, Sie alle hier zu sehen“, sagte sie mit einem strahlenden Lächeln.

Als eine Krise für jeden einzelnen, aber auch „für uns als Chor“ bezeichnete sie die Pandemie, die es mit sich gebracht hätte, dass sie sich erst im Juni wiedersehen und gemeinsam proben durften. „Partner und die Familie mussten bis dahin unser Gejaule zu Hause ertragen. Das hat jetzt ein Ende. Wir haben viel Liebe in die Vorbereitungen gesteckt und sind jetzt ein bisschen stolz, in der kurzen Zeit ein Konzert auf die Beine gestellt zu haben.“

Und es war ein großartiges Sommerkonzert, zu dem der junge Chor unter der Leitung von Astrid Ruckebier am Sonntagabend in die Friedenskirche an der Schützenstraße eingeladen hatte. Die rund 70 Zuhörenden konnten Klassik und Pop, langsame und schnelle, besinnliche und spaßige, bekannte und unbekannte Musikstücke genießen.

Es war ein Genuss, dem Ensemble zuzuhören

Die Chormitglieder wechselten sich ab, als sie zu jedem Lied kurze Einführungen gaben. Dem Publikum bot sich ein buntes fröhliches Bild, die Sängerinnen und Sänger trugen zu ihren schwarzen Hosen Blusen und Hemden in allen vorstellbaren Farben.

Zum ersten Stück im Bereich Spiritual mit dem Titel „Joshua fit the Battle of Jericho“ hieß es beispielsweise: „Es gilt, die Stadt zu erobern, es geht um Gottvertrauen.“ Eine Solistin begann, zwei Sängerinnen schnipsten mit den Fingern, dann fiel der Chor ein. Die kräftigen, ausdrucksstarken Stimmen der zehn jungen Frauen wurden vortrefflich unterstützt durch die tiefen, volltönenden Stimmen der neun jungen Männer. Es war ein Genuss, ihnen zuzuhören.

Mit dem bekannten Pop-Song „Sound of Silence“ präsentierte der Chor ein ungewöhnliches Arrangement, bei dem immer wieder kurze Parts der Solistinnen und Solisten zu hören waren. Gefühlvoll begleiteten Daniel an der Trommel und Celine am Klavier den Gesang. „Das hat mir am allerbesten gefallen“, sagte Zuhörerin Petra Ebinghaus. Sie sei ganz begeistert von den Liedern, die der Chor für das Konzert ausgesucht hatte. „Die singen alle superschön“, lobte sie.

Auch Musik aus dem 15. und 16. Jahrhundert hatte der junge Chor im Programm: „Wir wollten sie zum Start der Europaschule in Wuppertal singen, aber wegen der Pandemie kam es dazu nicht. Wir singen neben Deutsch auch in Schwedisch, humoristisch unter anderem auch über Tiere, die Sie akustisch hier gleich erleben werden“, so kündigte die Dirigentin die nächsten vier Lieder an. Und tatsächlich – es wurde auf der Bühne sehr melodisch miaut und gebellt, Chor und Zuhörende hatten Spaß.

Nach der Ballade „Heal the World“, in der Michael Jackson aufruft, die Welt zu heilen und „Celtic Dance“, einem irischen Stück, das der Chor a cappella sang, hielt der Applaus so lange an, dass „Voicemble“ um Zugaben nicht herumkam. Zuvor hatte sich Pia Halscheid im Namen des Chores bei Astrid Ruckebier bedankt, die den Chor seit der Gründung leitet: „Sie hat uns bei unseren Proben ertragen. Danke, dass du unsere Musik mit uns lebendig werden lässt.“

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